Berliner Gasbeleuchtung (2011)

Am Donnerstag, den 24. November 2011 stellte Denk mal an Berlin e.V. die Gas-Straßenbeleuchtung als „Besonderes Denkmal“ vor. Der Verein will mit dieser Aktion deutlich machen, dass es ein großes öffentliches und fachliches Interesse an der Ausstattung des Straßennetzes mit Lichtanlagen, speziell mit historischen, gibt.

Das in diesem Jahr veröffentlichte Lichtkonzept der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt erstmalig einen hervorragenden Gesamtüberblick über die Beleuchtungssituation in der Stadt und entwickelt unter Berücksichtigung ökologischer, gesundheitlicher, energetischer und wirtschaftlicher Aspekte Grundanforderungen an die zukünftige Ausstattung mit Straßenleuchten.

Dieses richtungsweisende Konzept bleibt allerdings im Bereich der historischen Berliner Gas-Beleuchtung weiter zu diskutieren und zu entwickeln. Denn es wird eine fast komplette Aufhebung des Gasnetzes und damit der gerade in den Wohnstraßen so angenehmen, gewohnten Beleuchtung bis zum Jahr 2020 vorgesehen. Nur ein geringer Teil der Berliner Gas-Beleuchtung soll in wenigen Dorfangern erhalten bleiben. Zu diskutieren ist auch die Frage des Erhaltes der Lampen, häufig aus unverwüstlichem Gußeisen hergestellt. Da Berlin mit seinen über 40.000 Einzelleuchten in 2800 Straßen europaweit über das größte zusammenhängende gasbeleuchtete Gebiet mit unterschiedlichen, zeitabhängigen Lampenformen verfügt und deren technische Entwicklung häufig von Berlin ausging, besitzen wir damit ein technisches Denkmal, das einzigartig ist. Eben: Ein Besonderes Denkmal.

 

Ab Mai 2012 sollen berlinweit 6500 Reihenleuchten durch die Lampe 'Jessica' ersetzt werden.

Petition zur Erhaltung der Gasbeleuchtung jetzt online!

Ab sofort können Sie hier für den Erhalt der Gasleuchten unterschreiben! Unterzeichnen Sie die Petition ganz einfach online und setzen Sie damit ein Zeichen zum Erhalt der Gasbeleuchtung.

 

Ankündigung: Podiumsdiskussion zum bevorstehenden Abbau der Gas-Straßenbeleuchtung

 

Am 21. Mai 2012 findet um 19 Uhr im Rathaus Charlottenburg eine Podiumsdiskussion zu dem bevorstehenden nahezu vollständigem Abbau der Berliner Gas-Straßenbeleuchtung statt.

 

Teilnehmer:

 

Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator von Berlin

Evelyn Hoffschröer, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Bertold Kujath, Vorsitzender von Gaslicht Kultur e.V.

Prof. Dr. Hans-Peter Lühr, stellv. Vorsitzender des Bürgervereins Frohnau

Heike Pieper, Mitglied des Berliner Kuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Nikolaus Bernau, Mitglied Landesdenkmalrates Berlin

Dr. Elisabeth Ziemer, stellv. Vorsitzende von Denk mal an Berlin e.V.

Appell von Europa Nostra an den Regierenden Bürgermeister von Berlin

 

Unsere Initative Europa Nostra für die Erhaltung des Gaslichts um Hilfe zu bitten hat zum Erfolg geführt:  

 

 

Hier gelangen Sie zur pdf-Datei. 

 

 

die Übersetzung

 

An den

Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin

Herrn Klaus Wowereit

Senat von Berlin

Rotes Rathaus

Jüdenstraße 1

D 10178 Berlin

 

Betr.: Aufruf Gaslicht in Berlin zu erhalten

 

 

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,

 

durch die nicht-staatliche Organisation Denk mal an-Berlin e.V. in Verbindung mit der Initiative Gaslicht-Kultur e.V. wurde Europa Nostra informiert, das Gaslicht in Berlin abgeschafft werden soll.

 

Wir stellen fest, dass Berlin mit seinen 44.000 Galaternen bei weitem die größte Dichte von Gasbeleuchtung in der Welt besitzt – und damit über eine sehr repräsentative Darstellung der Entwicklung der Gasbeleuchtung vom 19. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verfügt. Erhaltung und Überleben von Gaslicht in Berlin sind daher von weltweiter kulturhistorischer Bedeutung.

 

Insbesondere sind wir besorgt, dass die von den Berliner Bezirken durchzuführenden Maßnahmen nicht nur Gas als Energiequelle für Licht abschaffen werden, sondern auch die Masten und Laternen sollen und werden bereits abgebaut, beginnend mit denen nach 1945. Die Benutzung von Gas für Straßenbeleuchtung im Zeitraum nach 1945 ist in sich ungewöhnlich und hat daher historische Bedeutung.

