Gefeierter Erfolg dank Ihrer Hilfe!

Iffland-Grab restauriert (2010)

Von links: Hans-Jürgen Schatz, Dr. Klaus von Krosigk, André Schmitz

Als Kuratoriumsmitglied des Berliner Vereins Denk mal an Berlin e.V. setze ich mich mit Nachdruck für Orte in Berlin ein, die sich in teils traurigem Zustand befinden. Dazu gehören leider auch die historischen Friedhöfe meiner Heimatstadt. Diese Friedhofslandschaft ist nicht nur das „Gedächtnis unserer Stadt“, sie ist auch Spiegelbild eines bedeutenden Teils des Geisteslebens im Berlin des 18. und 19. Jahrhunderts. Hier liegen neben anderen Felix Mendelssohn Bartholdy, E.T.A. Hoffmann, Adalbert von Chamisso, Ludwig Tieck und Adolph von Menzel begraben.
Ihre Gräber sind in einem würdigen Zustand. Von der Grabstätte meines überragenden Theaterahnen August Wilhelm Iffland konnte man das leider nicht sagen. Deshalb habe ich mich in den vergangenen eineinhalb Jahren für die Restaurierung der Grabanlage eingesetzt. In der Rückschau kann ich sagen, es war teils harte Arbeit, was hier zu leisten war, aber: Es hat sich absolut gelohnt.

Voller Freude und Dankbarkeit konnte Denk mal an Berlin e.V. nun zur Übergabe der restaurierten Grabstätte an die Öffentlichkeit einladen. Am 22. September 2010, Ifflands Todestag, haben wir uns auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Berlin-Kreuzberg zu einer Feierstunde mit Berlins Gartendenkmalpfleger und stellvertretendem Landeskonservator Dr. Klaus-Henning von Krosigk und dem Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz  versammelt. Der Berliner Philharmoniker Philipp Bohnen (Violine) hat dem Festakt den würdigen musikalischen Rahmen verliehen.

Nachstehend finden Sie eine Chronologie der Ereignisse, die zu diesem glücklichen Abschluß geführt hat. Denk mal an Berlin e.V. und ich danken allen, die dazu beigetragen haben, die Grabstätte dieses nicht nur für Berlin so bedeutenden Theatermannes wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen.

Ihr Hans-Jürgen Schatz

Grabstätte von August-Wilhelm Iffland

Die Grabstätte des großen Schauspielers, Regisseurs, Theaterautors und Intendanten August Wilhelm Iffland (1759-1814) befindet sich auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde. Dieser Friedhof wurde 1796 angelegt und gehört zu den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor. Diese Friedhofsanlage besteht seit 1735 und ist damit die Älteste, auf der auch heute noch bestattet wird.

August Wilhelm Iffland wurde 1759 in Hannover geboren. Er spielte Franz Moor in der Erstaufführung von Friedrich von Schillers Stück „Die Räuber“, schrieb Stücke wie "Der Einsiedler" und "Luassan" und war Direktor des Königlichen Nationaltheaters in Berlin, dem heutigen Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Seine kunstvollen bis ins Detail berechneten Darstellungen, zeichneten sein Schauspiel aus und machten ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Schauspieler seiner Zeit. So sagte Friedrich Schiller einst über seinen lebenslangen Freund: "Teutschland wird in diesem jungen Mann noch seinen Meister finden". Iffland starb im September 1814 in Berlin.

Sanierung

Um das Erscheinungsbild der Grabstätte von Iffland zu verbessern sind Stein- und Metallrestaurierungsarbeiten sowie eine gärtnerische Gestaltung notwendig. Das Grabgitter einschließlich der Tür muss instand gesetzt, die Sandsteinpfeiler gereinigt und Risse in den Fundamenten der Einfriedung geschlossen werden. Die Schrifttafel soll vier Bronzerosetten erhalten und die Vorder- und Rückseite der Grabwand müssen ausgebessert werden.

Gesamtkosten: 35.000 Euro

Berlin gratuliert Curth Flatow zum 90. ******** Hans-Jürgen Schatz moderiert Geburtstagsgala

Am 10. Januar 2010 feierten das Theater am Kurfürstendamm und der Berliner Theaterclub e.V. den 90. Geburtstag von Deutschlands Autoren-König des Boulevardtheaters, dem Erfinder feiner Pointen für Bühne, Film und Fernsehen: Curth Flatow, der mit seiner Familie in einer Ehrenloge Platz genommen hatte.

