Führung und Turmbesteigung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche 27.11.2007

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche prägt seit einem guten Jahrhundert das Gesicht Berlins und spiegelt die Geschehnisse dieser Zeitspanne in unterschiedlichster Form an ihrem Baukörper wieder. Bis heute legt die Kirchenanlage Zeugnis ab von kaiserlich-preußischem Selbstverständnis, mahnt gegen den Krieg und öffnet sich in ihrer Einfachheit des Neuen der Gegenwart und Zukunft.

Bei dieser Führung hatten wir die einmalige Gelegenheit, den sonst nicht zugänglichen alten Turm sowie die Kappelle zu besichtigen.

Busfahrt zu historischen Friedhöfen in Berlin und Potsdam 20.10.2007

Die längst erwartete Herbstbusfahrt führte im Oktober zu den historischen Friedhöfen Berlins und Potsdams. Unter Leitung von Herrn Dr. Klaus von Krosigk lernten wir den Parochialkirchhof, den Dorotheenstädtischen Friedhof und den Invalidenfriedhof in Berlin-Mitte kennen. Nach einer Mittagspause in den Räumen des Lapidariums am Halleschen Ufer und einer Besichtigung auf den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor, begaben wir uns in Richtung Zehlendorf, wo wir sowohl den Alten Dorfkirchhof als auch den Friedhof in Nikolskoe besichtigten. Die Busfahrt endete nach einem Besuch auf dem Bornstedter Friedhof in Potsdam wieder in Berlin.

Kinderführung: „Alte Bäckerei“ in Pankow 13.10.2007

2001 wurde das Anwesen „Alte Bäckerei” durch die Bauherrin Ruthild Deus übernommen. Ihr gelang es, mit Hilfe von öffentlichen Fördermitteln und unter Leitung der Bauingenieurin Heike Kraatz das Gebäude und die Außenanlagen denkmalgerecht zu sanieren.
Im Wohnhaus der Alten Bäckerei bekommt man einen Einblick in das Wohnen im dörflichen Pankow um 1900. Im Obergeschoss befindet sich das einzigartige „Museum für Kindheit in Pankow”, wo sich nicht nur Kinder durch den Charme altmodischer Spielzeuge und Möbel bezaubern lassen können.
Die Führung richtete sich an Kinder von 6 bis 14 Jahren. Erwachsene waren herzlich willkommen.

Führung Park Sanssouci und Lapidarium 26.09.2007

Während eines frühherbstlichen Spazierganges durch den Park Sanssouci erläuterte uns Frau Saskia Hüneke, Kustodin der Skulpturensammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die Sandsteinskulpturen der Fassadenverzierung am Neuen Palais. Es wurde 1763 - 1769 im Park Sanssouci nach den Vorstellungen Friedrichs des Großen errichtet. Ein Rundgang durch das Lapidarium mit weiteren Skulpturen des Neuen Palais führte uns in die antike Götter- und Musenwelt. Frau Hüneke gab in ihrer Führung einen Einblick in Geschichte, Bedeutung und Erhaltungspraxis des Skulpturenensembles.

Führung "Haus der Kulturen der Welt" 30.08.2007

Das vom Architekten Werner Düttmann entworfene Gebäude wurde zu einem markanten Zeichen in der Stadtlandschaft der Nachkriegsmoderne Berlins. Es wurde 1956/57 als Beitrag der USA zur internationalen Architektur-Ausstellung Interbau errichtet und als Geschenk an Berlin übergeben. Die einzigartige Konstruktion aus zwei Bögen aus Stahlbeton mit gemeinsamem Fußpunkt, die schräg stehend auseinander geklappt sind und zwischen sich die Dachkonstruktion spannen, stellt eine besondere Form der Stadtlandschaft dar. Straßenseitig befindet sich eine Anlage aus mehreren Wasserbecken mit Springbrunnen und die Plastik Large Butterfly von Henry Moore, und spreeseitig liegt ein Garten-Café am Spreeufer.

Nach einer einjährigen Umbauphase feierte das Haus der Kulturen der Welt im August 2007 seine Wiedereröffnung und das 50jährige Jubiläum der Eröffnung der ehemaligen Kongresshalle.