 

Die bisher vertretenen Argumente für den Ersatz von Gas durch elektrischen Strom, z.B. Gefahr für Personen, Flora und Fauna, Umweltpolitik, Erhaltungskosten usw. sind nicht überzeugend. Wir empfinden, dass diese vorgegebenen Argumente weitaus mehr öffentliche Diskussion verdienen als bisher stattgefunden hat. Gas heute ist leicht zugängliche und verfügbare primäre Energie, während elektrischer Strom aus Energiequellen, die selbst zur globalen Wärmung wesentlich beitragen, hergestellt wird.

 

Wir haben zur Kenntnis genommen, dass erhebliches öffentliches Interesse und Potential für die Erhaltung von Gasbeleuchtung besteht, nicht nur bei den Bürgern in den betroffenen Stadtbezirken sondern auch bei Touristen. Busfahrten zu Stadtteilen mit Gaslicht und repräsentativen Laternen der verschiedenen Zeiten, organisiert und durchgeführt durch die Organisation Gaslichtkultur in Verbindung mit Denk-mal-an-Berlin, waren und sind sehr erfolgreich und gut besucht. Während ihrer Sitzung am 10./11. Dezember in Berlin konnten Vorstandsmitglieder von Europa Nostra an einer solchen Busfahrt teilnehmen, konnten sich ein Bild machen, waren sehr beeindruckt von den erlebten Gaslicht und den Laternen und zugleich bedauerten zu hören, dass der Senat von Berlin die Abschaffung bzw. Ersatz von Gas- durch elektrische Licht schon beschlossen hat.

 

In Kenntnis der uns vorgetragenen Information, rufen wir den Senat von Berlin mit Nachdruck auf, seine Pläne zu überprüfen, eine ausführliche öffentliche Debatte und Diskussion einzuleiten und insbesondere ein Moratorium für die Entfernung von Gaslaternen einzusetzen und mit dem Berliner Landesdenkmalamt ins Gespräch zu kommen, um einen Masterplan als Teil des größeren Lichtkonzeptes der senatseigenen Verwaltung für Stadtentwicklung aufzustellen und zu entwickeln. Ein solcher Plan sollte feststellen was genau historische Gasbeleuchtung ist, die Bedeutung von Gasbeleuchtung und Gaslaternen bewerten und festhalten sowie Mittel zur Erhaltung bzw. angemessenen Umnutzung von Gaslaternen vorschlagen.

 

Bei weiteren Fragen, wird Ihnen Frau Agnete von Specht vom Denk-mal-an- Berlin gerne Auskunft erteilen (Tel.: 030 7843 562 oder 0157 5467 8721, Email: mail(at)denk-mal-an-berlin.de, specht(at)denk-mal-an-berlin.de).

 

Für die angemessene Berücksichtigung unserer Empfehlung danken wir Ihnen im Voraus,

 

mit besten Empfehlungen,

 

Denis de Kergorlay, geschäftsführender Präsident

 

 

Europa Nostra sendet diesen Brief zur Kenntnisnahme an:

 

- die Bundesregierung z.Hd. der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel,

- den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Herrn Dr. Peter Ramsauer,

- den Staatsminister für Kultur und Medien, Herrn Dr. Bernd Neumann;

- Frau Doris Pack, MEP, Vorsitzende des Ausschusses Kultur und Bildung, Europäisches Parlament;

- Herrn Gustavo Araoz, Präsident von ICOMOS;

- Herrn Francesco Bandarin, stellvertretender Generaldirektor für Kultur bei der UNESCO;

- das Landesdenkmalamt Berlin, z.Hd. des Landeskonservators Herrn Dr. Jörg Haspel.

 

Pressemitteilung

 

Donnerstag, den 24. November 2011

 

Die Geschichte der Berliner Straßenbeleuchtung begann vor 300 Jahren mit der abendlichen Erhellung durch Öllampen, revolutionierte sich im 19. Jahrhundert durch die Einführung der Gasbeleuchtung und steht heute mit der LED-Einführung wieder vor einem technischen Umbruch, der vor allem durch wirtschaftliche Zwänge verursacht wird.

 

Berlin hat in der Entwicklung der Gasbeleuchtung viel Innovationspotenzial beigesteuert – im Einsatz des Gases durch den Bau von Gasometern, ein riesiges Rohrleitungssystem und der notwendigen Entwicklung spezieller Lampenmasten, Lampen und ihrer Technik - bis zum heutigen solarbetrie-benen Sensor auf den Gasaufsatzlampen, der die Laternen bei Dämme-rung an- und im Morgengrauen selbsttätig ausgehen lässt.

 

Durch den 2. Weltkrieg wurden zwar viele der Straßenlaternen beschädigt, aber in den 50er Jahren wieder historisch nachgebaut.

