Führung "Ehemaliges Italienhaus der Hitlerjugend" 11.11.2006
Das ehemalige Italienhaus der Hitlerjugend wurde 1937 nach den Plänen des Architekten Fritz Winter erbaut. Es spiegelt als Repräsentationsobjekt die offizielle nationalsozialistische Architekturauffassung Ende der 30er Jahre wider. Das Haus verbindet heimatliche und handwerkliche Elemente mit einer strengen und klaren architektonischen Gliederung. Als einer der ersten größeren Heimbauten im Rahmen des nationalsozialistischen „Bauprogramms der Jugend“ hatte es gestalterischen Vorbildcharakter.
Als Gästehaus geplant, erfuhr das Haus nach den Zweiten Weltkrieg unterschiedliche Nutzungen. In den 50er Jahren wurden Wohnungen für Ärzte und Schwestern eingerichtet, nachdem es dem Städtischen Krankenhaus Hohengatow zur Verfügung gestellt worden war.
Filmpremiere "Gärtnern um des Menschen willen" 28.10.2006
Der Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr im Zeichen der Gärten stand, ist zwar schon vergangen, aber das Thema weiterhin aktuell. Das Landesdenkmalamt Berlin, der Verein Denk mal an Berlin e.V. und LANDSCHAFTSARCHITEKTUR+VIDEO hatten zu einer ganz besonderen Veranstaltung eingeladen:
Am Samstag, 28. Oktober 2006, konnte man im Kino FSK am Oranienplatz in Kreuzberg der Premiere des Films "Gärtnern um des Menschen willen" über den berühmten Berliner Gartendirektor Erwin Barth beiwohnen. Angehörige der Familie Barth nahmen an der Veranstaltung ebenso teil wie Landeskonservator Prof. Dr. Haspel und die Filmautorin, Susanne Kröger.
Anschließend bestand die Möglichkeit zu einer Führung durch den Leiter der Berliner Gartendenkmalpflege, Dr. Klaus von Krosigk, durch die gärtnerischen Anlagen am ehemaligen Luisenstädtischen Kanal, einem der bekanntesten Werke von Erwin Barth.
Busrundfahrt "Märkische Güter in Berlin" 14.10.2006
Herr Schneider hat eine aufschlußreiche Exkursion zu ausgewählten Guts- und Herrenhäuser für die Mitglieder unseres Vereins durchgeführt.
Die Rundfahrt beinhaltete den Besuch im Schloss Biesdorf und führte über das Gutshaus Mahlsdorf, das Gutshaus Falkenberg, das Schloss Britz und endete mit einem Besuch des Herrenhauses in Marienfelde.
Führung "150 Jahre Alter St. Matthäus-Kirchhof" 05.10.2006
Der Alte St. Matthäus Kirchhof, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert, zählt zu den interessantesten und historisch bedeutsamsten Friedhöfen der Hauptstadt. Das gesamte Kirchhofareal trägt den Status eines Gartendenkmals. Der 1856 geweihte Kirchhof war Begräbnisort der ehemaligen Evangelischen St. Matthäus-Gemeinde. Viele Künstler Wissenschaftler und höhere Beamte des im Zweiten Weltkrieg zerstörten „Diplomaten- und Geheimrats-Viertels“ ließen sich auf dem St. Matthäus bestatten und in aufwändig gestalteten Wandgräbern, Mausoleen und Bildwerken verewigen. Wie kein anderer repräsentiert dieser Friedhof das glanzvolle Berlin der Gründerzeit und ist eine einzigartige Quelle der Stadtgeschichte.
Leider ist der langfristige Erhalt des Alten St. Matthäus-Friedhofs massiv bedroht. Der Wandel im Bestattungsverhalten, ausgelaufene Nutzungsverträge, Kriegsfolgen, Umwelteinflüsse sowie Vandalismus haben in vielen Fällen tiefe Spuren an den Denkmälern hinterlassen.
Führung "Industrielandschaft Oberschöneweide" 21.09.2006
Ab 1896 ließ Emil Rathenau auf einem Grundstück an der Spree für die AEG das Kabelwerk Oberspree errichten, in dem bis 1992 produziert wurde. Ein Teil der denkmalgeschützten Industriegebäude wird ab Oktober 2006 von der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft genutzt. Zugleich hält mit Museumsdependancen und Galerien moderne Kunst Einzug in leer stehende Fabrikhallen. Aus anderen Industriegebäuden wurden Künstlerateliers.
