"Wasser in der Stadt" - Entdecke dein Denkmal!

Projektbeschreibung

Eine Forschungsreise durch den Kiez

Ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen zum Tag des Offenen Denkmals 2004 in Kooperation mit Denk mal an Berlin e. V. und der Kreuzberger Kinderstiftung

Schirmherr: Peter Ackermann, Vorstandsvorsitzender und Stifter der der Kreuzberger Kinderstiftung

Zeitraum: 6.-12. September 2004
Zielgruppe: Kinder und Jugendliche der Klassen 2-10
Projektkoordination: Frau Petra Zwaka, Schöneberg Museum/Jugend Museum

Wie sah es in unserem Stadtviertel vor 100 Jahren oder noch früher aus? Wie funktionierte die Wasserversorgung Berlins? Warum ist mein Kiez-Bad ein Denkmal? Welchen Gefahren sind historische Gemäuer durch Mensch und Umwelt ausgesetzt und was kann man dagegen tun?

Aus Anlass des "Tages des offenen Denkmals" hatten fünf Regionalmuseen in ihren Häusern und vor Ort im Stadtraum museumspädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Entdecken, erfahren, erleben, verstehen und bewusst machen der eigenen Umgebung - Abseits von Schulranzen, Vokabeln pauken und Kreidestaub sollten junge Menschen durch eigenes Forschen und Entdecken an prägenden Elementen ihrer Umgebung ihre Lebenswelt erkennen lernen. Durch Erlebtes Geschichte erhalten und durch eigenes Engagement Verantwortung übernehmen war das intendierte Ziel des Projektes. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer kleinen Ausstellung oder durch Führungen der Kinder und Jugendlichen präsentiert.

Stadtgeschichtliches Museum Spandau

Von Wasserburgen und schwimmenden Festungen

Das Gotische Haus ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmäler im Berliner Raum aus dem Ende des 15. Jahrunderts. Ein repräsentativer Bau wie dieser war in den Städten der Mark Brandenburg äußerst selten. Wer das Haus erbaute, ist aus den Quellen nicht zu ermitteln, vermutlich war es eine Kaufmannsfamilie. Darauf deutet auch die Lage des Grundstücks hin, das ursprünglich bis zur Havel, einer von jeher wichtigen Wasserstraße, reichte. Das Gotische Haus war Ausgangspunkt für Führungen durch die Altstadt. Sie wurden von Jugendlichen durchgeführt, die im Rahmen der Projektwoche darauf vorbereitet wurden.

Jugend Museum Schöneberg

Das Stadtbad Schöneberg

Das Stadtbad Schöneberg wurde 1929/1930 als typisches Zweckbad nach Plänen des Stadtbaurates Heinrich Lassen errichtet; eine Sonnenterasse bot außerdem die Möglichkeit für Sonnen- und Luftbäder als Therapie gegen die in den dichtbebauten Stadtquartieren verbreitete Volkskrankeit "Rachitis". Nach 10jähriger Umbauzeit wurde das Stadtbad 1999 wieder eröffnet. Die Schüler/innen recherchierten die Geschichte des Ortes und arbeiteten im Archiv des Schöneberg Museums zu Fragen der Stadtentwicklung und insbesondere der Stadthygiene. Die Ergebnisse wurden in Form einer kleinen Open-Air-Ausstellung auf dem Vorplatz des Stadtbades präsentiert.

Museum Neukölln

90 Jahre Stadtbad Neukölln

Das Stadtbad aus dem Jahr 1914 (von Stadtbaurat Reinhold Kiehl) wurde in den achtziger Jahren unter Denkmalschutz gestellt und umfassend restauriert und besticht noch heute durch seine beeindruckende und kostbare Gestaltung nach römischem Vorbild. Die Schüler/innen untersuchten, wie es um die Badekultur vor 90 Jahren in Berlin bestellt war. Welche Funktionen hatte das Stadtbad Neukölln zur damaligen Zeit, wie wird das Bad in der heutigen Zeit wahrgenommen und genutzt? Die Forschungsergebnisse wurden für eine Abschlusspräsentation im Foyer des Stadtbades aufbereitet.

Prenzlauer Berg Museum

Das Stadtbad Oderberger Straße

Die 1902 im Stil der Neorenaissance eröffnete "Volksbadeanstalt", von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann geplant und realisiert, wurde im Jahr 2002 von einer Genossenschaft gekauft und soll in Zukunft denkmalgerecht saniert und anschließend wieder eröffnet werden. Die Schüler/innen recherchierten die Bau- und Nutzungsgeschichte des Ortes und arbeiteten im Archiv des Prenzlauer Berg Museums zur Kulturgeschichte der Hygiene. Weiterer Bestandteil des Projektes waren bis Ende Oktober andauernde Zeitzeugenbefragungen. Die Ergebnisse wurden für eine Abschlusspräsentation aufbereitet.

Heimatmuseum Charlottenburg-Wilmersdorf

Spurensuche zur Wasserversorgung im alten und heutigen Charlottenburg

Die Kinder haben über die Wohnbedingungen im 19. Jahrhundert recherchiert und Wissenswertes und Geschichten über die Wasserversorgung der damaligen Zeit erfahren: über den Kampf um das Abwasser, die Erfindung des Wasserklosetts, über den Karpfenteich oder wie die Berliner mit Treckschuten nach Charlottenburg kamen - eine spannende Forschungsreise durch den Bezirk. Die Ergebnisse wurden kreativ in Zeichnungen und Modellen umgesetzt und in einer kleinen Abschlusspräsentation der Öffentlichkeit präsentiert.

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