Bis heute existieren ca. 44 000 Gaslaternen in ca. 2800 Straßen von Zeh-lendorf bis Frohnau, von Britz bis Treptow-Köpenick. Im Ostteil der Stadt sind sie allerdings in den 60er Jahren bis auf wenige Reste abgebaut und durch elektrische Lampen ersetzt worden. Das Gas wird durch verschie-dene Arten von Masten – Bündelpfeilermasten, Peitschenmasten, Kande-laber etc. – zu den Glühköpfen geleitet. Vorteil: Das Gas konserviert die Masten von innen.

Die gusseisernen Bündelpfeilermasten stammen noch aus dem 19. Jh. Später kamen schlichtere Formen, auch Peitschenmasten zum Einsatz.

 

Als Berliner technische Erfindung ist die Reihenleuchte zu nennen, deren Prototyp in der Torgauer Straße in Schöneberg steht. Von diesem Typ stehen noch 8400 im Stadtgebiet, sie sollen als erste abgebaut werden.

Den größten Umfang bilden die mehr als 30 000 vierflammigen Gasauf-satzleuchten, die vor allem Wohnstraßen beleuchten. In Charlottenburg finden sich viele davon im Bereich Gervinusstraße oder als geschlossenes Gaslichtensemble am Amtsgericht in der Holtzendorfstraße, aber auch in Schöneberg rund um den Kleistpark, in Neukölln, Zehlendorf, Reinicken-dorf etc.

An repräsentativen Plätzen, wie in der Charlottenburger Schloßstraße, führte man Wettbewerbe für eine besonders aufwendige Kandelaberausstattung durch. Hier wurden 1903 z.B. 5-armige Kandela-ber aufgestellt.

Neben Reihenleuchten, Gas-Aufsatzleuchten und Kandelabern über-spannte man breitere Alleen auch mit Gas-Hängeleuchten oder versorgte lichtbedürftigere Straßenbreiten mit Gasleuchten, die nicht die üblichen vier Flammen, sondern 9 Flammenköpfe besitzen, wie etwa in der Winscheidstraße.

Eine Besonderheit ist auch in der Charlottenburger Leonhardtstraße zu sehen, in der 4 Reihen Gaslaternen - jeweils eine Leuchte zur Fahrbahn und eine zum Fußgängerweg hin orientiert - stehen.

 

Mit diesen über 44 000 historisch mit der Stadt und ihrer Bausubstanz ge-wachsenen Gasbeleuchtung steht Berlin einzigartig in Europa dar. Eine solch hohe Anzahl von Gasleuchten, ein so dichtes Netz gibt es nicht ein zweites Mal. Deshalb bezeichnet der Verein Denk mal an Berlin e.V. diese Gasbeleuchtung als Besonderes Denkmal.

 

Das in diesem Jahr veröffentlichte Lichtkonzept der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt nun einen hervorragenden Gesamtüberblick über die Beleuchtungssituation in der Stadt und entwickelt unter Berücksichti-gung ökologischer, gesundheitlicher, energetischer und wirtschaftlicher Aspekte Grundanforderungen an die zukünftige Ausstattung Berlins mit Straßenleuchten. Dieses Konzept ist richtungsweisend und soll sowohl von den Bezirken wie vom „Lichtmanager“ Vattenfall angewandt werden.

 

Im Bereich der historischen Berliner Gas-Beleuchtung sollte man das Konzept aber dringend weiter diskutieren und entwickeln. Denn es wird eine fast komplette Aufhebung des Gasnetzes und damit der gerade in den Wohnstraßen so angenehmen, gewohnten Beleuch-tung bis zum Jahr 2020 vorgesehen. Nur ein geringer Teil der Berli-ner Gas-Beleuchtung soll in wenigen Dorfangern erhalten bleiben. Und hier nur mit einem Typ: der Berliner Schinkelleuchte. Das wäre eine Verarmung der historischen Vielfältigkeit und der heute noch ablesbaren technischen Entwicklung.

 

Zu diskutieren - auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten - ist daher nicht nur die Frage der Lichtqualität, sondern auch des Materials. Zumal die Masten häufig aus unverwüstlichem Gusseisen hergestellt sind.

 

Im Lichtkonzept des Senates unterstützt Denk mal an Berlin e.V. viele der Aussagen:

 

o die 300jährige Tradition der Stadtgestaltung durch Leuchten gilt es zu erhalten, zu pflegen und weiter zu entwickeln.

o spezifische, stadtbildprägende Leuchten sind zu erhalten und zu ergänzen

o zu viel nächtliches Licht ist gesundheitsschädlich für Mensch und Tier, daher ist ein niedrigeres Lichtniveau in lichtsensitiven Bereichen einzuhalten

o bei Instandsetzungen und Ergänzungen einzelner oder mehrerer Leuchten ist der Bestand typengleich zu bewahren.

o bestehende Beleuchtungskonzepte sind zu beachten und zu ergänzen, wo sinnvoll.

o je moderater die Beleuchtung der umgebenden Räume, desto besser lassen sich Orte durch Licht akzentuieren

 

Bei einem Gang durch die Berliner Straßen ist jedoch festzustellen, dass nicht nur die Gasleuchten – Gas und Mast - insgesamt beseitigt, sondern abweichende und keineswegs mit dem Original identische Lampen aufge-stellt werden.