In der Führung wurden auch die Probleme bei der Erhaltung der denkmalgeschützten Industriebauten angesprochen und der Umgang mit ihnen diskutiert.
Stadtspaziergang "Hinterhöfe in der Spandauer Vorstadt" 17.08.2006
Die Spandauer Vorstadt weist ein vielschichtiges und dichtes Netz der verschiedensten Nutzungen und der damit verbundenen Bauformen auf. Hierzu gehören auch die ‚Hinterhöfe’. Was macht deren heutige Faszination und die damit verbundene Wiederentdeckung aus? Wie ‚gestaltet’ es sich zwischen Kommerz und normalem Mieterleben? Die Tour ist diesen Fragen u. a. durch die Sophien-, die Joachims- und Linienstrasse nachgehen.
Die kenntnisreiche Führung wurde von DenkmalTourenBerlin organisiert und durchgeführt.
Ausstellung "Marmor, Stein und Eisen bricht..." 27.07.2006
Mit der Ausstellung „Marmor, Stein und Eisen bricht…“ ermöglicht die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg einen spektakulären Blick hinter die Kulissen ihrer Restaurierungswerkstätten und die sonst verborgene Arbeit der Restauratoren. Moderne Mikroskope und interaktive Medien geben Einblicke in die faszinierende Welt der Struktur von Textilien, Farbschichten und der ungeahnten, zerstörerischen Kraft von Salzen. Computeranimationen machen die einzelnen Arbeitsschritte nachvollziehbar. Gezeigt werden kostbare Grafiken und Möbel, edle Porzellane und fragile Stoffe. Die Schau führt die große Verantwortung der Stiftung vor Augen, diese Kunstschätze für die Zukunft zu bewahren.
Ein Spaziergang am Lietzensee 14.07.2006
Passend zum Schwerpunktthema des diesjährigen Tags des offenen Denkmals „Rasen, Rosen und Rabatten“, setzten wir unser Veranstaltungsprogramm mit einer Führung durch den Lietzenseepark fort.
Die Führung wurde in Zusammenarbeit durch den Bürgerverein Lietzensee veranstaltet. Prof. Dr. Klaus W. Döring stellte den Lietzensee mit Park als ein einzigartiges „Dokument“ des Jugendstils, sowohl historisch als auch mit Bezug auf die umgebende Stadtlandschaft und seine acht Denkmäler vor.
Die bewegende Geschichte des Parks und seines Sees ist ein eindrucksvoller Ausschnitt der Stadtgeschichte von Berlin. Zwar hat dieses einmalige Denkmal des berühmten Charlottenburger Gartenbauarchitekten Erwin Barth in den 100 Jahren seines Bestehens – vor allem aber im 2. Weltkrieg – stark gelitten, dennoch ist es gelungen, durch mehrmalige Restaurationen den originalen Zustand beinahe wider herzustellen.
Busexkursion Ausgewählte Gartendenkmale 10.06.2006
Herr Dr. von Krosigk hat eine Exkursion zu ausgewählten Gartendenkmalen für die Mitglieder unseres Vereins durchgeführt. Die Rundfahrt hat vom Luisenstädtischen Kanal über die Wolfschlucht im Victoriapark zum Körnerpark in Neukölln geführt.
Im Schloss Britz haben wir uns mit Kaffee und Kuchen gestärkt. Anschließend hat Frau Dr. Przyborowski uns durch die aktuelle Ausstellung im Schloss Britz Ewald Friedrich Graf von Hertzberg und die Berliner Aufklärung geführt. Ein Rundgang mit Herrn Dr. von Krosigk durch den Schlosspark hat das Tagesprogramm beendet.
