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Vorweihnachtliches Treffen

In diesem Jahr fand unser vorweihnachtliches Treffen am Freitag, den 16. Dezember 2016 um 18:00 im Gemeindehaus St. Petri - St. Marien, Klosterstraße 66, 10179 Berlin statt.

 

Im Mittelpunkt des Abends stand wie in den letzten Jahren ein Vortrag: Der Kunsthistoriker Dr. Guido Hinterkeuser, Autor des grundlegenden Werks „Das Berliner Schloss. Die erhaltene Innenausstattung – Gemälde, Skulpturen, dekorative Kunst“, hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, uns einen Überblick über hervorragende Kunstgegen-stände im Berliner Schloss zu geben, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Er stellte exemplarisch die damalige Präsentation vor und machte mit Werken vertraut, die sich teilweise über Jahrhunderte im Herzen Berlins befanden, heute jedoch auf verschiedene Schlösser und Museen in Berlin und Brandenburg verteilt sind. Der Vortrag regte dazu an, über eine angemessene Einbeziehung der erhaltenen historischen Ausstattung nachzudenken und somit der ur-eigenen Geschichte des Ortes gerecht zu werden.

 

Herr Dr. Hinterkeuser ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft Berliner Schloss e. V., die sich unter anderem für die Wiederherstellung mindestens eines kunsthistorisch bedeutenden Raumes im wieder aufgebauten Berliner Schloss einsetzt.

 

Im Anschluss kam man in zwangloser Runde zu einem Buffet zusammen.

Exkursion in die Friedrichswerdersche Kirche am 24.11.

Am Donnerstag, den 24. November 2016 luden wir zu einer Führung durch die Friedrichswerdersche Kirche mit Pfarrer Stephan Frielinghaus ein.

 

Wie Sie alle wissen, ist die Zukunft der Friedrichswerderschen Kirche stark bedroht. 2012 musste sie wegen Bauschäden geschlossen werden. Verursacht wurden diese durch das Ausheben einer sieben Meter tiefen Baugrube für eine Tiefgarage, die zu den direkt neben der Kirche entstehenden mehrgeschossigen Luxuswohnungen („Kronprinzengärten“) gehört. Pfarrer Frielinghaus ermöglichte uns einen Blick ins Kircheninnere  und informierte über den aktuellen Stand der Gefährdung.

 

Die Friedrichswerdersche Kirche, 1824 bis 1831 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut, war der erste neogotische Backsteinbau Berlins und ist heute das älteste noch erhaltene Gebäude in Friedrichswerder. Mit dieser Kirche nahm Schinkel wesentlichen Einfluss auf den Kirchenbau des 19. Jh. und regte die Wiederaufnahme traditioneller märkischer Backsteinkunst an. 1945 erlitt das Gebäude schwere Schäden. Dabei ging auch die von Schinkel selber entworfene malerische Ausgestaltung des Kircheninneren fast völlig verloren. 1982 bis 1987 fand eine Wiederherstellung und Restaurierung des Bauwerks statt. Im Inneren war danach die bauzeitliche Fassung wieder erlebbar. Nach einer erneuten Restaurierung 1997 bis zur erzwungenen Schließung stellte die Nationalgalerie hier Skulpturen klassischer Bildhauer der Berliner Schule aus.


Fotos: © Ursula Krüger

Außenansicht der Kirche mit Neubau
Gerüst im Inneren der Kirche

Exkursion in die Alte Bäckerei Pankow am 16.11.

Am Mittwoch, den 16. November 2016 luden wir zu einer Führung in der Alten Bäckerei Pankow, mit unserem Mitglied und Inhaberin Frau Deus.

 

Die Alte Bäckerei wurde 1875 eröffnet. Bis 1964 wurde hier gebacken, dann musste das Geschäft aufgrund von Krankheit aufgegeben werden. Noch bis zum Jahre 2000 lebte die Witwe des Bäckers im Haus. Das Anwesen wurde ab 2001 unter der Leitung von Frau Deus denkmalgerecht saniert und in ein Museum mit Schaubäckerei umgewandelt, in der heute mehrmals wöchentlich frisches, hand-gemachtes Brot gekauft werden kann.

