werkstatt denkmal 2018: Interview mit Pankower Gruppe

Seien Sie live dabei, wenn am 03.09.2018 ab 15 Uhr die Pankower Gruppe unseres Jugendprojektes werkstatt denkmal im Kinderradio Kakadu über ihre Forschungen zum Thema "die Küche als Labor" berichtet.

 

Hier geht es zu Kakadu: https://www.kakadu.de/startseite-kakadu.2727.de.html

 

Hier direkt zum Livestream: https://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=2&audioID=3&state=

 

Hier finden Sie das aktuelle Programm für den Tag des offenen Denkmals

werkstatt denkmal 2018

Seit wann gibt es unseren Park? Wie sah es früher in unserer Gegend aus? Wer kümmert sich um das kaputte Standbild an der Ecke?

 

Das Hinterfragen von Alltäglichem möchte unser Verein Denk mal an Berlin e. V. in seinem Projekt werkstatt denkmal unterstützen. Seit 2004 ermöglichen wir Schulklassen aus Berlin die aktive Auseinandersetzung mit ihrer direkten Umwelt (in Form von Denkmalen, Grünflächen und Gebäuden) im Sinne des Denkmalschutzes.

 

In einer Workshopwoche erforschen Kinder oder Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der Berliner Regionalmuseen einen Denkmalort in ihrer Nähe. Sie betrachten künstlicherische, handwerkliche, politische und soziale Besonderheiten, lernen alte Handwerkskunst kennen, erkunden vergessene Orte, befreien Grabsteine von Gestrüpp, machen Schadensanalysen und stellen moderne Bezüge her. Dabei werden sie museumspädagogisch begleitet und durch Experten oder Künstler beraten.

 

Ziel ist eine eigene Präsentation zum Tag des offenen Denkmals im September. Im Rahmen dieser Veranstaltung agieren die Klassen vor Ort. Es gibt z.B. Führungen, Theaterszenen, Filmschnipsel oder einen Denkmalparcours. In diesem Jahr soll zum 15. Jubiläum auch ein kleiner Film entstehen.

 

Dokumentiert wird das Projekt in einer Broschüre, die jedes einzelne Workshopthema kurz vorstellt. Stolz präsentieren die Teilnehmer*innen ihre Forschungsergebnisse und künstlerischen Werke. Die Kinder und Jugendlicehn von heute sind die Denkmalschützer von morgen!

 

 

Teilnehmer:

 

-Lichtenberg: Das Theater an der Parkaue wurde 1910/11 nach Entwürfen von Stadtbaurat Johannes Uhlig und Architekt Wilhelm Grieme als Höhere Knabenschule errichtet. 1948/49 wird das architektonisch an den Renaissancestil angelehnte Gebäude umgebaut und erhält ein Kinder- und Jugendtheater, das auch nach 1990 weitergeführt wird. „Gelebtes Erbe“ ist das Leitthema: das ursprünglich im Pionierhaus eingegliederte Theater erhielt 1950 den Namen „Theater der Freundschaft“ und gehört seit 70 Jahren zu den gefragten hauptstädtischen Theaterspielstätten. SchülerInnen und Schüler des Grünen Campus Malchow nähern sich dem Theater “durch die Linse”, also mit der Fotokamera.

 

-Marzahn: Die ehemalige Dorfschule, heute Haus 1 des Bezirksmuseums, wurde 1911-12 nach Plänen des Lichtenberger Architekten Paul Tarruhn auf dem Marzahner Dorfanger erbaut. 1998-2000 erfolgte der Umbau zum Bezirksmuseum. Im Rahmen des Projektes von Werkstatt Denkmal beschäftigen sich Schüler der Best-Sabel-Grundschule Kaulsdorf mit ziegelsichtigen Bauten, der Herstellung von Ziegeln, Schmuckelementen und Stempeln sowie Fragen des Denkmalschutzes. Sie präsentieren ihre Forschungsergebnisse in einer Ausstellung.