 

Denk mal an Berlin e.V. fordert daher zu einem Moratorium auf:

 

 kein weiterer Abbau von standfesten Gaslaternen

 kein weiterer Einbau von Laternentypen, die nicht mit den historisch vor Ort vorhandenen Leuchten identisch sind

 Nutzung des Moratoriums zur Klärung der Ökobilanz (Kosten und Nutzen der Gasbeleuchtung gegen Kosten und Nutzen des völligen Austausches gegen Natriumdampfleuchten, bzw. LED-Leuchten auch unter Berücksichtigung des kulturhistorischen Wertes des Al-leinstellungsmerkmals Gasbeleuchtung)

 Nutzung des Moratoriums zur Klärung der Weiterverwendung des historischen Materials

 

Berlin besitzt mit seinen über 40.000 Gasleuchten europaweit das größte zusammenhängende gasbeleuchtete Gebiet mit unterschiedlichen Lam-penformen, die ebenso zum Stadtbild gehören wie die Architektur. Denn nicht nur unsere Bauten sind typischer Ausdruck einer Zeit, sondern auch die Lampen, die sie bestrahlen. Wir besitzen in Berlin ein einzigartiges technisches, Ein Besonderes Denkmal, gehen wir mit diesem Erbe sorg-fältig um.

Pressespiegel

 

Stellungsnahme der Baukammer Berlin vom 13.04.2012

 

"Fragwürdig - Gaslicht aus in Berlin?"

 

Interview von Andreas Heinz mit Peter Traichel

 

Hier gelangen Sie zum Text.

 

 

Artikel in der Berliner Zeitung vom 31.03.2012

  

"Das Leuchtenmassaker - Ein Zeitalter geht dem Ende entgegen: das der Gasbeleuchtung. Kann auch Licht ein Denkmal sein?"

  

von Nikolaus Bernau

  

Hier gelangen Sie zum Artikel.

 

 

Artikel im Tagesspiegel:

 

"Schwierige Lichtverhältnisse - Streit um Gaslaternen"

 

 von Markus Langenstraß

 

Hier gelangen Sie zum Artikel.

 

 

 

Artikel in der BZ vom 12.12.2011:

 

"Erster Bezirk rüstet 1368 Gaslaternen auf Elektro um"

 

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der erste Bezirk, der jetzt 1368 Gaslaternen (von insgesamt 7692) auf Elektro umrüstet. Eine Parlamentsanfrage zur Rettung der Gaslaternen wurde negativ beantwortet. Aus klimapolitischen Gründen und wegen der Kostenentwicklung gebe es keine Alternative, so der Bezirk. Zu den ersten Straßen, in denen die Lampen umgerüstet werden, gehören die Preußenallee, die Knobelsdorff- und die Bleibtreustraße sowie der Heidelberger und der Lehniner Platz.

 

Hier gelangen Sie zum Artikel auf den Seiten der BZ.

 

 

Artikel in der Berliner Zeitung vom 24.11.2011:

 

"Jessica ist keine große Leuchte"

 

von Iris Brennberger

 

Berlin – Der Senat plant in der Stadt weitgehend auf Elektroleuchten umzusteigen. Dagegen regt sich Widerstand: Der Verein „Denk mal an Berlin“ will stattdessen Berlins Gaslaternen erhalten.

 

Licht ist nicht gleich Licht. Wer aufmerksam durch Berlins Straßen schlendert, findet die unterschiedlichsten Straßenlampen. Allein die Bandbreite an Gasleuchten ist groß: Historische Kandelaber mit sechskantigen Schinkel-Laternen, Gas-Aufsatzleuchten, Reihenleuchten und Gas-Hängeleuchten - sie alle spenden ein warmes, gelbliches Licht. Das könnte sich aber bald ändern. Denn der Senat möchte den Gasleuchtenbestand in den nächsten Jahren weitgehend auf Elektroleuchten umrüsten, um Energie und Kosten zu sparen. Doch dagegen regt sich Protest. Der Verein „Denk mal an Berlin“ würdigte nun die Berliner Gasbeleuchtung als „besonderes Denkmal“ und fordert einen Umrüstungsstopp. Er fürchtet um das historische Erbe Berlins.