Denk mal an Berlin e.V. hat 2008 die Bäckerei als „Das Besondere Denkmal“ ausgezeichnet und die Rekonstruktion einer historischen Wasserpumpe im Innenhof finanziell unterstützt.

 

Das Museum in der Alten Bäckerei ist einen Besuch wert, geöffnet ist es Dienstag 11 bis 17 Uhr
und nach telefonischer Anmeldung (auch für Einzelpersonen). 

In der historischen Bäckerei kann dienstags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr frisches Brot gekauft werden. 

Weitere Informationen zur Alten Bäckerei gibt es unter http://www.alte-baeckerei-pankow.de/index.php

Exkursion nach Schloss Britz am 12.10.2016 um 15:00 Uhr


Fotos: © Thomas Knoll

 

Am Mittwoch, den 12. Oktober 2016 um 15:00 Uhr luden wir zu einer Veranstaltung in Schloss Britz mit Herrn Dr. Klaus-Henning von Krosigk ein.

 

Im Anschluss an einen Rundgang durch den Schlosspark, das Schloss Britz und die Besichtigung des Schlossmuseums stellte Herr Dr. von Krosigk sein neuestes Buch, „Gartenkunst in Berlin – Schmuckplätze, Gärten & Parkanlagen in der Hauptstadt“ im Festsaal des Schlosses vor.

 

Das Schloss Britz mit dem anliegenden Gutshof und Schlossgarten wurde 1706 erbaut. Der Schlossgarten wurde 1986-1988 restauriert und ist einer der wenigen vollständig erhaltenen Gärten dieser Art. Das Schloss beherbergt ein Museum, welches unter anderem eine Dauerausstellung mit Originaleinrichtung der Gründerzeit führt.

Exkursion zum "Haus Dittmar" am 28.9.2016

Am Mittwoch, den 28. September 2016 um 15:00 Uhr luden wir zu einer Besichtigung der Bauhauskirche „St. Martin“ und anschließender Führung mit unseren  Mitgliedern Dr. Dr. Ute Linz und Dr. Peter K Bachmann durch ihr Privathaus „Haus Dittmar“ in Berlin-Kaulsdorf ein.

 

In Anlehnung an romanische Basiliken wurde die denkmalgeschützte Kirche „St. Martin“ 1929-1930 im Stil der neuen Sachlichkeit erbaut. Entworfen wurde sie 1928 vom Architekten Josef Bachem, der in der Gestaltung des Kirchturms mit einem senkrechten Fenster auf den durch St. Martin geteilten Mantel anspielt.

 

Das Wohnhaus „Haus Dittmar“ wurde 1932 vom Architekten Edmund Dittmar erbaut. Während die Villen der Moderne im Westen der Stadt recht bekannt sind, ist dieses Haus eines der  wenigen Gebäude im Stil der neuen Sachlichkeit in Osten Berlins. Mit der unverputzten, aus verschiedenfarbigen Backsteinen bestehenden Fassade und dem Aufbau aus sich überschneidenden Kuben wirkt das Haus spannungsreich und bildet  einen starken Kontrast zu umliegenden Gebäuden.

Für die fachgerechte Sanierung  des Denkmals „Haus Dittmar“ werden Frau  Dr. Dr. Ute Linz und Herr  Dr. Peter K Bachmann am 1.12.2016 mit der „Ferdinand-von-Quast“-Medaille, dem höchsten Berliner Denkmalpflegepreis ausgezeichnet.

Foto: © Thomas Knoll

 


Sommerexkursion Havelland - Württembergische Straße 6-10, Nähe Fehrbelliner Platz, 10707 Berlin, am 16. Juli 2016

Hier sehen Sie das Programm und einige Impressionen der Sommerexkursion. Klicken Sie einfach auf ein Bild um es zu vergrößern.

Fotos: © Ursula Krüger

 

Schloss Tegel
Funkstation Nauen - Bau von Hermann Muthesius
Funkstation Nauen - innen
Schloss Ribbeck
Garz - Herrenhaus

Impressionen vom Richtfest in der Parochialkirche

Am Freitag, den 1.7.2016 fand das Richtfest der Kirchturmspitze in der Parochialkirche statt. Hier sehen Sie das Programm und einige Impressionen der Veranstaltung.

