Mitgliederveranstaltung 30.11.2004 Weihnachtsfeier

Am 30. November 2004 fanden zahlreiche Mitglieder und Vereinsgäste zu einem weihnachtlichen Miteinander in die Geschäftsräume des Vereins, das sogenannte
(Büro-)Palais Eger. Die baulichen Anlagen (Mietshaus mit Pferdestall und Remise) aus den Jahren 1880-81 von der Architektengemeinschaft Gustav Knobloch und H. Wex sind ein anschauliches Dokument für die bürgerliche Wohnkultur gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das inzwischen vollständig gewerblich genutzte Gebäude wurde aufwändig und vorbildlich denkmalgerecht saniert.

In geselliger Atmosphäre ließ man bei Glühwein und Weihnachtsgebäck das vergangene Denk mal an Berlin-Jahr ausklingen. Eine phantastisch initiierte Malaktion mit dem Märchenbrunnen als Motiv wurde mit kreativen Engagement aufgenommen und führte zu einem schönen und farbenprächtigem Ergebnis.

Denkmal-Jour-Fixe November-Führung 18.11.2004 Atelierhaus der Bildhauerin Ruthild Hahne als Bestandteil der Intelligenzsiedlung Erich Weinert

Führung durch Dr. Stefan Hahne
Zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Intelligenz förderte die DDR in der Nachkriegszeit den Bau von Einfamilienhaussiedlungen z.B. von Wissenschaftlern und Künstlern. Dazu gehört die 1950-51 entstandene Erich-Weinert-Siedlung in Niederschönhausen. Hier hatte auch die Bildhauerin Ruthild Hahne (1910-2001) ihr nach eigenen Vorstellungen gestaltetes Wohn- und Atelierhaus. Im Atelier und im Haus sind ihre Arbeiten, darunter Teile des 1950 geplanten Thälmann-Denkmals, zu sehen.

Busexkursion 30.10.2004 Restaurierungsmaßnahmen auf historischen Berliner Friedhöfen mit anschließendem Atelierbesuch

Dorotheenstädtischer Friedhof
Führung und Darstellung der Restaurierungsarbeiten durch Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk und Herrn Detlev Pietzsch, Landesdenkmalamt Berlin.
Der Dorotheenstädtisch - Friedrichswerdersche Friedhof wurde 1763 eröffnet und bis 1826 mehrmals vergrößert. Er hat eine herausragende kunst- und kulturgeschichtliche Bedeutung als Ruhestätte zahlreicher Persönlichkeiten und auf Grund der fast vollständig vertretenen Denkmalkunst der Berliner Bildhauerschulen des 19. Jahrhunderts.

Garnisonfriedhof
Führung durch Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk, Landesdenkmalamt Berlin.
Der Alte Garnisonfriedhof im Bezirk Mitte ist der älteste Militärfriedhof Berlins (angelegt um 1706). Die Berliner Bildhauerschule im 19. Jahrhundert und die aus ihr hervorgegangenen hier vertretenen Grabdenkmale haben diesen Friedhof zu einem Kleinod unter den historischen Friedhöfen Berlins werden lassen.

Schwerpunkt der Führung war die gartendenkmalpflegerische Restaurierung der Gesamtanlage des Friedhofs und der Neubau des Lapidariums.
Werkstattbesuch im Bildhaueratelier Roland Luchmann
Der Bildhauer Roland Luchmann hat bedeutende kunsthistorische Restaurierungen beider Friedhöfe vorgestellt und die Nachformung von Repliken der Berliner Bildhauerschule – zum Beispiel von Christian Daniel Rauch und Johann Gottfried Schadow – erläutert.
Zum Abschluss wurde ein kleiner Imbiss gereicht.

Förderdenkmal Butt-Brunnen - Festveranstaltung 08.09.2004 Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Butt-Brunnen

Dank der Unterstützung zahlreicher Spender in Höhe von fast 12.000 Euro konnte der Verein die dringend notwendige Restaurierung seines ersten Förderdenkmals, des Butt-Brunnens auf der Museumsinsel, sicherstellen. Mit einem buntem Programm mit Musik der "Lustigen Preußen" und Speis und Trank hat der Verein Denk mal an Berlin e.V. das restaurierte Denkmal der Öffentlichkeit zurückgeben.