 

Vielen Berlinern sei gar nicht bewusst, dass ihre Stadt etwas besonderes ist, sagt Elisabeth Ziemer, Vize-Vereinsvorsitzende. Mit mehr als 44.000 Gaslaternen in 2 800 Straßen sei Berlin das europaweit größte zusammenhängende gasbeleuchtete Gebiet. Die verschiedenen Lampenformen spiegelten ihre Entstehungszeit wider. Eigentlich müsste Berlins Gasbeleuchtung daher als technisches Flächendenkmal betrachtet werden. Doch dem werde weder das Lichtkonzept des Senats, das vor einem halben Jahr vorgestellt wurde, noch die Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU gerecht.

 

Anwohner einbeziehen

 

In beiden Papieren heißt es, dass der Gasleuchtenbestand umgerüstet werden soll. Das Lichtkonzept geht von Energieeinspareffekten von mehr als 90 Prozent aus - mehr als sechs Millionen Euro im Jahr. Ziemer misstraut der Rechnung. Es gebe keine Ökobilanz. Zudem sei unklar, ob Entsorgungskosten für Altmaterial eingerechnet wurden.

 

Dass einige Gebiete von der Umrüstung ausgenommen sind, etwa historische Dorfanger, reicht den Denkmalschützern nicht. Ebenso wenig die Ankündigung, bei der Elektrifizierung würde auf „gaslichtähnliche Lichtfarben“ und die Erhaltung der Mastform geachtet.

 

Was das bedeute, sehe man ja an „Jessica“, sagt Ziemer. Die elektrische Straßenleuchte „Jessica“ soll alle 8 400 Gas-Reihenleuchten ersetzen. Viel zu eckig und viel zu grell sei sie, so Ziemer. Sie fordert, dass original Materialien wie gusseiserne Pfeiler erhalten bleiben. Berlin sollte auch nicht nur auf Strom setzen. Gasleuchten verschwendeten zwar Energie, doch da sei technisch sicher etwas zu machen. Gaslicht habe auch Vorteile: Es sei ein sehr schönes, zurückhaltendes Licht. Zudem locke es keine Insekten an.

 

Ziemer fordert ein Moratorium. Alle Fragen zu Kosten, Nutzen und technischer Machbarkeit müssten geklärt werden. Wichtig sei auch, die Anwohner einzubeziehen. „Viele merken erst, was passiert, wenn die Gasleuchten in ihrer Straße fehlen.“

 

Hier gelangen Sie zum Artikel auf den Seiten der Berliner Zeitung. 

 

 

 

Artikel in der Berliner Morgenpost vom 25.11.2011:

 

"Denkmalschützer fordern Erhalt der Gasleuchten"

 

Von Christine Eichelmann

 

Der Verein "Denk mal an Berlin" startet eine Kampagne zum Erhalt der historischen Gaslaternen in der Hauptstadt. Am Donnerstag verlieh die Initiative zur Förderung der Denkmalpflege den über 40 000 gasbetriebenen Leuchten das vereinsinterne Siegel "Besonderes Denkmal" und rief die neue Landesregierung dazu auf, das im Frühjahr 2011 beschlossene Lichtkonzept zu überdenken. Kritik der ehrenamtlichen Denkmalschützer entzündet sich am Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU. In diesem schreibt die schwarz-rote Koalition unter Verweis auf das Konzept der Vorgängerregierung "aus klimapolitischen Gründen, wie auch wegen der Kostenentwicklung" die Umrüstung des Gasleuchtenbestandes auf Elektroleuchten fest. Ausnahmen soll es nur bei historischen Laternen geben. "Die Gasleuchten sind aber alle historisch", moniert Agnete von Specht, Geschäftsführerin von "Denk mal an Berlin". Der Beschluss sei daher übereilt und ungenau. Tatsächlich, so von Specht, würden bisher lediglich in wenigen Dorfangern oder an repräsentativen Orten wie vor dem Charlottenburger Schloss die alten Laternen erhalten und mit neuen Leuchtmitteln ausgestattet. "Denk mal an Berlin" fordert stattdessen ein Moratorium für die Modernisierung, das zur Klärung der Öko- und Kostenbilanz des Umrüstungsprozesses genutzt werden sollte. Auch der Verbleib der oftmals gusseisernen Gasleuchtenmasten müsse zunächst geklärt werden. "Das alles braucht eine öffentliche Diskussion", sagt von Specht. Berlins historische Gaslaternen verteilen sich über 2800 Straßen und bilden damit das größte zusammenhängende gasbeleuchtete Gebiet Europas. Die Entwicklung von Formenvielfalt und Technik hatte in der Vergangenheit von Berlin in viele andere europäische Länder ausgestrahlt.  

 

Hier gelangen Sie zum Artikel auf den Seiten der Berliner Morgenpost.

