Kuratorenführung "Berlins vergessene Mitte", 14. November 2010

Am Mittwoch den 20. Oktober wird die Ausstellung "Berlins vergessene Mitte" im Stadtmuseum Berlin eröffnet. Wir möchten Ihnen eine Führung mit dem Ausstellungskurator Herrn Dr. Benedikt Goebel für Sonntag den 14. November 2010, 15.00 Uhr anbieten.

Hier finden Sie den Flyer mit nähere Informationen.

Die Gruppe sollte 20 Personen nicht überschreiten, daher bitte wir Sie sich schnellst möglich anzumelden, wenn Sie Interesse haben. Bei großem Andrang versuchen wir gerne die Führung zu wiederholen.

Die Führung kostet inklusive Ausstellung 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Treffpunkt ist der Eingang des Stadtmuseum Berlin, Ephraim-Palais in der Poststraße 16, 1078 Berlin.

Benefizkonzert für die Parochialkirche, 28. August 2010

Der Verein Denk mal an Berlin e.V. lud mit der Mendelssohn-Gesellschaft zu einem Benefizkonzert für die Rekonstruktion des Parochialkirchturms und anschließendem Empfang ein. Das Konzert mit dem Kronenchor Friedrichstadt unter der Leitung von Marie-Louise Schneider fand  

am Samstag, dem 28. August 2010, um 17 Uhr

in der Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin

statt. Der Erlös des Kartenverkaufs sowie darüber hinausgehende Spenden sind für die Rekonstruktion des Turms bestimmt.

Der Kronenchor Friedrichstadt ist ein gemischter Kammerchor, der sich 1993 in der Kronenstraße in Berlin-Mitte gegründet hat. Er war einer der wenigen Laienmusik-Ensembles, in dem sich junge Menschen aus beiden Teilen der Stadt zusammentaten.

Die Hochzeit von Fanny Mendelssohn Bartholdy und Wilhelm Hensel wurde am 3. Oktober 1829 in der Parochialkirche gefeiert. Der Chor hat an diesem Abend aus dem Hochzeitsprogramm die Kantaten „Zum Fest der heiligen Cäcilia“ und „Faust“ vor der originalen Kulisse vortragen. Ergänzt wurde das Programm um weitere Solo-Lieder, vorgetragen durch Nora Lentner (Sopran), Tomasz Wija (Bass) und Klara Hornig (Klavier). Dr. Thomas Lackmann, stellv. Vorsitzender der Mendelssohn-Gesellschaft, las aus Briefen und Tagebüchern der Familie Mendelssohn Bartholdy.

Die 1703, nach dem Entwurf von Johann Arnold Nehring erbaute Parochialkirche gilt als erster bedeutender barocker Kirchenbau und erste reformierte Kirche in Berlin. Die obeliskartige Turmspitze prägte das damalige Stadtbild und beherbergte das berühmte, aus 37 Glocken bestehende, von König Friedrich-Wilhelm I. gestiftete Glockenspiel. Der Turm soll bis zum Jahr 2012 wiederhergestellt werden und somit die historische Silhouette Berlins wieder vervollständigen.

Denk mal an Berlin e.V. und die Mendelssohn-Gesellschaft haben sich sehr gefreut, Sie an diesem besonderen Abend als Gast dort begrüßen zu dürfen.

Wir danken ganz herzlich allen Besuchern und Spendern!

Führung OP-Bunker Teichstraße, 29. Juni 2010

Der Verein Berliner Unterwelten e.V., 1997 gegründet, widmet sich den unterschiedlichsten unterirdische Anlagen. Diese Objekte – Luftschutz­anlagen, blinde Tunnel oder stillgelegte Brauereikeller – werden durch den Verein betreut und einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Auch der Operationsbunker, auf dem ehemaligen Gelände des Humboldt-Krankenhauses in Reinickendorf, erbaut 1942 von der Firma Betonbau-Krüger, ist eines der Förderprojekte des Vereins. Mit Hilfe der Berliner Unterwelten wurde der OP-Bunker am 27. April 2009 in die Denkmalliste des Landes Berlin aufgenommen. Ein interessantes Nutzungs­konzept erhielt der Bunker ab Januar 1958 – er diente als Ausnüchterungszelle für Betrunkene. Nach dem Umzug des Krankenhauses 1985 wurde er zur Einlagerung von Matratzen und Bettgestellen für den Katastrophenfall genutzt.