Neben Filmausschnitten aus den Bühnenerfolgen wie „Vater einer Tochter“, „Der Mann, der sich nicht traut“ und „Das Geld liegt auf der Bank“ präsentierte Hans-Jürgen Schatz, Kuratoriumsmitglied von Denk mal an Berlin e.V., die Publikumslieblinge der KuDamm-Bühnen. Zu den Geburtstagsgästen mit gesungenen und rezitierten Überraschungen zählten: Dagmar Biener, Brigitte Grothum, Edith Hancke, Ursula Heyer, Peer Schmidt, Barbara Schöne, Friedrich Schoenfelder, Klaus Sonnenschein, Wolfgang Spier, Wolfgang Völz, Jürgen Wölffer und die Schöneberger Sängerknaben.

Den Erlös dieser Benefizmatinée in Höhe von 6.450 Euro hat der Präsident des Berliner Theaterclubs e.V. Otfried Laur für die Wiederherstellung der Iffland-Grabstätte an Denk mal an Berlin e.V. überwiesen. Unser Verein und der Initiator der Restaurierungsaktion Hans-Jürgen Schatz danken herzlich. Wir sind glücklich über den aktuellen Spendenstand von rund 20.000 Euro. Es darf nunmehr von einem Arbeitsbeginn an der Grabanlage im Frühjahr 2010 ausgegangen werden.

"Hans-Jürgen Schatz und Freunde" für das Iffland-Grab in Berlin

Hans-Jürgen Schatz mit Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin und Dr. Jutta Weber, Stellv. Leiterin der Handschriftenabteilung (v.r.n.l.)
Foto: © Adrian Jankowski Photography

"Die Nachwelt flicht dem Mimen keine Kränze", behauptet August Wilhelm Ifflands (1759-1814) lebenslanger Freund Schiller im "Wallenstein"-Prolog.
Am 13. Oktober 2009 sind "Hans-Jürgen Schatz und Freunde" im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothk zu Berlin erfolgreich angetreten, um das Gegenteil zu beweisen.

"Wer sonst, wenn nicht wir vom Theater?", fragte der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz, der diesen Benefizabend initiiert und mit Freunden u. a. der Deutschen Oper Berlin und den Berliner Philharmonikern zu einem großartigen Publikumserfolg geführt hat, mit einer vorläufigen Einnahme von rund 5.000 Euro, Neueintritten in den Verein Denk mal an Berlin e. V. und weiteren Spendenankündigungen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer trugen zum Erfolg des Abends bei.

Damit sind Denk mal an Berlin e. V. und sein Kuratoriumsmitglied Hans-Jürgen Schatz mit Hilfe der gastgebenden Staatsbibliothek zu Berlin, die exklusiv an diesem Abend Iffland-Originalhandschriften präsentierte, dem Ziel der Spendenaktion ein gutes Stück näher gekommen, im nächsten Frühjahr mit der Sanierung der Grabanlage auf dem Friedhof am Halleschen Tor beginnen zu können.

Diesem Programm war im Mai 2009 eine Konzertlesung mit Schatz und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker im Schloss Tegel (Humboldt-Schloss) vorausgegangen, die rund 10.000 Euro brachte.

Die für die Sanierung benötigte Gesamtsumme beläuft sich auf 35.000 Euro. Deshalb bitten Hans-Jürgen Schatz und Denk mal an Berlin e. V. um Spenden mit dem Kennwort: "Iffland" auf das Konto:
Denk mal an Berlin e. V.
Konto: 104 347 36 
Bankleitzahl: 120 30 000

Mitwirkende:
Claudia Barainsky (Sopran) | Michael Kaune (Sopran) | Ulrike Helzel (Mezzosopran)
Christoph Hartmann (Oboe)
Dimitri Ashkenazy (Klarinette)
Reinhold Wolf (Violine)
Knut Weber (Cello)
Holger Groschopp (Klavier) | Daniela Hlinkova (Klavier) | Alexander Schmalcz (Klavier)
Hans-Jürgen Schatz (Rezitation und Moderation)
Kompositionen von Bizet, Busoni, Mozart, Ridout, Pasculli, Schubert, Schumann, R. Strauss und Strawinsky

Das Programm des Abends.

