Denkmalgespräch" 11.12.2003 "Dr. Peter Goralczyk: Denkmalpflege in der DDR"

Dr. Peter Goralczyk stand dem Institut für Denkmalpflege der DDR ab 1985 als stellvertretender und ab 1987 in der Nachfolge von Prof. Dr. Ludwig Deiters als Generalkonservator bis zur Auflösung des Institutes am 31. Dezember 1990 vor (Tätigkeit ab 1991: Brandenburgisches Amt für Denkmalpflege). In seiner über 30-jährigen Mitarbeit am Institut hat der Kunsthistoriker und Architekt die Denkmalpflege in Berlin maßgeblich mitbestimmt und beeinflusst, so tragen zum Beispiel die denkmalpflegerische Restaurierung des Gendarmenmarktes – 1987 wurde Peter Goralczyk an der Martin-Luther-Universität Halle/ Wittenberg mit der Arbeit „Der Gendarmenmarkt, der heutige Platz der Akademie, in der Baugeschichte Berlins“ promoviert –, des Alten Museums, des Doms, des Deutschen Theaters, der Kammerspiele oder der Staatsoper seine Handschrift.

Im Rahmen eines geselligen Denkmaltreffens berichtete Dr. Peter Goralczyk Anekdoten und Geschichten aus seinem erlebten Alltag der Denkmalpflege der DDR.

Kinderführung 05.12.2003 Kinder im Denkmal - Kirche einmal anders

Die Kinderführung durch die Marienkirche in Berlin-Mitte richtete sich an Kinder im Alter von 8-11 Jahren. Im spielerischen Entdecken wurde die Kirche - eines der ältesten erhaltenen Gotteshäuser in Berlin - ergründet und erlebt. Beonderer Höhepunkt war die Besteigung des Dachstuhls der Kirche. Ingesamt ein spannender Nachmittag und ein nicht alltäglicher Kirchenbesuch ....

"Denkmal-Jour-Fixe" - Vortrag 20.11.2003

Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt

40 der bedeutendesten und schönsten Gärten in Sachsen-Anhalt bilden stellvertretend für die über 1000 Gartendenkmale des Landes das denkmalpflegerisch-touristische Netzwerk „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“. Die ausgewählten Gartenanlagen umfassen die ganze Bandbreite der Gartenkunst. Mit dem vom Land Sachsen-Anhalt angeregten Projekt werden diese historischen Gärten und Parks wiederentdeckt, schrittweise wiederhergestellt und sensibel touristisch erschlossen.

Führung 01.11.2003 "Haus Dr. Menne - Gesamtkunstwerk der Nachkriegsmoderne"

Werner Düttmann (1921-83) prägte als Architekt und Stadtplaner das heutige Erscheinungsbild Berlins maßgeblich mit. 1964 erhielt er von dem Arzt und Grafiker Walter Menne den Auftrag für ein großzügiges Einfamilienhaus, das auf die individuellen Bedürfnisse des Bauherren ausgerichtet sein sollte: Düttmann schuf ein von intimen Wohnhöfen umschlossenes Ensemble kubisch gegliederter Baukörper mit einem Wohn- und Ateliertrakt, Tusch- und Arbeitsräumen.

Das Haus zählt zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Villenbauten der Moderne in Berlin. Alexander Hoff vergegenwärtigte den Teilmnehmern an diesem exemplarischen Wohnhaus der Nachkriegsmoderne die Denkmalwürdigkeit zahlreicher, bisher kaum beachteter Einfamilienhäuser aus den 50er und 60er Jahren.

"Denkmal-Jour-Fixe" - Busexkursion 20.08.2003 "Villengärten im Grunewald"

Im Westen der Großstadt Berlin, in Grunewald, Dahlem oder Nikolassee, entstanden seit dem späten 19. Jahrhundert repräsentative Villen- und Landhäuser mit ihren wunderbaren Gärten als Ausdruck einer herrschaftlicher Lebens- und Wohnkultur.

Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk präsentierte ausgewählte Beispiele dieser privaten Gartenbaukunst:
• Villa Hirschberg (1906-07), Königsallee 47
• Garten Harteneck (1911-12), Douglasstraße 7/9
• Garten Dr. Moritz Konschewski (1922-23), Gottfried-von-Cramm-Weg 33/37
• Garten Neuhaus (1906), Bernadottestraße 56/58
• Garten Allinger (1936-37), Pacelliallee 39
• Garten Muthesius (1906-07), Potsdamer Chaussee 49 a
Für die Restaurierung des "Butt-Brunnens" wurden rund 350 EURO gespendet.

Führung 22.07.2003 "Das historische Bankgebäude von Alfred Messel und Heinrich Schweitzer am Gendarmenmarkt"

Vor 150 Jahren wurde der Architekt Alfred Messel geboren – Denk mal an Berlin erinnerte anlässlich dieses Gedenktages an das Werk Messels am Beispiel des historischen Bankgebäudes am Gendarmenmarkt.