Führung "Studentendorf Schlachtensee" 18.08.2007

Über mehrere Jahre war das 1957-1964 von den Architekten Hermann Fehling, Daniel Gogel und Peter Pfankuch (Architekten des Berlin Pavillons) in mehreren Bauabschnitten errichtete Studentendorf Schlachtensee dem Verfall preisgegeben und sollte zuletzt dem Bau von Stadtvillen weichen. Durch die ‚langatmige’ Initiative verschiedenster Institutionen und Personen konnte dies verhindert und das unter Denkmalschutz stehende Dorf, das ein einzigartiges Beispiel der frühen Nachkriegsmoderne ist und inzwischen als nationales Kulturdenkmal eingestuft wurde, wieder zum Leben erweckt werden. Sowohl die Gebäude, als auch der von Hermann Mattern gestaltete Landschaftsgarten geben in ihrer Authentizität einen Einblick in die Architekturauffassung der 50/60ziger Jahre und zeigen, dass die Anlage auch den heutigen Anforderungen gerecht wird und es sich hier bestens leben und arbeiten lässt.

Die Führung beschäftigte sich mit der Geschichte, den Sanierungen und dem Blick in die Zukunft. Hierbei wurden auch Innenräume sowie die momentane Baustelle besichtigt.

Führung "Der Garten an der Kongresshalle" 09.08.2007

In den Jahren 1956 und 1957 entstand im Zusammenhang mit der Interbau am Rande des Tiergartens die Kongresshalle als Ort der Kommunikation und als Zeichen der Unterstützung und Verbundenheit der Amerikaner mit West-Berlin. So entstand somit bis Anfang 1958 eine großzügige, parkartige Gartenanlage, die bis heute nahezu unverändert diese Zeit repräsentiert, jedoch nur zu einem Teil als eigenständiges Gartendenkmal der 1950er Jahre gewürdigt wird.

Ein Rundgang durch die Anlage zeigte den Umfang und die authentischen Bestandteile des Gartens, informierte über die Entstehungszeit und umfangreichen landschaftsgestaltenden Arbeiten und bot einen Rückblick auf die Zeitgeschehnisse und städtebaulichen Entwicklungen.

Führung „Schloss Bellevue“ 28.06.2007

Der heutige Amtssitz des Bundespräsidenten Schloss Bellevue wurde 1786 im Auftrag des jüngeren Bruders Friedrich II., Ferdinand von Preußen, nach Plänen von Michael Philipp Boumann als Lustschloss und königlicher Landsitz im frühklassizistischen Stil errichtet.

Zahlreiche Umbauten und Anbauten zeugen von der wechselhaften Geschichte des Gebäudes und lassen sowohl Zeitschichten als auch die unterschiedlichen Restaurierungskonzepte erkennen. So bleiben aus Denkmalschutzgründen beispielsweise zwei in den 1950er Jahren ausgestattete Salons erhalten. Nach der jüngsten Restaurierung (2004-2005) präsentieren sich die Repräsentationsräume im Stil der 1980er Jahre, in denen eine behutsame Annäherung an alte Dekorationsformen mit teilweise neuen Materialien versucht wurde. Auch die Rekonstruktion des ovalen Tanzsaals von Carl Gotthard Langhans (1791) stammt dieser Zeit.

Führung „Knorr-Bremse“ 24.05.2007

Die Knorr-Bremse besitzt in Berlin zwei denkmalgeschützten Anlagen. In Friedrichshain steht das 1913-16 nach Plänen des schwedischen Architekten Alfred Grenander errichtete Stamm- und Hauptwerk. Nach dem Mauerfall ließ die Knorr-Bremse den Komplex denkmalgerecht sanieren und zum Dienstleistungszentrum umbauen. Für seine Verdienste um die Erhaltung, die Wiederherstellung und Wiederbelebung von Industriedenkmalen wurde der Vorstandsvorsitzende der Knorr-Bremse AG, Hermann Thiele im Dezember 2006 mit dem Berliner Denkmalpflegepreis, der Ferdinand-Quast-Medaille des Berliner Landeskonservators ausgezeichnet.

Im ersten Geschoss des Gebäudekomplexes sind die restaurierten Räume der Repräsentanz der Knorr-Bremse AG zu besichtigen. Außerdem gibt die Führung einen Einblick in die wertvolle Sammlung historischer und moderner Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge.

Führung "Skulpturenprogramm" 10.05.2007

Unter den Linden, am Gendarmenmarkt und auf der Schlossbrücke schmücken Marmorskulpturen das Zentrum Berlins. Die Skulpturen entstammen zum großen Teil der Berliner Bildhauerschule des 19. Jahrhunderts und bilden eines der bedeutendsten Skulpturenensembles in Europa.

Die Standbilder aus Marmor und Bronze verleihen Berlins Mitte einen doppelten Glanz: sie bezeugen das hohe Niveau der Berliner Bildhauerkunst und veranschaulichen eindrücklich die dargestellten Persönlichkeiten. Mit ihnen verknüpfen sich Namen wie Schinkel, Schadow und Rauch, oder Mommsen, Humboldt und Zieten. Die Skulpturen sind tief mit der Geistesgeschichte Preußens verbunden. Könige, Dichter und Philosophen begleiteten ihre Entstehung – Goethe ließ sich beispielsweise Abgüsse der Scharnhorst und Bülow-Standbilder nach Weimar schicken.