 

 

 

Artikel in der Berliner Zeitung vom 03. Dezember 2011:

 

"Im Zwielicht"

 

von Jana Illhardt

 

 

Moderne Beleuchtungskonzepte sind effizient und schonen die Umwelt, dennoch kommen sie bislang nur selten zum Einsatz. Nun führt eine EU-Entscheidung zum Umdenken – auch in Berlin

 

Bricht über Berlin die Nacht herein, erstrahlen viele Sehenswürdigkeiten in hellem Glanz. Auch die ganze Pracht des Roten Rathauses kommt erst voll zur Geltung, wenn es von allen Seiten beleuchtet wird. Nur die linke Turmnische bleibt dunkel, um das Wanderfalkenpaar nicht zu stören.

„Dass man bei der Planung öffentlicher Beleuchtung auf heimische Vögel Rücksicht nimmt, ist die Ausnahme“, sagt Elmar Große Ruse, Referent für Energiepolitik beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Dabei sei die Schädlichkeit von Kunstlicht für Mensch und Tier seit Jahren bekannt. „Fledermäuse etwa bevorzugen Kirchtürme als Quartier. Durch deren undifferenzierte Beleuchtung werden sie verscheucht.“ In städtische Beleuchtungspläne fließe diese Erkenntnisse allerdings nur selten ein. „In vielen deutschen Kommunen herrscht das blanke Lichtchaos.“

Berlin will dieses Problem nun angehen: Ein eigens ins Leben gerufener Lichtbeirat stellte kürzlich seine Ideen zur Optimierung des öffentlichen Beleuchtungssystems vor: „Mit jährlich drei Millionen Euro wollen wir die Lichtverschmutzung in den nächsten Jahrzehnten Schritt für Schritt eindämmen“, sagt Evelyn Hoffschröer vom Bausenat. Doch noch ist man in der Testphase.

 

EU zwingt zum Handeln

 

Lernen könnte der Senat von der schwäbischen Stadt Augsburg. Sándor Isépy, im dortigen Tiefbauamt zuständig für die öffentliche Beleuchtung, beschloss die Modernisierung der Lichtanlagen seiner Stadt, bevor andere Kommunen überhaupt darüber nachdachten. „Durch unsere Maßnahmen können wir heute bis zu 40 Prozent der angeschlossenen Leitungen außer Betrieb nehmen.“ Mit den Ersparnissen werden weitere Modernisierungen refinanziert. Da man nicht immer überall gleich viel Licht benötigt, verfügt Augsburg über eine „Halbnachtschaltung“: Zu festen Zeiten regeln Steuergeräte das Licht auf wenig befahrenen Straßen und in dünn besiedelten Wohngegenden teilweise oder komplett herunter.

Künftig dürften sich bundesweit mehr Kommunen für derartige Modelle interessieren. Denn das EU-Handelsverbot von Quecksilberdampf-Hochdrucklampen ab 2015 zwingt sie ohnehin, auf effiziente Technik umzuschwenken. Augsburg hat die letzte dieser Energieschleudern bereits im Jahr 2000 durch die 25 Prozent sparsameren Natriumdampf- Hochdrucklampen ersetzt. Zugleich erprobt man in bislang 60 Versuchsanlagen die neue LED-Technologie. Die Vorteile der Dioden: Sie weisen eine etwa doppelt so lange Lebensdauer wie vergleichbare Lampen auf und ermöglichen eine gezielte Beleuchtung der Straßen und Wege.

„Zudem gibt es erste Hinweise, dass LEDs für Insekten weniger schädlich sind“, sagt Franz Hölker, Leiter des Berliner Forschungsprojekts „Verlust der Nacht“. „Die UV-Strahlen herkömmlicher Straßenlaternen ziehen Insekten wie ein Staubsauger an.“ So kämen in einer warmen Sommernacht deutschlandweit Milliarden Insekten zu Tode, was Auswirkungen auf ganze Ökosysteme haben könne: „Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot für jene Arten, die sich von Insekten ernähren. Außerdem sind sie wichtig für die Bestäubung von Wildpflanzen.“ Aus den LEDs ließen sich die ultravioletten Wellenlängen hingegen herausfiltern und so das Massensterben verringern.

Nicht nur die Qualität des Lichts, auch die zunehmende Verbreitung von Kunstlicht sei ein Problem. So hätten rund 1 000 Zugvögel innerhalb eines Jahres durch die voll beleuchteten Hochhausfronten des Bonner Post Towers ihre Orientierung verloren, 200 davon starben. „Das liegt daran, dass sich nachtaktive Tiere an einem für den Menschen unsichtbaren „Himmelskompass“ orientieren, der durch das Mondlicht erzeugt wird“, sagt Christopher Kyba von der Freien Universität Berlin. Durch Feinstaub und künstliches Licht könnten sie diesen nur noch ungenau erkennen. „Man muss sich das vorstellen, als liefe man durch dicken Nebel.“ Dieser werde hauptsächlich durch Straßenlaternen und beleuchtete Flächen wie etwa Reklametafeln oder Häuserfronten verursacht. Um jährlich fünf Prozent nimmt die Lichtverschmutzung weltweit zu. „Das raubt den Vögeln und Insekten zunehmend wichtige Energie, die sie für das Brüten und die Aufzucht der Jungtiere benötigen“, sagt der Experte.