Es sprachen:
Hans Wall, Vorstandsvorsitzender des Vereins
Dorothee Dubrau, Bezirksstadträtin Berlin-Mitte
Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator, Landesdenkmalamt Berlin

Historische Gärten in der Wannseeregion 19.08.2004 Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk

Die Kolonie Alsen, wie die Villenkolonie am großen und kleinen Wannsee ursprünglich hieß, ist die älteste Villenkolonie in der Umgebung Berlins. Wohlhabende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst siedelten sich im ausgehenden Jahrhundert hier mit großzügigen und prächtigen Sommervillen an.
Im Rahmen der Busexkursion werden folgende Gärten besichtigt:
• Gärten der Villa Schreiber und Reichenhain (1923), Am Sandwerder 29/31
• Garten Dr. Spenner (1926), Am Sandwerder 41
• Garten der Villa Siemens (ab 1886), Am Kleinen Wannsee 5
• Garten der Villa Liebermann (1910), Colomierstraße 3
Kosten:
Die Kosten für den Bus werden auf die Teilnehmer umgelegt (ca. 10 €).

Führung 04.07.2004 Dauerhaft und würdig - Die Post und Telegrafenbauten Carl Schwatlos

Dr. Ralf Nitschke
Die Bedeutung der deutschen Reichspost, die im Kaiserreich eine führende Rolle in Europa einnahm, spiegeln auch ihre Gebäude wieder. Die Postbauten des Oberpostbaurates Carl Schwatlos, 1871 erster und oberster Architekt der neu gegründeten Reichspost, stellen die größten und bedeutendsten der Reichspost dar.
Der Denkmalspaziergang stellte folgende drei Postbauten dieses im 19. Jahrundert innovativen Bautypus’ in den Mittelpunkt der Betrachtungen:
• Das Generalpostamt, Leipziger Straße (1871-74)
• Das Haupttelegrafenamt, Jägerstraße/ Oberwallstraße (1877-78)
• Das Postfuhramt, Oranienburger Straße/ Tucholskystraße (1875-81)

Denkmalspaziergang 26.06.2004 Industriekultur ind Oberschöneweide

Dr. Matthias Donath, Autor der Denkmaltopographie Oberschöneweide
Ende des 19. Jhs. verlagerten die industriellen Großbetriebe flächenintensive Teile ihrer Produktion in das Umland. So entstand auf der grünen Wiese in Oberschöneweide eine neue Stadt mit Wohnungen für Arbeiter und Angestellte und entsprechender Infrastruktur. Es entstand ein europaweit einmaliges Ensemble von Industriebauten namhafter Architekten wie Paul Tropp, Peter Behrens, Ernst Ziesel. Der Spaziergang präsentierte das ganze Spektrum der in Oberschöneweide konzentrierten Baudenkmale.

Führung 01.06.2004 Das Denkmal Fort Hahneberg

Führung von Schülern der Knobelsdorff-Schule, Berufsfachschule für Bauhandwerker

Fort Hahneberg wurde von 1882 bis 1888 als einzige Befestigung der geplanten Gürtelfestung Spandau zum Schutz der Reichshauptstadt Berlin errichtet Das sechseckige Fort mit seinen Wallanlagen, Gängen und Gewölben ist bautechnisch und handwerklich sehr interessant.

Die Knobelsdorff-Schule ist seit 2002 Pilotschule der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das Projekt "Dokumentation und Bauaufnahme Fort Hahneberg" wurde im Rahmen des Schulprojektes denkmal aktiv der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bearbeitet und die Ergebnisse dem Bezirksamt Spandau übergeben.

In einer eindrucksvollen "Guided Tour" erläuterten die Jugendlichen das Denkmal und die bauwerkserhaltenen Maßnahmen.

Führung und Werkstattbesuch 13.05.2004

Besichtigung ausgewählter Schmiedeeisenkunst auf dem Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee und dem Jüdischen Friedhof Weißensee mit anschließendem Atelierbesuch

Der Jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee wurde in den Jahren 2000 bis 2002 umfangreich restauriert und rekultiviert. Besichtigt wurden insbesondere der wiederhergestellte „Judengang“ sowie die Grabstätte der Familie Liebermann, auf welcher sich auch der Maler Max Liebermann befindet, mit dem jüngst rekonstruierten Grabgitter.

Der Rundgang üder den Jüdischen Friedhof Weißensee erläuterte die Restaurierungsmaßnahmen der letzten 10 Jahre. Schwerpunkte dabei waren die Restaurierungen der kostbaren schmiedeeisernen Gitter der Grabstellen der Familie Berliner, Israel und Netter.

Der anschließende Werkstattbesuch im Atelier des Metallrestaurators Bernd Helmich war geselliger Abschluss und Information gleichermaßen.

Kinderführung 14.03.2004 Sieh mal - Berliner U-Bahnhöfe im Vergleich

Führung für Kinder im Alter von 8-14 Jahren.
Vor rund 100 Jahren nahm in Berlin die erste U-Bahn ihren Betrieb auf. Berlin war damit die erste deutsche Großstadt, die über diese neue technische Errungenschaft verfügte. Auf vielen Bahnhöfen der Berliner U-Bahn kann der aufmerksame Fahrgast noch die gut überlieferte Architektur sowie zahlreiche gestalterische und technische Details aus der Erbauungszeit sehen. Von den rund 187 U-Bahnhöfen stehen 89 unter Denkmalschutz. Dies denkmalgeschützte Bahnhöfe sind einrucksvolle Zeugnisse der hundertjährigen Geschichte der Berliner U-Bahn.