Das repräsentative Bankgebäude der Architekten Alfred Messel und Heinrich Schweitzer wurde 1899-1911 im Quartier zwischen Behrenstraße und Gendarmenmarkt für die damalige Berliner Handelsgesellschaft errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg als Sitz der Notenbank bzw. der Staatsbank der DDR genutzt, ist das denkmalgerecht restaurierte Gebäude heute Sitz der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Die Architekten Volker Hübner und Christiane Oehmig führten durch das Gebäude.

Führung 15.07.2003 "Der Berliner Tiergarten"

Während des 2-stündigen Denkmal-Spaziergangs durch den Tiergarten gewährte uns Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk einen Ein- und Ausblick in das Gartendenkmal und ließ die Teilnehmer die Vielschichtigkeit und die kulturgeschichtliche Bedeutung der zentralen Berliner Parkanlage nachempfinden.

Führung und Ausstellungsbesuch 01.07.2003 "Das Berliner Rathaus"

Herr Jobst von Kirchbach führte durch das Gebäude und erlaubte einen interessanten Blick hinter die Kulissen des bekannten Denkmals. Die Besichtigung der Gips-Ausstellung in Anwesenheit ihres Kurators Dr. Eisenlöffel fand im Anschluss an die Rathaus-Führung statt. Nachdem lud Herr Staatssekretär André Schmitz zu einem kleinen Ausklang in den Säulensaal des Roten Rathauses ein.

Führung 13.06.2003 "Die Spandauer Vorstadt"

Die Spandauer Vorstadt ist der einzige in seiner historisch gewachsenen Struktur erhaltene Teil des alten Berliner Stadtgebietes. Sie hat sich seit dem Ende des 17. Jahrhunderts außerhalb der von Memhardt angelegten Befestigungswerke vor dem Spandauer Tor entwickelt. Das unregelmäßige Straßensystem und die Hauptstraßen zu den Vororten im Norden Berlins prägen das Bild dieses Gebietes bis heute ebenso wie das Nebeneinander von Wohnhäusern und einer dichten Gewerbeüberbauung der Parzellen aus zweihundert Jahren Stadtentwicklung.

Volker Hübner und Christiane Oehmig, ‚Denkmal-Architekten’ und Herausgeber des Denkmalführers „Spandauer Vorstadt in Berlin Mitte“ führten durch diese denkmaldichte östliche Mitte Berlins. Einen geselligen Abschluss fand der 2-stündige Rundgang in den Räumen der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung im Paulinenhof.

Führung 03.06.2003 "Das Metropol-Theater - Admiralspalast"

Das bis kürzlich vom Abriss bedrohte Metropol-Theater ist bekannt als einstige Spielstätte der Operette. Einen Einblick in die eher unbekannte Baugeschichte des als Admiralspalast gegründeten Gebäudes (1910-11, Heinrich Schweitzer) erhielten die Teilnehmer in einer rund 1 ½-stündigen Führung des Architekten und Kenner des Gebäudes Frans Dikmans: Als Vergnügungspalast im Herzen der Berliner Friedrichstraße gegründet beherbergte das Gebäude eine Eislaufarena, einen großzügigen Bäder- und Saunabetrieb, Cafés, ein Lichtspieltheater sowie eine Kegelbahn.

Das Metropol-Theater ist der letzte erhaltenen repräsentative Großbau in der Umgebung des Bahnhofes Friedrichstraße und als einziger erhaltener Vergnügungspalast von anspruchsvollem Niveau dokumentiert der Bau die ehemalige Bedeutung der Friedrichstraße als Vergnügungszentrum Berlins. Der Theatersaal einschließlich des Foyers und der Eingangshalle sind – als Ergebnis mehrfacher Umbauten – weitgehend erhalten. Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten wurden in den 1980er Jahren die erhaltenen Teile der römisch-russischen Bäder ausgebaut und eingelagert.

Durch den Ankauf dieses prächtigen Gebäudes durch die arena – Kulturarena Veranstaltungs GmbH ist der Erhalt ebenso wie die Fortschreibung seiner kulturellen Nutzung gesichert.

Führung 28.04.2003 "Das Neue Museum"

Fast 60 Jahre nach Kriegsende beginnt nun, nach konstruktiven und restauratorischen Sicherungsarbeiten, der Wiederaufbau des Stüler-Baus (1843-55) nach den Plänen des britischen Architekten David Chipperfield. Herr Schwarz, Architekt des Büros Chipperfield und Herr Henze, Bundesamt für Bauwesen und Raumordung, haben eine eindrucksvolle Begegnung mit diesem im Werden begriffene Denkmal ermöglicht.

Zuvor führte uns Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk durch den Lustgarten zum Förderdenkmal unseres Vereins, dem „Butt-Brunnen“ am Alten Museum.

useful tools: Druckansicht Seite weiterempfehlen