Mit Hilfe von Manfred Witt, Vereinsmitglied Berliner Unterwelten e.V., haben wir den Bunker betreten und sind in den historischen Untergrund eingetaucht.

Denkmal-Stammtisch „Jugendbauhütte“, 7. Juni 2010

Aufgrund zahlreicher Nachfragen der Mitglieder wollten wir die schöne Tradition des Denkmal-Stammtisches auch in diesem Jahr fortsetzen.

Heike Pieper, Mitglied im Vorstand der Jugendbauhütten e.V. der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie im Förderverein der Jugendbauhütte Brandenburg/Berlin e.V. und Bernd Henning, Leiter der Jugendbauhütte Brandenburg/ Berlin haben das spannende Thema Jugend und Denkmalpflege anhand der Jugendbauhütten und einem Kurz-Film mit dem Titel „Denkmal – Zeit für ein Jahr“ vorgestellt. Aufgrund des Erfolges der Jugendbauhütten engagieren sie sich für eine eigenständige Jugendbauhütte Berlin.

Denk mal an Berlin e.V. als Einsatzstelle sowie Christine Gericke, Teilnehmerin des Freiwilligen Jahres in der Denkmalpflege, haben das Thema um den praktischen Einblick ergänzt.

Im Anschluss gab es die Gelegenheit, sich bei einem Glas Wein und einem kleinen Snack über das aktuellen Vereinsgeschehen zu unterhalten und sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen.

 

Führung Renaissance-Theater, 4. Juni 2010

Das Renaissance-Theater in Charlottenburg-Wilmersdorf ist das einzige vollständig erhaltene Art-Déco-Theater Europas. Zusätzlich ist dort die komplette Originalausstattung von höchster künstlerischer Qualität erhalten. Es wurde 1926/27 durch Oskar Kaufmann errichtet. Indem er die ungünstigen baulichen Gegebenheiten zwischen Hardenberg- und Knesebeckstraße geschickt nutzte, schuf er ein Musterbeispiel eines intimen Theaters. Von außen fällt der halbrunde, zweigeschossige Vorbau mit fünf schlanken, rundbogigen Fenstern auf, deren blaue Verglasung von Hella Santarossa entworfen wurde. Im Inneren beeindruckt die expressionistische Formenvielfalt sowie die von César Klein geschaffenen Intarsien.

Unter der sachkundigen Führung von Vicki Spindler, Mitarbeiterin des Renaissance Theaters, durften wir dieses „Juwel der Theaterbaukunst“ besichtigen und einen Einblick in seine Geschichte bekommen.

 

Stadtspaziergang Villenkolonie Alsen und Wannsee, 12. Mai 2010

Die Kolonien Alsen und Wannsee umfassen zahlreiche sehenswerte Villen aus den Jahren 1870–1932. Bereits ab 1863 wurde die Kolonie Alsen von dem Lenné-Schüler Gustav Meyer geplant und durch den Bankier Wilhelm Conrad verwirklicht. Hier schufen die renommiertesten Architekten der Zeit repräsentative Häuser und Gärten, wie Villa Liebermann, Villa Oppenheim und die Villa „Haus der Wannsee-Konferenz“, um nur einige zu nennen. Die Kolonie Alsen ist die älteste Villenkolonie in der Umgebung Berlins und bildet den Schwerpunkt des Spazierganges.

Unter der sachkundigen Führung von Thomas Schmidt, Berliner Stadtführer und Mitglied von Denk mal an Berlin e.V., begaben wir uns auf die Spuren von Malern, Dichtern und Industriellen.

Die dreistündige Tour hatte um 16.00 Uhr am Bahnhof Wannsee begonnen und endet am Flensburger Löwen.

Führung und Theatervorstellung in der Theaterkapelle Friedrichshain, 30. April 2010

Die ursprüngliche Friedhofskapelle, der evangelischen Georgen-Parochialgemeinde, wurde 1879 von Gustav Knoblauch errichtet und 1948 bis 1950 umgebaut und von da an als Kirche der evangelischen Verheißungs-Kirchengemeinde genutzt. Sie ist durch ihre Bauweise mit Rundbogenfenstern und der Lisenengliederung dem klassischen Stil Schinkels angepasst. Im Mai 2006 wurde dann schließlich der Spielbetrieb in der Friedhofskapelle an der Boxhagener Straße in Friedrichshain aufgenommen.

