Grün in der Stadt

Projektbeschreibung
"Rasen, Rosen und Rabatten –
Historische Gärten und Parks"
Grün in der Stadt

Ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen zum Tag des offenen Denkmals 2006 in Kooperation mit Denk mal an Berlin e. V.

Zeitraum: September 2006
Teilnehmer: Jugendliche der Klassenstufen 3-13
Projektkoordination: Frau Petra Zwaka, Schöneberg Museum/Jugend Museum und Anja Bergner, Denk mal an Berlin e.V.

Aus Anlass des „Tages des offenen Denkmals“ werden acht Regionalmuseen in ihren Häusern und vor Ort im Stadtraum museumspädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen durchführen.

Das Schwerpunktthema 2006 lautet "Rasen, Rosen und Rabatten - Historische Gärten und Parks". Deutlich gemacht werden soll, dass Geschichte und Kultur eines Landes auch in seinen historischen Gärten, Parks, Alleen oder Friedhöfen sowie seinen wertvollen Schmuckplätzen anschaulich sind. In Berlin gibt es ca. 500 eingetragene Gartendenkmale. Der thematische Bogen spannt sich vom Dorfanger, über historische Gärten und Parkanlagen bis zu Friedhöfen. Die Aktivitäten sind methodisch geleitet von den Grundsätzen des forschenden und entdeckenden Lernens und der produkt-orientierten Arbeitsweise.

Das Jugendprojekt ist eine Fortsetzung der in den vergangenen Jahren begonnenen Zusammenarbeit des Vereins Denk mal an Berlin e.V. mit dem Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen. Im Jahr 2004 galt die ‚jugendliche Auseinandersetzung’ dem Thema „Denkmal und Wasser“ und 2005 „Krieg und Frieden“.

Im Rahmen des Jugendprojektes soll eine Ausstellung präsentiert werden, die die Ergebnisse der verschiedenen Projektarbeiten an einem zentralen Ort zusammenführen und der Öffentlichkeit vorstellen möchte.

Sponsoren

Der Verein Denk mal an Berlin e.V. bedankt sich bei allen Freunden, Helfern und Förderern! Besonderer Dank für die finanzielle Unterstützung geht an:

  • Bezirke der teilnehmenden Museen
  • Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg
  • Mitte Museum
  • Museum Neukölln
  • Heimatmuseum Reinickendorf
  • Schöneberg Museum / Jugend Museum
  • Stadtgeschichtliches Museum Spandau
  • Steglitz Museum
  • Heimatmuseum Zehlendorf

und den folgenden Fördereinrichtungen:
 

  • Aktion Mensch - 5000x Zukunft
  • Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
  • Landeszentrale für politische Bildung

Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg

Viktoriapark

Der Viktoriapark wurde 1888-94 von Hermann Mächtig angelegt, 1913-16 folgten Erweiterungen nach Westen durch Albert Brodersen. Das großflächige Parkgelände gruppiert sich um die höchste natürliche innerstädtische Erhebung Berlins, den Kreuzberg. Romantische Parkpartien wie der große Wasserfall und die Wolfsschlucht wechseln sich ab mit großzügigen Erholungsanlagen. Schülerinnen und Schüler der Herrmann-Hesse-Schule geben ihr in einem Workshop erarbeitetes Wissen zur Geschichte des Parks an verschiedenen Stationen auf Schautafeln und im persönlichen Gespräch an die Besucher weiter.

Mitte Museum

Steinzeichen - Grabmale auf dem Friedhof der Sophien-Gemeinde
dem 1827 angelegten Friedhof II der Sophien-Gemeinde wurden namhafte Berliner

Persönlichkeiten bestattet; unter ihnen der Architekt des Roten Rathauses, Hermann Waesemann, der Komponist Albert Lortzing und der Klavierbauer Carl Bechstein. Repräsentative wie auch bescheidene Grabmale, aber auch eine leere Stelle im Schatten der Mauer lassen den Friedhof zu einem Kristallisationspunkt der Erinnerung werden. Schülerinnen und Schüler der Papageno-Grundschule begaben sich auf eine Erkundungsreise durch Raum und Zeit. Wie sieht das Grab eines Zirkusclowns aus? Was ist ein Mausoleum? Wer war das „Heldenmädchen aus Lüneburg“? Die Kinder bieten eine Führung an und präsentieren ihre Forschungsergebnisse.

Museum Neukölln

Comenius-Garten

Auf der Fläche des heutigen Comenius-Gartens war vom Bezirk ursprünglich eine Turnhalle für die angrenzende Grundschule vorgesehen. In Anbetracht der defizitären Freiflächensituation um den Richardplatz wurde überlegt, auf der am Böhmischen Dorf gelegenen Freifläche einen Garten nach den Vorstellungen des Universalgelehrten Johann Amos Comenius (1592-1670) anzulegen. Der Comenius-Garten entstand 1987-1992 nach den Plänen von Cornelia Müller, Elmar Knippschild und Jan Wehberg als Philosophen- und Schulgarten und wurde 1995 eröffnet.