Stress, Immunschwächen, vielleicht sogar ein erhöhtes Krebsrisiko – Kunstlicht beeinflusst auch unsere Gesundheit. „Der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus verschiebt sich, wodurch unsere innere Uhr und unser Organismus durcheinander geraten“, sagt der Berliner Forscher Franz Hölker. Dennoch fürchteten die Bürger, dass ökologisch ausgewogene Lichtkonzepte mit einem Anstieg der Kriminalität und mehr Verkehrsunfällen einhergehen. „Es geht aber nicht darum, das Licht auszuschalten, sondern darum, dessen negative Eigenschaften zu reduzieren.“

 

Historische Gaslaternen vor dem Aus

 

Evelyn Hoffschröer vom Berliner Bausenat beruhigt ebenfalls: „Bei einer dunkleren Straßenbeleuchtung gibt es nicht automatisch mehr Autounfälle, solange die Straße gleichmäßig ausgeleuchtet wird.“ Deswegen wolle man das städtische Lichtnetz nach und nach optimieren. Im Vordergrund stünde aktuell die Umsetzung des EU-Verbots. „Wir sind auf einem guten Weg, bis 2015 alle Quecksilberdampf- Hochdrucklampen auf sparsamere Varianten wie LED umzurüsten.“ In der Leibnizstraße testet der Senat die Leuchtdioden bereits. „Zwar muss die Lichtqualität nachjustiert werden, mit dem Gesamtergebnis sind wir jedoch zufrieden.“

Die 44 000 Gaslaternen sollen bis 2020 ebenfalls von Berlins Straßen verschwinden, da die Kosten für deren Betrieb und Unterhalt zu hoch sind. 13 Millionen Euro jährlich gibt der Senat allein für das Gas aus. Mit Strom hingegen ließe sich die gleiche Zahl von Leuchten für nur etwa 1,3 Millionen Euro betreiben. Zugleich fielen die hohen Reparaturkosten weg. „Mit jährlich etwa zwei Störungen pro Stück sind Gaslaternen sehr anfällig“, so Evelyn Hoffschröer. Dennoch gibt es Proteste, etwa vom Verein Denk mal an Berlin. „Die historischen Leuchten sind ein weltweit einmaliges Flächendenkmal, das nicht überstürzt beseitig werden sollte“, sagt Elisabeth Ziemer, stellvertretende Vereinsvorsitzende. Zudem sei die LED-Technologie noch nicht ausgereift. Durch Öffentlichkeitsarbeit wolle man daher eine Diskussion anstoßen und ein Moratorium erzielen. Denn die Abschaffung der 8 000 Gasreihenleuchten hat der Senat bereits beschlossen, die Umrüstung der restlichen wurde lediglich im Koalitionsvertrag vereinbart.

Auch andernorts sehen die Verantwortlichen in den Behörden allmählich ein, dass sie der Lichtverschmutzung entgegenwirken müssen. „Es wird langsam etwas getan, wenn auch eher aus finanziellen Gründen und weniger aus Rücksicht auf die Umwelt“, sagt Christopher Kyba. Dem Wanderfalkenpaar im Turm des Roten Rathauses ist es wahrscheinlich egal, weshalb sie im Dunkeln schlafen dürfen. Sie fühlen sich einfach wohl – erst im vergangenen Frühjahr gab es Nachwuchs.

 

 

Raufeld Medien, erschienen in der Berliner Zeitung am 3. Dezember 2011, Autorin: Jana Illhardt

 

Hier und hier gelangen Sie zum Artikel. 

 

 

 

Artikel in Neues Deutschland vom 28.11.2011:

 

"LED kontra Glühstrumpf"

 

 

Der Berliner Senat will die Gaslaternen aus dem Stadtbild entfernen / Protest vom Denkmalsverein

 

von Andreas Heinz

 

Berlin will nicht mehr lange fackeln. Auf Basis des vor einem halben Jahr vorgestellten Lichtkonzepts für die Stadt möchte der Senat die historischen Gaslaternen nicht nur abschalten und auf Elektrizität umrüsten, sondern auch abbauen und durch historisierende Nachbildungen ersetzen. Insgesamt 44 000 an der Zahl in 2800 Straßen – von Frohnau bis Zehlendorf, von Britz bis Treptow- Köpenick. Nur noch in ländlichen Gegenden der Millionenstadt sollen Gaslaternen weiter leuchten. Ansonsten heißt es: LED und Co. kontra Glühstrumpf.

