Vorweihnachtliches Treffen von Denk mal an Berlin e.V.

Kuratoriumsvorsitzender Herr Dr. von Krosigk stellt sein neues Buch vor
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Frau Ziemer hält die Eröffnungsrede
Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstands (v.l.n.r.: Max Raabe, Dr. Michael Tegtmeier, Dr. Detlef Graf von Schwerin, Hans Wall, Dr. Elisabeth Ziemer, Sisi Zheng, Jochen Langeheinecke (Architekt der neuen Turmspitze der Parochialkirche), Dr. Agnete von Specht, Dr. Klaus-Henning von Krosigk

Denk mal an Berlin lud ein zu einem vorweihnachtlichen Treffen am Dienstag, den 10. Dezember 2013 um 18:00 Uhr in der Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin.

Freundlicherweise erklärte sich Herr Dr. Klaus v. Krosigk bereit, bei dieser Gelegenheit einen Vortrag über sein neues Buch „Gartendenkmale in Berlin – Parkanlagen und Stadtplätze“ (Band 3 der Trilogie „Gartendenkmale in Berlin) zu halten.

Im Anschluss an den Vortrag trafen wir uns bei einem Glas Wein in zwangloser Runde, um uns über die kommenden Förderprojekte und Veranstaltungen auszutauschen.

Besichtigung der Synagoge Rykestraße

Am Freitag, den 8. November 2013, um 16:30 Uhr fand eine Führung durch die Synagoge Rykestraße in Berlin-Prenzlauer Berg statt.

 

Die Führung hat der Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Herr Dr. Hermann Simon, übernommen.

 

Von dem Architekten und Gemeindebaumeister Johann Hoeniger geplant, galt die Synagoge Rykestraße seit ihrer Einweihung im Jahre 1904 als das größte jüdische Gotteshaus Berlins und zeichnet sich heute durch seine gute Instandhaltung aus. Durch seine besondere Lage - in einem Hinterhof angrenzend zu Wohnhäusern - blieb das Gebäude in der Pogromnacht 1938 von einer Totalzerstörung verschont.

Nach ihrer Zwangsschließung 1941 wurde die Synagoge von der Wehrmacht als Pferdestall und Heulager missbraucht. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten wurde die Synagoge 2005 feierlich wiedereröffnet.

 

Bei Interesse konnte im Anschluss an die Führung um 18 Uhr der Gottesdienst in der Synagoge besucht werden.

 

 

Führung durch die Hufeisensiedlung Berlin-Britz

 

 

Am Donnerstag, den 24. Oktober 2013, um 16 Uhr besichtigten wir die Hufeisensiedlung in Berlin-Britz.

 

Programmpunkt des Architekturrundgangs war auch die Führung durch „Tautes Heim“.

 

Die Besichtigung übernahm der Grafik-, Interface- und Ausstellungsdesigner Ben Buschfeld, der selbst seit 15 Jahren dort wohnt.

 

Die von dem Architekten Bruno Taut und dem Stadtbaurat Martin Wagner geplante, zwischen 1925 und 1930 erbaute, Hufeisensiedlung gilt international als Schlüsselwerk modernen städtischen Siedlungsbaus. Sie steht seit 1986 als Gesamtensemble unter Denkmalschutz und wurde 2008 in die UNESCO-Weltkulturerbe- Liste aufgenommen.

 

Tautes Heim, ehemaliges Wohnhaus von Bruno Taut, haben Ben Buschfeld und die Landschaftsarchitektin Katrin Lesser originalgetreu restauriert; es wird als Ferienhaus vermietet. Für ihre Leistung erhielten sie im Juni 2013 den Denkmalschutzpreis der EU-Organisation Europa Nostra.

 

 

 

Führung durch die Italienische Botschaft

Sicht auf den Innenhof der Botschaft
Foyer im Eingangsbereich
öffentlicher Aufenthaltsraum
Speisesaal

Am Montag, den 30. September,

um 16 Uhr besuchten wir die

Italienische Botschaft in der Hiroshimastraße 1,

10785 Berlin .

 

Das monumentale Gebäude der Italienischen Botschaft wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1939 und 1941 von Friedrich Hetzelt errichtet. Seine markante Erscheinung ist durch

den neoklassizistischen Stil und die Verblendung aus römischem Travertin geprägt. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Bau stark zerstört und nur notdürftig rekonstruiert. Nach der

deutschen Wiedervereinigung ließ der italienische Staat zwischen 1999

und 2003 das historische Gebäude

wieder aufbauen. Inzwischen steht es

unter Denkmalschutz. Es dient auch als

Residenz des italienischen Botschafters.