Führung "Stadt-Landschaft Hansa-Viertel" 08.06.2006
Das Hansaviertel, ein kleiner Stadtteil im der Berliner Stadtmitte zwischen Spree und Großem Tiergarten, ist seit seiner administrativen Trennung vom restlichen Tiergarten im Zuge der Verwaltungsreform 2001 ein eigener Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin. Das Hansaviertel ist geprägt durch seine im Rahmen der Internationale Bauausstellung „Interbau 1957“ in lockerer Bauweise unter Mitwirkung zahlreicher namhafter Architekten – anstelle der im 2. Weltkrieg zerstörten – neu errichteten Gebäude im Stil der Nachkriegsmoderne, die ein Ensemble bilden, das fließend in den Großen Tiergarten übergeht. Den städtebaulichen Entwurf lieferten die Architekten Jobst, Kreuer und Schließer, die Gesamtleitung lag in den Händen von Otto Bartning. 48 namhafte Architekten und Gartenarchitekten aus 14 Ländern entwarfen die Einzelbauten und Anlagen.
Pressetermin "Berliner Stadtmauer" 07.06.2006
Kaum ein Berliner kennt die Berliner Stadtmauer oder weiß, wo sich die letzten Reste der einstigen Umfassung Berlins aus dem 13. Jahrhundert befinden. Dank der Zusammenarbeit von Bezirk Mitte, Knobelsdorffschule, Landesdenkmalamt und Denk mal an Berlin e.V. werden die noch vorhandenen Fragmente nun saniert und der Öffentlichkeit neu präsentiert.
Schüler des Ausbildungsgangs Technische Assistenten für Denkmalschutz werden vor Ort unter fachlicher Anleitung von Restauratoren im Auftrag des Landesdenkmalamtes (LDA) die notwendigen Arbeiten ausführen. In den kommenden vier Wochen wird das Monument zunächst fachmännisch gesäubert. Anschließend wird die Bauforschung des LDA an die Arbeit gehen, bevor die eigentliche bauliche Sanierung beginnt. Insgesamt wird das Projekt etwa 3 Jahre Zeit benötigen. Zum Auftakt der Maßnahmen hat der Bezirk Mitte gemeinsam mit Denk mal an Berlin e. V. zum Pressetermin an der Berliner Stadtmauer eingeladen.
Garten der Villa Oeding 01.06.2006
1922 ließ sich der Geheime Hofrat Wilhelm Oeding vom Architekten Hans Großmann ein Wohnhaus in unmittelbarer Nähe des Havelufers errichten. Der, das Haus umgebende außergewöhnliche Garten wurde 1928 vom Gartenarchitekten Wiepking-Jürgensmann gestaltet. Eine einzigartige Terrassenanlage und die Einbeziehung von Gestaltungselementen aus der japanischen Gartenkunst machen den besonderen Reiz der Anlage aus. Wohnhaus und Garten sind ein denkmalpflegerisch vorbildlich instand gesetztes Zeugnis der Kladower Villenarchitektur des 20. Jahrhunderts.
Mitgliederversammlung 16.05.2006
Die Mitgliederversammlung unseres Vereins fand am 16. Mai 2006 im Teehaus des Englischen Gartens um 19.00 Uhr statt.
Dank der Bereitschaft von Herrn Dr. Klaus-Henning von Krosigk, stellvertretender Landeskonservator, wurden die Mitglieder und Freunde des Vereins vor der Versammlung durch den Englischen Garten geführt.
Äußerst anschaulich wurde der Rückblick auf das Jahr 2005 dargestellt. Unter anderem zeigte der Kurzfilm "Erinnerungszeuge" vom Jugendmuseum Schöneberg, das Engagement der Jugendlichen zum Tag des offenen Denkmals.
York Rieffel, Restaurator des Landesdenkmalamtes, konnte mit seinem Kurzvortrag einen Einblick auf das zukünftige Förderprojekt "Das Skulpturenprogramm Unter den Linden" geben.
Führung "Flakturmruine im Humboldthain" 20.04.2006
Seit 2003 hat der Verein Berliner Unterwelten e.V. in enger Kooperation mit dem Bezirk Berlin-Mitte eine einmalige ‚Höhlenwelt’ unter dem Humboldthain-Park zugänglich gemacht. Die Führung stieg in die im Februar 1948 gesprengte Ruine des Gefechtsturmes Humboldthain hinab. Der Umgang mit dem ehemaligen Bunkerbauwerk und seine bauliche Bedeutung wurden ebenso vorgestellt, wie die heutige Bedeutung als drittgrößtes Fledermausquartier in Berlin.