 

-Neukölln: Wie kann Architektur das Zusammenleben fördern? Die Walter-Gropius-Schule und ihr soziales Umfeld. In der Architektur verbindet sich die Industrialisierung des Wohnens mit dem gemeinschaftlichen Zusammenleben. Die Schüler*innen werden in der Projektwoche diese Verbindung in der Gropiusstadt an einzelnen Orten, Plätzen und Gebäuden entdecken. Anknüpfend an ihre Erfahrungs- und Lebenswelt entwickeln sie als Architek*innen eigene Ideen und Vorstellungen, die den Gemeinschaftssinn in der der heutigen Zeit in der Gropiusstadt fördern. Diese halten sie in Zeichnungen, Skizzen und Modellen fest. Konkret beschäftigen sie sich mit der Walter-Gropius-Schule und ihrem sozialen Umfeld. Im Museum Neukölln recherchieren die Schüler*innen in der Dauerausstellung „99xNeukölln“die Geschichte der Gropiusstadt und in der Wechselausstellung „Neukölln macht Schule 1968-2018“ die Schulgesichte des Bezirks, in der die Walter-Gropius-Schule eine besondere Rolle als erste Gemeinschaftsschule Deutschlands spielt. Zusätzlichen nutzen sie den „Geschichtsspeicher“ als Archiv des Museums. Abschließend sollen die Ergebnisse über die Walter-Gropius-Schule und des sozialen Umfelds der Gropiusstadt zusammengeführt werden. Dazu entwickeln die Schüler*innen ein Führungskonzept und fertigen Zeichnungen, Fotografien, Texte und Modelle für die Ausstellung an.

 

-Pankow: Küche als Labor: In "Die Küche als Labor" erproben Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, wie sich das bürgerliche Leben in Pankow vor 100 Jahren angefühlt hat. Bei einer Recherche vor Ort suchen sie Objekte, die in der Jugendkunstschule analysiert und dreidimensional künstlerisch interpretiert werden. Die Kinder tauchen so ein in die Welt des Fabrikanten Heyn und stellen eine Beziehung zu ihrer eigenen Lebenswelt her. Die Objekte und der Recherche-Prozess und werden in den Räumlichkeiten des Museums Pankow ausgestellt.

 

-Spandau: Zum Schutz der nahegelegenen Residenzstadt Berlin ließen die Kurfürsten ab 1559 am Zusammenfluss von Havel und Spree eine Festung errichten – die Zitadelle. Ihre spannende Geschichte reicht von schweren Zerstörungen 1813 über die Lagerung des Reichkriegsschatzes ab 1874 bis hin zur Nutzung der Zitadelle als Giftgaslaboratorium während des Nationalsozialismus. Heute bespielen Kunst und Kultur die beeindruckenden Räumlichkeiten. Zusammen mit der Jugendkunstschule entdecken wir was uns verbindet und erforschen künstlerisch und experimentell die „Wasserwege Spandaus“. Eine von den Spandauer Schüler*innen erarbeitete Ausstellung wird am Tag des offenen Denkmals die Zitadelle bespielen. Archivmaterialien und Spandauer Geschichte trifft auf die jungen Blickwinkel der Schüler*innen.

 

-Tempelhof-Schöneberg: Das Pallasseum In Schöneberg steht seit 2017 unter Denkmalschutz und kann bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Der Wohnkomplex auf dem Gelände des ehemaligen Sportpalastes ist bedeutender Teil der Berliner Subkultur und gilt heute als Vorbild für soziales Wohnen. Zum Tag des offenen Denkmals 2018 laden Jugendliche aus dem Bezirk Anwohner_innen und Gäste zu einem performativen Rundgang zur Geschichte und Gegenwart des Pallasseums ein. Im Vorfeld haben die Schüler_innen im Rahmen einer Projektwoche vor Ort und in Archiven geforscht und Zeitzeug_innen, Anwohner_innen und Künstler_innen befragt. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im Rahmen eines performativen Rundgangs mit historischen Fotos, Plakaten und Street-Art Aktionen. Kleine szenische Elemente geben und lebendige Einblicke in die die wechselvolle Geschichte des Bauwerks.

 

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