Frau Christina Emig-Könning, Leiterin der Theaterkapelle, hatte in einer Führung das Gebäude und das aktuelle Nutzungskonzept vorgestellt. Im Anschluss gab es die Möglichkeit das Theaterstück „Quartett“ von Heiner Müller in der Kapelle zu sehen.

Führung durch Haus Ruegenberg und Haus Wagner, 15. März 2010

Der Verein und die Bewohner der Häuser gewährten, unter der Leitung von Herrn Nellessen, einen Einblick in die außergewöhnlich gestalteten Häuser. Beide Architekten der Häuser haben Ende der 50er Jahre versucht neue Wege im Bau von Einfamilienhäusern aufzuzeigen und damit für diese Bauzeit baukünstlerisch solitäre und wertvolle Objekte geschaffen. Die künstlerische Bedeutung beider Häuser liegt in ihren Grundriss-, Fassaden- und Innenraumgestaltungen. Das Haus Ruegenberg, nach seinem Architekten Sergius Ruegenberg benannt, ist ganz nach dem Sonnenlauf gebaut, mit dem „weckenden Fenster“ als Schlafzimmer im Süden. Das zweite Haus, nach Dr. med. Johannes Wagner benannt, ist ein Werk aus der Schule Hans Scharouns. Heinz Schudnagies errichtete das eingeschossige Wohnhaus, in dem sich die Gestaltung und Zuordnung der Innenräume in der lebhaften Fassadengliederung widerspiegelt.

Podiumsdiskussion "Denkmale und Solarenergienutzung", 18. Februar 2010

Die Debatte geht weiter...

2. Podiumsdiskussion
zu Denkmalen und Solarenergienutzung

Nach der erfolgreichen Podiumsdiskussion zum Thema Denkmal und Solarenergienutzung im September 2008 haben der Verein Denk mal an Berlin e.V. und die systaic AG zur Fortführung der Debatte eingeladen.

Im Zentrum der Diskussion am 18. Februar 2010 stand unter anderem die Situation in Kommunen mit viel denkmalgeschützter Altbausubstanz und baulich geschlossenen Kernstädten. Folgende Fragen wurden dabei im Fokus gestellt: Wie geht es nach der vorläufig gescheiterten Solarsatzung in der Stadt Marburg weiter und was sehen andere Kommunen für rechtliche Rahmenbedin­gungen vor? Was bedeutet eine intensive Solarnutzung für Stadtbild und Dachlandschaften in unseren Altstädten? Welche Bedeutung hat Solarenergie heute für das Stadtmarketing?

Denkmalpfleger hierzulande sind meist bestrebt, die Original­substanz historisch wertvoller Gebäude möglichst unangetastet zu lassen. Kommt bei einer anstehenden Modernisierung der Wunsch nach Nutzung von erneuerbaren Energien hinzu, kön­nen vielfältige Konflikte zwischen Denkmalpflegern, Architek­ten und Hauseigentümern entstehen.

Forderungen nach der Nutzung umweltverträglicher Ener­giequellen werden immer lauter. Dass sich Klima und Denk­malschutz nicht grundsätzlich ausschließen, zeigen etliche Kirchengemeinden, die Solaranlagen installiert und tragfähige Kompromisse mit den Denkmalschützern erarbeitet haben. Auch zeigt die Praxis, dass es durchaus möglich ist, Solartech­nik ansprechend in historische Gebäude zu integrieren.


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Eine Veranstaltung in Kooperation mit:

 


Führung durch die Villa Bejach, 30. Januar 2010

Eingeleitet wurd das neue Jahr mit einer interessanten Führung durch ein außergewöhnliches Denkmal. Die Villa Bejach ist seit September 2009 der Sitz der neu gegründeten Erich-Mendelssohn-Stiftung. Initiator der Gründung war der Architekt Helge Pitz. Zweck der Stiftung ist, Leben und Werk Mendelsohns zu würdigen. Gleichzeitig widmet sie sich auch allen deutsch-jüdischen Architekten und den Architekten der Klassischen Moderne. Herr Pitz als Besitzer der Villa, wird dem Verein dieses Bauwerk der klassischen Moderne erläutern.

Im Jahr 1927 entwarf der jüdische Architekt Erich Mendelsohn das Wohnhaus in kubischer Form mit Garten für den Arzt Dr. Bejach und seine Familie im Süden Zehlendorfs. Der wesentliche Charakter des zweigeschossigen Landhausbaus wird durch den Wechsel von Putz- und Ziegelschichten bestimmt.

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