Auf einer kleinen Entdeckungstour mit der Linie 1 erklärte Stadtführerin Sonja Ritter vier ausgewählte, in ihrem Erscheinungsbild sehr unterschiedliche U-Bahnhöfe: „Krumme Lanke, Dahlem Dorf, Heidelberger Platz und Hohenzollerndamm“.

Führung 19.02.2004 Akademie der Künste

Dr. Kraus, Abteilung Baukunst

Der Architekt Werner Düttmann konzipierte die Akademie der Künste (1958-60) als einen Baukörper mit klar differenzierten Funktionsbereichen. Düttmann untergliedert den Baukörper in drei Bauteile, deren unterschiedliche Formen dem spezifischen Charakter ihrer Inhalte Ausdruck verleihen:

1. der hochgelegte weiße, der Straße und damit dem Publikum zugewandte Ausstellungskubus dessen Etagen um einen Skulpturenhof (Gräsergarten) gruppiert sind,

2. das kupfergedeckte "Zelt" des Studios mit seinen schrägen, bis zum Erdboden reichenden Dächern,

3. das dem Publikum entzogene, am Parkrand liegende, fünfgeschossige Gebäude für die interne Arbeit der Akademie mit Club-, Konferenz- und Arbeitsräumen, Bibliothek, Ateliers.

Die drei Bereiche sind durch Foyers und Glasgänge untereinander verbunden. Das Haus erscheint besonders im Innern durch wechselnde Raumformen, Farben und Materialien wie handgestrichene Ziegel, Waschbeton, Schiefer und Holz abwechslungsreich und durch Ausblicke in die Gartenhöfe und die Parklandschaft des Tiergartens offen und frei.

"Denkmal-Jour-Fixe" - Vortrag 19.02.2004 Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator, Landesdenkmalamt Berlin

Inhalte und Begriff der Denkmalpflege

Die Architektur der Nachkriegsmoderne dokumentiert eine wichtige Etappe der deutschen Geschichte. Viele der fortschrittlichen Bauten stehen weiterhin in der Diskussion, da sie dem Geschmacks- und Zweckempfinden vieler Menschen nicht unbedingt entsprechen. Der Schutz der Bauten, die den Wiederaufbau der Stadt Berlin dokumentieren, ist ein besonders herausforderndes Kapitel der Denkmalpflege.

Umgeben von der Kulisse der Akademie der Künste (Werner Düttmann, 1958-60) als ein Beispiel der Berliner Nachkriegsarchitektur gibt Landeskonservator Professor Haspel Einblick in Geschichte, Perspektive und Stellenwert der Berliner Denkmalpflege – und dies auch im Hinblick auf den Konflikt, wie architekturhistorische Bauten der Nachkriegsmoderne im Sinne der Denkmalpflege bewahrt werden können.

Kinderführung 15.02.2004 Das war mal eine Kirche? - Das MachMIT!-Museum für Kinder

Die Elias-Kirche in Prenzlauer Berg wird heute nicht mehr als Kirchenraum genutzt. Durch den Umbau des Gebäudes durch den Architekten Klaus Block ist ein eigens auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichteter Erlebnis- und Ausstellungsraum entstanden; wo einst Kirchenbänke standen, lädt heute ein großes, in den Raum gestelltes Labyrinth zur Klettertour ein.

Die Kinderführung richtete sich an Kinder im Alter von 6-10 Jahren: Museumslabyrinth, Dschungelklo, eine Kirchenorgel, Experimente mit Farben und Licht – es gab viel zu entdecken und dies nicht nur für die Kleinen: Der Architekt Klaus Block erläuterte den Umbau des einst der Andacht und gottesdienstlichen Stille dienenden Raumes zu einem Ort des spielerischen Lernens und kindlichen Miteinanders.

Führung 17.01.2004 Das Kesselhaus des Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge

Das heutige evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, 1889-93 von Stadtbaurat Hermann Blankenstein, war nach Dalldorf die zweite große städtische Irrenanstalt außerhalb des Stadtgebietes von Berlin. Das zum Ensemble gehörende Kesselhaus enthält drei Generationen von Dampfkesseln, die eine Übersicht über die Kesselentwicklung eines ganzen Jahrhunderts erlauben. Nach der umfangreichen Sanierung des Denkmals ist das Kesselhaus seit September 2003 als technisches sowie medizinhistorisches Museum und Veranstaltungsraum mit Industrieambiente der Öffentlichkeit zugänglich.

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