Tag des offenen Denkmals - Kultur in Bewegung Reisen, Handel und Verkehr

Unter dem diesjährigen Motto des Tages des offenen Denkmals »Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr« begaben sich zahlreiche Kinder und Jugendliche aus sechs Berliner Bezirken im Auftrag des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen und Denk mal an Berlin e.V. auf eine Reise in die Vergangenheit. Mit eigens kreierten Theaterstücken, Führungen und Lesungen präsentierten die jungen Menschen Wissenswertes und Spannendes rund um Denkmale der Verkehrs- und Technikgeschichte. Vorgestellt wurden die Projekte, neben Präsentationen vor Ort, im Berliner Rathaus im Rahmen des Denkmalsalons. Die Abschlussveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010 begeisterte die rund 150 Gäste mit einem gelungenen Programm.

 

Unter dem Motto »Kieck mal an in Lichtenberg« haben Jugendliche aus dem Victoria- und Weitlingviertel eine spannende Führung durch ihren Kiez erarbeitet, die vom Bahnhof Lichtenberg mit seiner wechselvollen Geschichte über die Weitlingstraße, weiter zum Bahnhof Nöldnerplatz bis hin zum Rummelsburger Rathaus führte. Die Besucher erfuhren allerlei Wissenswertes, Unterhaltsames und vor allem lustige Anekdoten über diesen geschichtsträchtigen Stadtteil Berlins.

Außergewöhnliche und spannende Geschichten gab es auch in Spandau zu berichten, die sich um den ehemaligen Auswandererbahnhof und seine letzten baulichen Reste in der Straße mit dem schönen Namen »Freiheit« ranken. Das interdisziplinäre Spandauer Jugendprojekt stellte seine Ergebnisse in einer Open-Air-Ausstellung der Öffentlichkeit vor.

Schüler der Sophie-Scholl-Oberschule und der Barbarossa-Grundschule haben über die vielseitige und spannende Historie der 1910, nach Plänen von Emil Schaudt vollendeten, Carl-Zuckmayer-Brücke am Stadtpark Schöneberg recherchiert und diese den Besuchern in einer wandelnden Ausstellung, in Theateraufführungen und Lesungen unterhaltsam und lehrreich zugleich präsentiert.

Das diesjährige Motto des Tages des offenen Denkmals regte an, diejenigen historischen Bauten »unter die Lupe zu nehmen«, denen dieses Thema wie auf den Leib geschneidert scheint: die Stadttore Berlins. Das Kinder- und Jugendprojekt »Was die Berliner Stadttore erzählen« des Mitte Museums beschäftigte sich eingehend mit diesen Bauwerken und hat deren Geschichte in Form von selbst gebauten Modellen, Rollenspielen und szenischen Darstellungen für die Besucher greifbar werden lassen.

Schüler einer 3. Klasse der Victor-Gollancz-Grundschule haben sich aufgemacht, die interessante Geschichte des Verkaufspavillons auf dem Künstlerhof Frohnau, der eng mit der Gründungsgeschichte der Gartenstadt Frohnau verbunden ist, zu erforschen. Verschollene Erinnerungen wurden dabei zum Leben erweckt und dem begeisterten Publikum in Ausstellungen und Theatervorführungen dargeboten.

Die Kurt-Schwitters-Oberschule in Prenzlauer Berg war nach dem Zweiten Weltkrieg Heimat und Schicksalsort vieler Mädchen und Jungen, die im dortigen Hauptkinderheim von Groß-Berlin Jahre ihres jungen Lebens verbrachten. Schüler dieser Oberschule begaben sich auf Spurensuche, um die wechselvolle Geschichte ihres Schulgebäudes zu ergründen. Die er-staunlichen Ergebnisse ihrer Nachforschungen vermittelten sie den Besuchern zum Tag des offenen Denkmals im Rahmen kurzweiliger und spannender Führungen durch das Schulgebäude.

 

Den Denkmalliebhabern Berlins bot Denk mal an Berlin e.V. auch in diesem Jahr wieder zwei interessante Führungen.

Auf der Spurensuche nach den ältesten Berliner Bürgerhäusern begaben sich die Denkmalliebhaber, die an der Führung durch das Klosterviertel in Berlins Mitte begeben hatten.

Bei einem dreistündigen Rundgang durch die Villenkolonie Alsen und Wannsee begaben sich andere auf die Spurensuche nach Malern, Dichtern und Industriellen.

Wie jedes Jahr waren die Anfrage groß und die Führungen schnell ausgebucht.

 

In der Parochialkirche, dem langjährigen Förderprojekt des Vereins, war der Verein mit einem Informationsstand vertreten und der Architekt Jochen Langeheinecke („Planer in der Pankemühle) hielt einen anschaulichen Vortrag über die Rekonstruktion des Parochialkirchturms. Dank Herrn Peter Teichert bestand auch die exklusive Möglichkeit die Gruft zu besichtigen und Fragen zu stellen.

 

 

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