Denk mal an Berlin e.V. – Dem großen Theatermann

(v.l.n.r) Prof. Dr. Frank Schneider, Hans-Jürgen Schatz, André Schmitz, Dr. Klaus v. Krosigk
Foto: © Adrian Jankowski Photography

Kulturstaatssekretär André Schmitz und Hans-Jürgen Schatz, Kuratoriumsmitglied von Denk mal an Berlin e.V., haben am 22. September 2009 aus Anlass des 195. Todestages von August Wilhelm Iffland am Grab des Dichters einen Kranz vor dem Ehrengrab niedergelegt.

Im Rahmen des Begleitprogramms sprach Prof. Dr. Frank Schneider, Intendant a.D. des Konzerthauses Berlin, Worte des Gedenkens und erinnerte an Iffland sowohl als Schauspieler, als auch als Regisseur und Intendant. Das musikalische Programm wurde durch das Blechbläser-Quartett des Konzerthaus-orchesters Berlin gestaltet. Es spielten: Sören Linke, Stefan Stadtfeld sowie Helge von Niswandt (Trompeten) und Jörg Gerhardt (Posaune).

André Schmitz würdigte die Leistung Ifflands, der das Nationaltheater zu einer festen Institution des öffentlichen Lebens entwickelt hat. Aus diesem Grund setzt er sich gemeinsam mit Denk mal an Berlin e.V. für die notwendige Sanierung der Grabanlage ein. Hans-Jürgen Schatz: „Der große Theatermann August Wilhelm Iffland verdient eine ihm und seiner Leistung würdige Grabanlage.“ Um diesem Ziel näher zu kommen, wird ein Benefizkonzert am 13. Oktober 2009 in der Staatsbibliothek einen weiteren wesentlichen Beitrag leisten. Das Programm "Hans-Jürgen Schatz und Freunde" möchte mit einem farbenreichen und kurzweiligen Programm einen Abend lang unterhalten.

Erfolgreiche Benefizveranstaltung für das Iffland-Grab

Die erste Benefizveranstaltung am 18. Mai 2009 im Schloss Tegel für die Sanierung der Grabstätte von August-Wilhelm Iffland war ein Erfolg. Dank der großartigen Resonanz konnte eine Spendeneinnahme von rund 10.000 Euro erzielt werden.

Denk mal in Berlin e.V. und die Besitzer des Schloss Tegel, Christine und Ulrich von Heinz, luden zum Konzert mit Lesung in das denkmalgeschützte Anwesen. Im Antikensaal versammelten sich 80 Gäste und lauschten dem Quartett der Berliner Philharmoniker und den Rezitationen des Schauspielers Hans-Jürgen Schatz. Herr Dr. Klaus von Krosigk, stellv. Landeskonservator, Landesdenkmalamt Berlin, wies in seinem Kurzvortrag auf die denkmalpflegerische Bedeutung des Friedhofs und seiner Gräber hin. Mit einem festlichen Empfang im Garten des Schlosses Tegel klang der gelungene Abend aus.

Programm

Begrüßung ULRICH VON HEINZ, Hausherr Schloss Tegel

Begrüßung HANS WALL, Vorstandsvorsitzender von Denk mal an Berlin e.V.

Der Verein Denk mal an Berlin e.V.
ANDRE SCHMITZ, Staatssekretär, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten

W.A. Mozart

Quartett C-Dur nach KV 285

(1756 – 1791)

Allegro – Adagio – Rondo, Allegretto

E.T.A. Hoffmann        

“Der Musikfeind“

(1776 – 1822)

Charles Bochsa

Romance favorite Francaise für Oboe,Violine, Viola und Cello

(? – 1821)

E.T.A. Hoffmann

„Johann Kreislers, des Kapellmeisters, musikalische Leiden“

W.A. Mozart 

Quartett F-Dur KV 370

Allegro – Adagio – Rondo, Allegro

Sanierung der Grabstätte von A.W. Iffland

DR. KLAUS VON KROSIGK, stellv. Landeskonservator des Landesdenkmalamtes Berlin

 

CHRISTOPH HARTMANN – OBOE

CHRISTOPH V.D.NAHMER – VIOLINE

MARTIN STEGNER – VIOLA

JAKOB SPAHN – VIOLONCELLO

HANS-JÜRGEN SCHATZ – REZITATION

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