Denk mal an Berlin / Förderprojekte ⁄ Parochialkirche


Werbetrailer

Denk mal an Berlin e.V. wird ab August mit diesem Trailer an einer der größten Innovationen in der Geschichte der Außenwerbung teilhaben, denn ab sofort wird am Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße nur noch digital geworben.

Hier können Sie den Trailer anschauen.

Spenderin stiftet eine Löwenfigur für die Parochialkirche

Nachbildung des Löwenkopfes durch den Schmied, Restaurator i.H., Bildhauer Bernd Helmich

Der Tag des offenen Denkmals (2009) am vergangenen Wochenende ging für den Verein Denk mal an Berlin e.V. mit einer Erfolgsmeldung zu Ende: Eine Bürgerin spendete spontan 15.000 Euro für die Wiederherstellung einer Löwenfigur. Die Turmbekrönung der Parochialkirche war ursprünglich von vier Löwen flankiert. Die prächtigen Figuren befanden sich an den Ecken der Turmspitze, oberhalb des Glockengeschosses.

 

„Ich freue mich über diese spontane und großzügige Unterstützung – für das beispielhafte Engagement bedanke ich mich herzlich!“, so Hans Wall, Vorstandsvorsitzender des Vereins. „Von dem historischen Klosterviertel sind heute nur noch Versatzstücke erkennbar. Mit der Wiederherstellung des Parochialkirchturms möchte Denk mal an Berlin e.V. dazu beitragen, ein verlorenes Stück Berlin zurückzugewinnen – hierzu kann jeder seinen Beitrag leisten.“

 

Der gemeinnützige Verein zur Förderung der Denkmalpflege, Denk mal an Berlin e.V. kümmert sich gemeinsam mit der Kirchengemeinde um die Wiederherstellung der Turmspitze. Für die Anfertigung des Architekturschmucks – wie Kaiserstil mit Sonne, Turmuhr und die filigran gestalteten Kapitelle – oder den Nachguss der Glocken sucht der Verein weitere Stifter. Insgesamt werden 3 Millionen Euro für die Turmrekonstruktion benötigt.

Parochialkirche (2008-2012)

Im historischen Zentrum Berlins, dem seit dem Mittelalter urbanen Klosterviertel, wurde 1703 die Parochialkirche (‚Parochie’ heißt ‚Pfarrbezirk der Kirchengemeinde’) als Stadtkirche für die reformierte Gemeinde eingeweiht. Die Parochialkirche gilt als erster barocker Kirchenbau von Rang in Berlin, dessen Eingangsfassade „den gleichzeitigen Bauten des Hofes in keiner Weise nachstand und zum besten der Berliner Barockarchitektur um 1700 gehört“ (Prof. Badstübner-Gröger) Der Entwurf stammte von dem neben Schlüter bedeutendsten Berliner Baumeister der Zeit, Johann Arnold Nering, und wurde von dessen Schüler Martin Grünberg vollendet.
 
Zu ihrer das Stadtbild prägenden Wirkung trug bis 1944 die markante obeliskartige Turmspitze bei (1713/14 von Philipp Gerlach, nach Zeichnungen Jean de Bodts), die das berühmte, von König Friedrich-Wilhelm I. gestiftete Glockenspiel mit 37 Glocken beherbergte. Ein Luftangriff machte die Kirche 1944 zur Ruine, die Turmspitze wurde vollständig zerstört. In den 1990er Jahren wurde das barocke Äußere des Kirchenbaus durch den Architekten Jochen Langeheinecke wieder hergestellt. Die Kirche musste ihren Turm jedoch weiterhin entbehren.
 
Der Verein Denk mal an Berlin e.V. hat sich der Rekonstruktion des Turms der Parochialkirche angenommen. „Mit dem Parochialkirchturm erhält die Stadt in ihrer alten Mitte einen ihrer schönsten Kirchentürme und ein historisches Wahrzeichen wieder. Ein Juwel Berliner Barockbaukunst wird wieder den Klang von 37 Glocken aussenden.“ sagt der Vorstandsvorsitzende Hans Wall. Staatssekretär André Schmitz ergänzt: „Eines der wichtigen Wiederaufbauprojekte der Stadt wird endlich in Angriff genommen – die Turmrekonstruktion wird der historischen Silhouette Berlins neuen Glanz verleihen.“
 
Der Verein wird sich in Kooperation mit der St. Petri-St. Mariengemeinde in den nächsten Jahren vorrangig der Förderung dieses Projektes widmen. Die Akquisition von Spenden steht dabei an erster Stelle der Aktivitäten. Ausführung und Umsetzung werden in enger Kooperation mit den Ausbildungsträgern Oberstufenzentrum Bautechnik Berlin (Knobelsdorffschule), der Jugendbauhütte Berlin/Brandenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Bildungsverein Bautechnik stattfinden. Die Baukosten für die Rekonstruktion des Parochialkirchturms werden - inklusive der Wiederherstellung des Glockenspiels - auf 3 Mio. Euro veranschlagt. Die Turmspitze soll bis 2012 den barocken Kirchbau wieder bekrönen.

Spendenkonto für die Parochialkirche:

Denk mal an Berlin e.V.
Deutsche Kreditbank AG
Kontonummer: 100 118 24 25
BLZ: 120 300 00

Weitere Informationen unter www.parochialkirchturm.de


Parochialkirche
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Adresse: http://ww.denk-mal-an-berlin.de/foerderprojekte/parochialkirche.html