Neuköllner Schüler der Richard-Grundschule erklären die Gartenanlage, die sie in einem einwöchigen Workshop kennen gelernt haben.

Heimatmuseum Reinickendorf

Friedhof Hermsdorf

Der Friedhof wurde von dem Gartenarchitekten Ludwig Lesser um den Hermsdorfer Wasserturm angelegt und 1911 eröffnet. Im Rahmen eines Workshops im August 2006 setzen sich Schülerinnen und Schüler der 4-Routenberg-Schule unter Leitung zweier Museumspädagoginnen mit der Geschichte des Friedhofs und der Kapelle auseinander. Die Kinder recherchieren auf dem Friedhof, sehen sich Pläne, Grabmale und Bepflanzungen an und dokumentieren diese mit Fotos, Notizen und Zeichnungen. In einer Ausstellung werden die Ergebnisse der Arbeit vorgestellt.

Schöneberg Museum/Jugend Museum

Alter St. Matthäus-Kirchhof

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof wurde 1855 angelegt und war Begräbnisort der Evangelischen St. Matthäus-Gemeinde am heutigen Kulturforum. Dieser historisch bedeutsame Friedhof repräsentiert das glanzvolle Berlin der Gründerzeit, das wohlhabende Bürgertum ließ sich dort in aufwändig gestalteten Grabmalen über den Tod hinaus verewigen. Er ist eine einzigartige Quelle der Stadtgeschichte.
Im Auftrag des Jugend Museums forschen Jugendliche der Sophie-Scholl-Oberschule und der Riesengebirgs-Oberschule zur Geschichte des Kirchhofs, sie recherchieren in Archiven und vor Ort, befragen Fachleute und Passanten. Zum Tag des offenen Denkmals stellen sie ihre Workshopergebnisse in Form von Audio-Guides, Info-Stationen und einem Live-Programm zur „Geisterstunde“ vor.

Stadtgeschichtliches Museum Spandau

Geschichte des Glacis an der Zitadelle Spandau

In Zusammenarbeit mit der Jugendgeschichtswerkstatt wird ein Jugendprojekt durchgeführt. Aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums der Freilichtbühne an der Zitadelle wird es sich mit der Geschichte des Glacis, einer vor dem Graben einer neuzeitlichen Festungsanlage gelegenen Erdaufschüttung, beschäftigen. Der zeitliche Bogen spannt sich vom 16. Jahrhundert bis zur Errichtung der Freilichtbühne nach dem Ersten Weltkrieg. Die Spandauer Schüler der Wilhelm-Maybach-Realschule zeichnen diese Entwicklung anhand von historischen Beschreibungen, Karten, Plänen sowie Fotos nach. Als Ergebnis ist eine Ausstellung vor Ort geplant, die zum Tag des offenen Denkmals gezeigt werden soll.

Steglitz Museum

Der Traum vom Fliegen – der Lilienthalpark in Lichterfelde

Kern der Lilienthal-Gedenkstätte ist der sogenannte Fliegeberg, den Otto Lilienthal für seine Flugexperimente aufschütten ließ. Seine Gestaltung erhielt das Gelände 1932-33 unter Stadtbaurat Fritz Freymüller. Der Hügel mit seiner pavillonartigen Überdachung und dem Gedenkstein in Form einer bronzenen Weltkugel ist umgeben von der 1928-32 von Eschenbach gestalteten Parkanlage.
Schüler der Grundschule am Karpfenteich arbeiten zum Thema „Der Traum vom Fliegen“. Sie bauen selbst Flugobjekte und nutzen den Fliegeberg, um den Erfolg ihrer Arbeit zu testen. Weiterhin wird mit Hilfe verschiedener Medien dem Geheimnis des Fliegens nachgespürt. Im Rahmen eines Familienfestes werden die Ergebnisse, ergänzt um ein kleines Kultur- und Informationsprogramm, präsentiert.

Heimatmuseum Zehlendorf

Der Zehlendorfer Anger

Drei Schüler der Schadow Schule recherchierten im Archiv des Zehlendorfer Heimatmuseums zur Geschichte des Zehlendorfer Angers. Sie erstellten eine Bestandsaufnahme seines gegenwärtigen Zustandes, entwickelten Perspektiven für eine zukünftige Nutzung und Gestaltung und führten Interviews mit Anwohnern und Geschäftsleuten.

In Führungen zeigen sie ihre Ergebnisse zu den Themenschwerpunkten: die Bedeutung des Zehlendorfer Angers bis in das 19. Jahrhundert, der Anger als Verkehrs- und Kommunikationszentrum und der Anger als Schmuckplatz des Berliner Vororts. Vorgesehen ist eine kleine Präsentation in einer Ausstellung.

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