 

Vortragsveranstaltung von Frau Dr.Dorothea Zöbl zur Charlottenburger Stadtgeschichte

Die Historikerin Frau Dr. Dorothea Zöbl stellte am 05.09.2013 um 19 Uhr in der Geschäftsstelle von Denk mal an Berlin ihr gerade erschienenes Buch „Wo der König Bürgermeister war“ vor. Darin schildert sie fast 300 Jahre Stadtgeschichte rund um das Schicksal des Hauses Schustehrusstraße 13. Es wurde 1712 errichtet und ist das älteste erhaltene Wohnhaus Charlottenburgs. Gerettet haben es vor etwa 30 Jahren beherzte Anwohner, die sich dem illegalen Abriss durch Immobilienspekulanten widersetzen konnten.

Führung durch das Hotel Bogota, einem Baudenkmal der „Zerstörten Vielfalt“

Am Donnerstag, den 29. August 2013, fand eine Führung durch das Haus Schlüterstraße 45 (Hotel Bogota), einem Baudenkmal der „Zerstörten Vielfalt“, mit dem Inhaber des Hotels, Herrn Joachim Rissmann, statt.

 

Das Hotel Bogota wurde 1911 als Wohnhaus erbaut. Es enthält fortschrittliche Gedanken der Wohnungsreform und ist gleichzeitig ein Spiegel der Zeitgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Hier hatte unter anderem die berühmte deutsche Fotografin Yva  - 1942 von den Nazis ermordet - Wohnung und Atelier. Helmut Newton war einst ihr Lehrling. 1942 wurde das Haus von den Nationalsozialisten enteignet, um dort die Reichskulturkammer einzurichten. Nach 1945 nutzte die britische Militärregierung das Haus und richtete dort eine „Spruchkammer zur Entnazifizierung der Berliner Kulturschaffenden“ ein. Hans Albers, Gustaf Gründgens, Heinz Rühmann u. v. a. mussten sich hier verantworten.

 

Führung „Maler und Mäzene in der Kolonie Alsen“

Ehemaliges Grundstück der Cornelie Richter
Villa für den Bankier Carl Jörger
Haus des Historienmalers Karl Becker
Ehemaliger Schwedenpavillon

Am Freitag, den 2. August 2013, unternahmen wir mit Herrn Wolfgang Immenhausen eine Führung zum Thema „Maler und Mäzene in der Kolonie Alsen“.

Um 1870 gründete der Bankier Wilhelm Conrad in der Gegend um den Großen und Kleinen Wannsee eine Sommervillenkolonie.

Später richteten immer mehr Berliner Großbürger - Industrielle, Bankiers und Künstler - hier ihren Wohnsitz mit repräsentativen Villen und prachtvollen Gartenanlagen ein.

Leider sind heute nur wenige Anlagen erhalten, so dass die damals entstandene einzigartige Kulturlandschaft nur noch erahnt werden kann.

Sommerexkursion mit Herrn Dr. Klaus von Krosigk nach Wörlitz

Am Samstag, den 6. Juli 2013, führte uns Herr Dr. Klaus-Henning von Krosigk bei der diesjährigen Sommerexkursion zum Schloss und Schlosspark von Wörlitz im Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Führung durch die Sonderausstellung in der Russischen Botschaft

Stanislav I. Smirnov, Kulturattaché, führt Mitglieder durch die Ausstellung.
Fotos © Wieland Giebel

Der Kulturattaché der Russischen Botschaft lud Denk mal an Berlin e.V. am 2. Juli 2013 zu einer Sonderführung ein: „Und Frieden aller Welt gebracht. Russisch-Preußischer Feldzug 1813 – 1814" war das Thema der Ausstellung in der Botschaft der Russischen Föderation.