Der Restaurator des Landesdenkmalamtes Berlin, York Rieffel, gibt bei einem Rundgang Einblick in Geschichte, Bedeutung und Erhaltungspraxis des außerordentlichen Skulpturenensembles.

Führung "Stadtmauer" 03.05.2007

Im traditionellen Klosterviertel zwischen Waisenstraße und Littenstraße in Berlin-Mitte haben sich – es ist fast ein Wunder - ungefähr 80 Meter der mittelalterlichen Stadtmauer, welche einst die Doppelstadt Berlin und Cölln umspannte, erhalten.

Erst Kriegszerstörungen der später angebauten Wohnhäuser brachten den aus dem 13.-15. Jahrhundert stammenden Mauerzug wieder zum Vorschein. Ein völlig überraschender Fund, war doch das Bauwerk mit Entstehung der neuen Stadtbefestigung im 17. Jahrhundert aufgegeben und im 19. Jahrhundert der Stadterweiterung geopfert worden. Verschont blieb dieses Mauerstück, weil im 18. Jahrhundert zu beiden Seiten der Mauer Häuser errichtet worden waren.
Die heutige Mauer weist eine Höhe zwischen 3 und 5 Metern auf. Früher war diese jedoch viel höher. Man schätzt die Höhe auf 6 bis 7 Meter. Ursprünglich besaß die gesamte Befestigungsanlage auf der Feldseite sogenannte Wieckhäuser, turmartige Vorsprünge, und war durch Wassergräben und Erdwall geschützt.

Frau Barth vom Landesdenkmalamt Berlin und die Restauratorin Frau Schuchardt werden Einzelheiten der mittelalterlichen Wehranlage mit ihren baugeschichtlichen Spuren erläutern und über den aktuellen Stand der Restaurierung berichten.

Führung "Bodemuseum" 19.04.2007

Der neubarocke Bau wurde 1897-1904 nach Entwürfen des Hofarchitekten Ernst von Ihne als Kaiser-Friedrich-Museum errichtet. Nach Plänen seines ersten Direktors Wilhelm von Bode, präsentierte das Museum die Gemälde- und Skulpturensammlung, frühchristlich-byzantinische und islamische Kunst. Im Innern herrschte eine einzigartige Raumtypologie mit einer Kombination von „Stilräumen“ in der Hauptachse und auf die museumsreformerische Konzeption Bodes abgestimmten Räumen. Nach fünfjähriger Sanierung wurde der Bau im Oktober 2006 wiedereröffnet. Dank der vollständig erhaltenen Originalsubstanz konnte u. a. die prächtige Hauptachse wiederhergestellt werden. Auch die Marmor- und Fliesenböden sind wieder hergestellt, die wunderbaren Kassettendecken, Kamine und Altartische, die Bode vor allem aus Italien nach Berlin bringen ließ, restauriert. Die Führung informiert über die aufwändigen Restaurierungsarbeiten.

Führung "Stadtbad Steglitz" 15.03.2007

Das Stadtbad wurde im Jahr 1908 in der Landgemeinde Steglitz mit einer für damalige Zeiten erstaunlich luxuriöser Ausstattung eröffnet. Eine russisch-römische Sauna, elektrische Lichtbäder und Massageabteilungen boten dem Besucher inmitten seiner sich immer mehr verstädternden Umgebung eine Oase der Erholung und körperlichen Belebung. Das Bad trug wesentlich zur Neuansiedlung stadtmüder Berliner bei. Der Hauptstadtbürger hingegen musste dafür tief in die Tasche greifen, denn ein vergleichbares Verwöhnangebot gab es in Berlin bis 1920 nur in teuren Privatbädern.

Die Führung informierte nicht nur über die Geschichte sondern auch über die heutige Nutzung des Stadtbades.

Führung "Ehemalige Müllverladestation" 22.02.2007

Die ehemalige Müllerverladestation, 1936/37 von dem Architekten Paul G. R. Baumgarten entworfen, ist ein Beispiel für das Fortleben des Neuen Bauens in den 30er Jahren. Seit 1934 war Baumgarten Leiter der Bauabteilung der Berliner Müllabfuhr AG, die den Müll auch auf Schiffen aus der Stadt transportierte. In Anspielung auf die Gebäude-Funktion – den Müllabtransport – gab der Architekt dem Bauwerk eine Form, die an ein Frachtschiff erinnert. Heute beherbergt es ein großes Architekturbüro, dem es gelungen ist, die neue Nutzung des Baus in Einklang mit der denkmalgeschützten Architektur zu bringen.

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