(Für eine vergrößerte Ansicht eines Bildes einfach darauf klicken)

 

Fotos: © Thomas Knoll

Mitgliederversammlung im Großen Saal des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem, am 25.06.2016

Aus Anlass der Mitgliederversammlung luden wir zu einer Führung durch das in Sanierung befindliche Martin-Niemöller-Haus sowie das benachbarte Gelände ein. Das Pfarrhaus Martin Niemöllers bildet gemeinsam mit der St.-Annen-Kirche, dem Kirchhof und dem historischen Gemeinde-haus, dem Ort der Dahlemer Bekenntnissynode von 1934, ein authentisches Zeugnis der Erinnerung. Die gesamte Anlage steht als „Ensemble Dahlem Dorf“ unter Denkmalschutz. Das Martin-Niemöller-Haus selbst wurde zusammen mit dem Garten 1910 im englischen Landhausstil durch den Architekten Heinrich Straumer (1876-1937) errichtet, dessen bekanntestes Bauwerk der Berliner Funkturm ist.

 

Fotos : Kay-Uwe von Damaros

Werkstattführung mit Schaugießen in der Kunstgiesserei Flierl, am 22. April 2016

Eine Führung mit Frau Anke Schirlitz, Geschäftsführerin und Kunsthistorikerin, und Herrn Rico Rensmeyer, dipl. Bilhauer und Geschäftsführer.

 

Die Kunstgiesserei Flierl wurde 1992 von dem Bildhauer und Kunstgießer Marco Flierl gegründet und hat sich der besonders engen, schöpferischen Zusammenarbeit mit Auftraggebern und Künstlern verschrieben. Diese Tradition wird auch von den neuen Inhabern, dem Team um Anke Schirlitz und Rico Rensmeyer fortgesetzt. Die Gießerei stellt Kunstwerke von mini bis monumental in Bronze und Aluminium, aber auch in anderen Metallen her. Dabei wird das klassische Wachsausschmelzverfahren angewandt. Die Werkstattführung mit anschließendem Schaugießen bietet die Möglichkeit den sehr aufwändigen Herstellungsprozess einer Bronzeplastik zu erleben.

 

Im Showroom der Gießerei wurde die aktuelle Ausstellung Bronzeplastiken und Zeichnungen des Bildhauers Michael Jastram präsentiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Thomas Knoll

Besichtigung der alten Müllverladestation und der KPM Ofenhalle

                                 

 

Am Donnerstag, den 31. März 2016 luden wir zu einer Besichtigung der alten Müllverladestation und der KPM Ofenhalle mit Herrn Dr. Hubert Staroste, Leiter des Fachbereichs Denkmal-Inventarisation und Denkmal-Vermittlung im Landesdenkmalamt, ein.

 

Die 1935/36 von Paul Baumgarten errichtete, ehemalige Müllverladestation befindet sich am Zusammenfluss von Spree, Landwehrkanal und Charlottenburger Verbindungskanal und ist ein Beispiel des fortlebenden Neuen Bauens in der NS-Zeit. Da die Müllfahrzeuge in ununter-brochener Reihenfolge in die Halle einfahren, ihre Ladung durch Schütttrichter in einen darunter liegenden Kahn entleeren, wenden und das Gelände ohne Gegenverkehr verlassen konnten, galt die frachtschiffähnliche Anlage als vorbildlich. 1954 wurde sie stillgelegt und zunächst als Depot für Straßenreinigung genutzt. Heute beherbergt das Gebäude das prominente Architekturbüro Kleihues+Kleihues.

 

Die Historische Ofenhalle wurde von 1868 bis 1872 nach Plänen des Berliner Architekten Gustav Möller – der zugleich Direktor der KPM war – und dem Ingenieur Georg Mendheim erbaut und 2000 bis 2003 von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes aufwändig saniert. In einem imposanten Gebäude mit markanter Dachkonstruktion aus 14 Stahlfachwerkbindern befindet sich die Historische Ofenhalle, in der noch bis 1963 Porzellan gebrannt wurde.