 

Führung durch den Campus Wilhelminenhof der HTW und Mitgliederversammlung 2013

Führung durch den Campus Wilhelminenhof
Die Mitglieder bei der Mitgliederversammlung
Mitglieder des Vorstands: Hans Wall (Vorsitzender), Sisi Zheng (Marketing), Dr. Elisabeth Ziemer (Stv.Vorsitzende)

Am Freitag, den 21. Juni 2013, fand im Campus Wilhelminenhof der HTW Berlin (Hochschule für Technik und Wirtschaft) unsere diesjährige Mitglieder-versammlung statt.

Vor dem Treffen wurde ein Rundgang über den HTW-Campus angeboten, bei dem es sich um einen Geschichtsparcours der ganz besonderen Art handelte. In der Wilhelminenhofstraße ließen sich die zwei großen, aufeinander folgenden Epochen der modernen Wirtschaftgeschichte besichtigen: Vor mehr als 100 Jahren zu Beginn der Industrialisierung entstand hier als erstes das AEG-Kabelwerk und zog eine Vielzahl von Fabriken mit riesigen Gebäuden, qualmenden Schloten und ratternden Maschinen nach sich, die lange Zeit diesen Ort prägten. Heute ist hier ein moderner Wissens- und Industriestandort des 21. Jahrhunderts angesiedelt.

 

 

Die Berliner Gasbeleuchtung - ein Denkmal von europäischem Rang? - Informationsveranstaltung und öffentliche Diskussion

Das Thema „Die Berliner Gasbeleuchtung – ein Denkmal von europäischem Rang?“ wurde vom Kuratorium Berlin zusammen mit Denk mal an Berlin e.V. und Gaslicht-Kultur e.V. in einer Informationsveranstaltung am 11. Juni 2013 mit öffentlicher Diskussion behandelt.

Die Berliner Gasbeleuchtung hat bisher keinen Denkmalschutzstatus, die Gefahr ist vielmehr, dass die ca. 43.000 Gasleuchten nach dem im Jahre 2007 beschlossenen Lichtkonzept des Berliner Senats abgerissen werden sollen, die Umsetzungsphase hat bereits 2012 begonnen.

Bürger und Bürgerinitiativen, Vereine und Stiftungen bemühen sich seit etwa zwei Jahren um einen umfassenden Denkmalschutz der Gasbeleuchtung.

 

Das vollständige Programm finden Sie hier:

 

Führung über das Olympiagelände

Am Donnerstag, den 23. Mai 2013, fand eine Führung über das Olympiagelände statt. Herr Thomas Schmidt vom Landesdenkmalamt zeigte den großzügig angelegten Sport- und Veranstaltungspark nördlich des Olympiastadions, der ein einzigartiges Ensemble verschiedenartiger Bauten und Freiräume für Wettkampf- und Trainingsaktivitäten sowie Sport- und andere Großveranstaltungen bildet.

Führung durch das ehemalige US-Hauptquartier an der Clayallee in Berlin-Dahlem

Am Donnerstag, den 25. April 2013, unternahmen wir eine Führung durch das ehemalige US-Hauptquartier an der Clayallee in Berlin-Dahlem. Seit dem Abzug der Alliierten aus Berlin im Jahre 1994 stand das Gebäude weitgehend leer, bis 2011 die Immobilienunternehmen Terraplan und Prinz von Preußen AG das geschichtsträchtige Areal von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erwarben. Auf dem 56.400 qm großen Gelände stehen sieben zum Teil denkmalgeschützte Gebäude aus den 1930er Jahren,in welchen nebst in einigen Neubauten Wohnungen und Büros entstehen sollen.

Die Führung durch das ehemalige US-Quartier übernahm Herr Ingo Bethke von der Prinz von Preußen AG. Der Geschäftsführer der Firma Terraplan, Herr Erik Roßmann, war ebenfalls anwesend. Dessen Firma erhielt 2012 die Ferdinand-von-Quast-Medaille für ihre Verdienste um die Sanierung und Umnutzung wertvoller Baudenkmäler in Berlin, z. B. des „Gästehauses der ehemaligen DDR-Regierung“ in Pankow.

 

 

Besichtigung der Borsigarkaden im historischen Spoliengarten auf dem Campus der Technischen Universität Berlin

Am Freitag, den 12. April 2013, besichtigten wir die Borsigarkaden im historischen Spoliengarten auf dem Campus der Technischen Universität Berlin. Frau Corinna Tell, M. A., von der Unteren Denkmalschutzbehörde Neukölln führte uns.