Führung "Neues Museum" 18.03.2006
Das Museum, eines der fünf Gebäude der Berliner Museumsinsel, wurde 1841/43–50/65 von Friedrich August Stüler errichtet. Das im Stil der Schinkel-Schule vergleichsweise schlicht gehaltene Neue Museum zeigt noch die Kriegszerstörungen von 1945. Es wird in seiner baulichen Struktur wiederhergestellt und soll seine Position als vollwertiger Teil der Museumsinsel wieder einnehmen. Zum Entwurfskonzept von Stüler gehört eine zum sparsamen Äußeren kontrastierende reiche Ausstattung im Innern. Eine technische Neuerung und für die Erbauungszeit sehr fortschrittlich war die Ausbildung flachgewölbter Decken unter Verwendung leichter Decken-Unterzugkonstruktionen. Die Arbeiten zum Wiederaufbau nach dem Entwurf von David Chipperfield haben Ende 2003 begonnen.
Unter fachkundiger Führung von Frau Dr. von Grote war es uns mit einer Baustellenbesichtigung möglich, den Fortschritt der Sanierungsarbeiten zu begutachten.
Führung "Heilig-Geist-Kapelle" 16.02.2006
Die Heilig-Geist-Kapelle ist eines der wenigen baulichen Zeugnisse des mittelalterlichen Berlin. Sie reiht sich ein in den Backsteinkirchenbau der mittelalterlichen Stadt um 1250 bis 1400 mit der Stadtpfarrkirche St. Nikolai und der Ruine der ehemaligen Franziskaner-Klosterkirche. Ursprünglich als Kapelle des Hospitals zum Heiligen Geist errichtet, ist das Bauwerk heute nicht nur Zeugnis mittelalterlicher Backsteinarchitektur, sondern es vermittelt auch stadt- und sozialgeschichtliche Aspekte.
Es grenzt an ein Wunder, dass die Kapelle - und vor allem der Dachstuhl - die großen Katastrophen, die Stadtbrände und die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges überstanden hat, während die unmittelbare Umgebung in Schutt und Asche fiel. Mit Hilfe großzügiger Mäzene konnten die Vorbereitung und Durchführung der Restaurierung der Heilig-Geist-Kapelle ab 1995/96 in Angriff genommen und 2005 beendet werden.
Führung "Abspannwerk Buchhändlerhof" 19.01.2006
Das Abspannwerk Buchhändlerhof wurde 1928 nach Entwurf und Planung durch Hans H. Müller in der Mauerstraße 78 – 80, zwischen Friedrichstraße und Potsdamer Platz errichtet. Müller war Chefarchitekt der BEWAG. Das sog. ewerk zählt zu den spektakulärsten Anlagen seiner Art und unterliegt aufgrund seiner Bedeutung seit 1987 den Denkmalschutzauflagen eines Industriedenkmals.
Insbesondere die teilweise im Originalzustand von 1886 erhaltene Halle im Erdgeschoss des Abspannwerkes Nord ist einzigartig in Europa. Jetzt steht das ewerk der Öffentlichkeit zur Büro- und Wohnnutzung sowie als Kulturstandort wieder zur Verfügung.
Ausstellung Jugendprojekt 09.01.2006
Zum Tag des offenen Denkmals haben sich Kinder und Jugendliche zusammen mit sechs Berliner Regionalmuseen an die Erkundung von Denkmälern gemacht, die in ihrer Stadt an den Krieg erinnern.
Eine Zusammenschau aller Projektbeiträge wurde bereits am 11. September 2005 im Wappensaal des Berliner Rathauses bei der Abschlussveranstaltung für den Tag des offenen Denkmals gezeigt. In erweiterter Form konnten die Ergebnisse des Jugendprojektes vom 6.12.2005 bis 9.1.2006 in der Wandelhalle des Berliner Rathauses besichtigt werden.
Diese Ausstellung gab einen Überblick über die Arbeit an den einzelnen Projekten. Texte, Interviews mit den Schülern und Fotografien erlauben einen Einblick in die konzentrierte und kreative Atmosphäre des Arbeitsprozesses.