Diese Pläne rufen den Unmut der Vereinsmitglieder von »Denk mal an Berlin« hervor. Die Entscheidung sei kein leuchtendes Beispiel für die Stadt, so Gründungsmitglied Elisabeth Ziemer. »Mit diesen über 44 000 historisch mit der Stadt und ihrer Bausubstanz gewachsenen Gasbeleuchtung steht Berlin einzigartig in Europa da«, sagt Ziemer. Eine solch hohe Anzahl gebe es kein zweites Mal. Deshalb bezeichnet der Verein die Gasbeleuchtung als »Besonderes Denkmal«.

Gerade in Berlin gebe es noch eine Vielzahl von verschiedenen Laternentypen – von der Modellleuchte aus den Jahren 1893/94, im Volksmund »Schinkelleuchte« genannt, über Hängeleuchten, Aufsatzleuchten und Reihenleuchten. Der Verein »Denk mal an Berlin« kritisiert den Senat in diesem Zusammenhang auch, weil allein die Schinkelleuchte auf wenigen Dorfangern erhalten bleiben soll. Von ihr existieren in Berlin noch etwa 1200 Exemplare.

In der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU vom 23. November heißt es: »Mit der Umsetzung des Lichtkonzepts für die öffentliche Beleuchtung wollen wir einerseits die Ansprüche und Sicherheit und Orientierung gewährleisten und gleichzeitig schädliche Folgen von Licht für Menschen und Tiere mindern. Aus klimapolitischen Gründen wie auch wegen der Kostenentwicklung wird die Koalition den Gasleuchtenbestand auf Elektroleuchten umrüsten, mit Ausnahme der historischen und denkmalgeschützten Gasleuchten.«

Ziemer hält dagegen: »Historisch sind alle Gasleuchten.« Und die vom Senat angeführte Kosteneinsparung von Millionen Euro jährlich steht sie skeptisch gegenüber: »Man muss doch mal gegenrechnen, was die gesamte Umrüstung samt Abbau und Nachbildungen kostet. Das sei wirtschaftlicher Unsinn. Außerdem rotten die abgehängten Systeme im Erdboden dann vor sich hin.« Zudem gebe es bislang keine Ökobilanz.

Zur Umrüstung der Laternen sagt Mathias Gille, Pressesprecher der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: »Gasreihenleuchten verbrauchen 51,7 Gigawattstunden. Bei gleichem Beleuchtungsniveau verbrauchen elektrisch betriebene Leuchten nur 1,9 Gigawattstunden. Alle Gasleuchten zusammen verbrauchen 207 Gigawattstunden. Nach Umrüstung allein der Gasreihenleuchten spart das Land Berlin jährlich rund 2,4 Millionen Euro Energiekosten und etwa 1,6 Millionen Instandhaltungskosten. Bei den anderen Gasleuchten rechnen wir mit einer Energiekosteneinsparung von 90 Prozent.«

Auch das Argument der Klimapolitik überzeugt die Vereinsmitglieder nicht. »Gas wird heute noch in großen Mengen von Betrieben und in Wohnhäusern verwendet. Die Anlagen sind auf dem neuesten Stand und keine Klimakiller. Das müsste bei den Gaslaternen doch auch möglich sein.« Man sei durchaus nicht gegen das Lichtkonzept. Verkehrsstraßen müssten nun einmal anders beleuchtet werden als Wohnstraßen. Doch das Konzept sei ein theoretisches Gerüst, die Umsetzung etwas anderes. Sonst entstehe »Lichtchaos«. Mit Licht müsse inszeniert und damit auch die Architektur hervorgehoben werden.

Kritik üben die Vereinsmitglieder auch am Licht der elektrisch betriebenen Leuchten. Beispiel: das Modell »Jessica«, das die Laternen aus den 50er Jahren ersetzen soll. Viel zu grelles Licht und die Form zu eckig, so die Meinung von »Denk mal an Berlin«. Gaslicht dagegen sei wohltuend.

Der Vorschlag des Vereins zur Rettung der Berliner Gaslaternenvielfalt ist es, ein Moratorium einzuberufen und die Umrüstung von Gas auf Elektrizität zu überdenken. »Wir sollten mal innehalten«, meint Ziemer. Und ihre Mitstreiterin, Geschäftsführerin Agnete von Specht, sagt dazu: »Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis am größten

 

Hier gelangen Sie zum Artikel. 

 

 

Artikel in der Publikation BK-Heft 4/2011 der Baukammer Berlin:

 

"Kulturelles Erbe der Stadt oder nur lästiger Kostenfaktor"

 

von Dipl.- Verwaltungswirtin Bettina Grimm

 

Hier gelangen Sie zum Artikel.

 

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