Wir unternahmen einen Ausflug in die Industrie- und Wissenschaftsgeschichte Berlins in die ehemalige Arkadenhalle von „Borsig’s Eisengießerei und Lokomotivbauanstalt“ vor dem Oranienburger Tor an der Ecke Chaussee-und Torstraße aus den 1840er Jahren.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ihre Ruine zusammen mit weiteren Überresten aus Bauten älterer Epochen – den sogenannten Spolien – als Studienobjekte für Architekturstudenten in den „Garten“ der heutigen TU Berlin gebracht.

Rundgang durch den Wissenschaftspark Albert Einstein mit Besichtigung des Einsteinturms und des Großen Refraktors

Am Freitag, den 8. März 2013, fand ein Rundgang durch den Wissenschaftspark Albert Einstein statt. Höhepunkte waren das vom Architekten Mendelssohn entworfene Sonnen-Observatorium, „Der Einsteinturm“, und der 2006 restaurierte „Große Refraktor“ - eines der größten historischen Linsenteleskope weltweit. Der erste Teil der Führung umfasste den Wissenschaftspark und den Einsteinturm, danach konnten wir den Großen Refraktor mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Großer Refraktor Potsdam e.V., Herrn Dr. rer. nat Ernst-August Gußmann, besichtigen.

 

 

Besichtigung des Anatomischen Theaters

Foto © Jascha Braun
Foto © Jascha Braun
Foto © Jascha Braun

Am Freitag, den 1. Februar, besichtigten wir das Anatomische Theater. Die ehemalige Königliche Tierarzneischule wurde zusammen mit dem Anatomischem Theater 1789/90 von Carl Gotthard Langhans – der zeitgleich auch das Brandenburger Tor schuf – im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. entworfen und gebaut. Der Langhans-Bau gilt als Kleinod klassizistischer Baukunst und ist das älteste und bedeutendste erhaltene akademische Lehrgebäude in Berlin. Wir wurden von Herrn Norbert Heuler vom Landesdenkmalamt Berlin geführt, der die Restaurierung des Bauwerks von 2005 bis 2012 denkmalpflegerisch begleitet hat.

Führung durch die Botschaft der Russischen Föderation

Stanislav I. Smirnov, Kulturattaché, führt Mitglieder durch die Russische Botschaft.

Fotos © Wieland Giebel www.berlinstory.de/russische-botschaft-mit-denk-mal-an-berlin/17341

Am Freitag, den 25. Januar 2013, wurden wir durch die Botschaft der Russischen Föderation geführt. Das Botschaftsgebäude wurde in den Jahren 1950-52 nach dem Entwurf von A. Stryshewski, an der Stelle der im Krieg zerstörten, ehemaligen russischen Botschaft aus dem 18. Jahrhundert, von der Sowjetunion errichtet. Die symmetrische Anlage durfte als einziger Bau am privilegierten Standort Unter den Linden sowohl in der Höhe als auch im Abstand zum öffentlichen Straßenraum von dem 1909 festlegten „Lindenstatut“ abweichen. Als erstes Aufbauprojekt nach dem Krieg gab der monumentale Komplex den neoklassizistischen Kurs späterer DDR-Architektur vor und wurde auch richtungsweisend für die seit 1951 im Bau befindliche Stalinallee.

 

Besichtigung der Herz-Jesu Kirche

Am Samstag, den 12. Januar 2013 fand die Besichtigung der Herz-Jesu Kirche in Berlin-Prenzlauer statt. Wir wurden von Dipl. Restaurator Herrn Gottfried Grafe geführt. Die katholische Herz-Jesu Kirche errichtete der Hannoveraner Architekt Christoph Hehl in nur 16 Monaten Bauzeit 1897/1898. Der Gesamteindruck des Innenraums wird von den figürlichen Darstellungen bestimmt, die der Maler Friedrich Stummel (1850-1919) schuf. Salzbelastung beschädigte diese kostbaren, einzigartigen Malereien. Die dringend notwendige Restaurierung begann – finanziert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem LDA und der Kirche - unter der Leitung von Dipl. Restaurator Gottfried Grafe im Jahr 2002.

 

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