Buttbrunnen (2004)

Spendenaufruf
"Nicht über Verwahrlosung klagen, sondern aktiv werden"

... mit diesem Appell bat der Schriftsteller und Künstler Günter Grass um Unterstützung bei der Restaurierung des Butt-Brunnens auf der Museumsinsel.

Diesen Aufruf nahmen viele Menschen ernst. Mit Hilfe zahlreicher Spenden in Höhe von rund 12.000 Euro konnte der Naturstein-Brunnen neben dem Alten Museum restauriert werden. Mit dem wiederhergestellten Butt-Brunnen erhält der Lustgarten einen kleinen und belebenden Baustein im Gesamtkunstwerk der Museumsinsel zurück.

Sponsoren

Der Verein Denk mal an Berlin e.V. bedankt sich bei allen Freunden,
Helfern und Förderern!

Besonderer Dank für die Unterstützung geht an:

  • Deutsche Stiftung Denkmalschutz
  • Landesdenkmalamt Berlin
  • Wall AG

Der Buttbrunnen am Alten Museum

Im Zuge der Neugestaltung des Lustgartens durch Karl Friedrich Schinkel im Jahr 1830, wurde auch die Ufermauer am Kupfergraben sowie eine baumbepflanzte Promenade zwischen Altem Museum und Kupfergraben angelegt. Als 1914/16 die sogenannte Eiserne Brücke über den Kupfergraben im Rahmen ihrer Erneuerung höher gelegt und damit auch das Niveau der Museumsstraße entsprechend angeglichen wurde, überbrückte man den Höhenunterschied von der Straße zum Lustgarten durch eine zweiläufige Treppenanlage.

Die straßenseitig gelegene Stützmauer mit Blick auf die kleinere davor liegende Terrasse hat man 1916 im Auftrag des Magistrates von Berlin mit einem Wandbrunnen aus fränkischem Muschelkalk aufgeschmückt. Dieser Brunnen hatte einen wasserspeienden Fisch in Form eines Butts als Vorbild, der sich am Rande des 1830 ebenfalls von Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius errichteten Stibadiums, bei den Römischen Bädern zu Charlottenhof in Potsdam, befand. Als Bildhauer für den Berliner Brunnen ist Robert Schirmer (1850-1923) nachgewiesen.

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