 

 

Besichtigung der St. Ansgar Kirche und Kaiser-Friedrich Gedächtniskirche

Katholische Kirche St. Ansgar
Sanierter Innenraum St. Ansgar
Fensterwand St. Ansgar
Altar vor der Mosaikwand der Kaiser-Friedrich Kirche
Lichtwand der Kaiser-Friedrich Kirche

am Mittwoch, den 17. Februar 2016 um 14:00 Uhr führte uns Frau Dr. Sabine Schulte, Referentin im Landesdenkmalamt mit dem Schwerpunkt sakrales Kulturerbe, durch die Katholische Kirche St. Ansgar im Hansaviertel. Der Vorsitzenden des Bauausschusses, Herr Dipl.-Ing. Klaus Meermeier, erläuterte uns die gerade erfolgten Restaurierungsmaßnahmen.

 

Im Anschluss zeigte uns Herr Ernst Krüger die reiche Innenraumgestaltung und die eindrucksvolle Lichtwand der benachbarten Evangelischen Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche.

 

Beide Kirchen entstanden 1957 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung als Ersatz für die im Krieg zerstörten Vorgängerbauten. Die Architekten. Wiily Kreuser (St. Ansgar) und Ludwig Lemmer (Gedächtniskirche) entwarfen sehr verschiedene Sakralbauten in Stahlbeton-Skelettbauweise, die sich auf besondere Weise in die übrigen Bauten der Nachkriegsmoderne im Hansaviertel einfügen.

Führung durch die Schlossbauhütte

Herr Just erläutert die geplante Umsetzung des Schlosses
Model der Schlossbauhütte
Abgüsse der Originalfiguren
Detaillierte Nachbildungen der Originalteile
Die Bildhauer bei ihrer Arbeit

am Dienstag, den 26. Januar 2016 luden wir zu einer Führung durch die Schlossbauhütte, Askanierring 74,  Berlin-Spandau mit ihrem Leiter Herrn Bertold Just ein.

 

In der nicht öffentlich zugänglichen Schlossbauhütte werden sämtliche noch vorhandenen Originale der alten Stadtschlossfassade und alle bereits gefertigten Modelle von rekonstruierten Naturstein-Schmuckelementen der historischen Fassaden des Berliner Schlosses zusammengeführt. 

 

Bildhauer und Restauratoren sind dabei, die noch vorhandenen Originale wieder aufzuarbeiten und die neuen Modelle für die Wiederherstellung der barocken Fassadenschmuckelemente nach Fotografien, Messbildern, Planunterlagen und anderen historischen Dokumenten herzustellen. Dies betrifft vor allem künstlerisch besonders anspruchsvolle und herausragende Prototypen. Auch neue Originale aus Naturstein werden teilweise in der Schlossbauhütte gefertigt. Im  Rahmen der Führung durch Herrn Just hatten unsere Mitglieder die Gelegenheit Bildhauer und Restauratoren bei ihrer Arbeit zu sehen.

Führung durch das Alte Stadthaus

Am Donnerstag, den 14. Januar 2016 um 14:00 Uhr und 15:30 Uhr luden wir zu einer Führung durch das Alte Stadthaus, Klosterstraße 47, 10179 Berlin-Mitte mit Frau Dr. Anna Maria Odenthal, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesdenkmalamt, ein.

 

Das Alte Stadthaus ist ein repräsentatives Verwaltungsgebäude, das in den Jahren 1902 bis 1911 nach Entwürfen des damaligen Stadtbaurats Ludwig Hoffmann für den Berliner Magistrat errichtet wurde. Hoffmann schuf ein monumentales Gebäude mit fünf Innenhöfen und einem dreigeschossigen, tonnengewölbten Festsaal, dem berühmten Bärensaal.

 

Von 1956 bis 1990 diente das Alte Stadthaus als Sitz der DDR-Ministerpräsidenten. Ab 1992 waren hier zwei Berliner Außenstellen der Bonner Bundesregierung Bundesregierung untergebracht. Nach umfangreicher Reno-vierung Mitte der 1990er Jahre beherbergt das Alte Stadthaus heute die Berliner Senatsverwaltung für Inneres sowie das Landesdenkmalamt.



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