vorweihnachtliches Treffen 2017

Am 01. Dezember luden wir Sie zu unserem vorweihnachtlichen Treffen ins Rathaus Schöneberg ein. Zu Beginn wurde im Mediensaal des Rathauses der Film "Der Wiederaufbau des Turmes der Parochialkirche" von Regisseur Bertram von Boxberg vorgestellt, der in einer einstündigen Filmdokumentation die Wiederinstandsetzung des Turmes von November 2015 bis zur Einweihung des Glockenspiels am 23. Oktober 2016 gefilmt und auf DVD gebracht hat. Im Anschluss ging es in den zweiten Stock zum J.-F. Kennedy-Saal, wo Wein, Erfrischungen und kleinere Mahlzeiten bereitstanden und über den Film diskutiert wurde.

Führung im Bauteildepot des LDA am 16. November 2017

Am 16. November luden wir Sie in das Bauteildepot des Landesdenkmalamtes in Alt- Friedrichsfelde zu einer Führung mit der Leiterin Frau Britta Kaden-Pohl ein. Das Bauteildepot ist ein Sammlungsdepot der Denkmalpflege. Es dient hauptsächlich der Sicherung von Originalen, die aus konservatorischen Bauteilen aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten. Etliche Bauteile wurden bei Abrissen, vorwiegend ais den 60er Jahren sichergestellt. Während viele Spolien heute ausschließlich Anschauuns- und Forschungszwecken dienen, warten etliche Bauteile auf einen möglichen Wiedereinbau, um im Zuge von Umbau- und Sanierungsarbeiten im ursprünglichen Denkmalzusammenhang Platz zu finden.

 

Fotos:  © Matthias Kropp

Führung zur Geschichte und Architektur des Geländes der ehemaligen Hauptkadettenanstalt in Lichterfelde am 18.10.2017

 

 

Am 18. Oktober luden wir zu einer Führung zur Geschichte und Architektur des Geländes der ehemaligen Hauptkadettenanstalt, heute Standort des Bundesarchives, in Lichterfelde mit dem freien Referenten und Diplom-Soziologen Armin A. Woy ein.

 

Die Führung erläuterte die spannende Geschichte des Areals zwischen Finckensteinalle, Goerzalle, Lausanner Straße und und Baseler Straße mit allen seinen Facetten: Preußische Hauptkadettenanstalt, Staatliche Bildungsanstalt, SS Leibstandarte Adolf Hitler, Kaserne der Sowjetischen Armee, Andrews Barracks der US Army und Bundesarchiv.

 

Fotos:  © Thomas Knoll

Führung über das AEG-Gelände am 20.09.2017

 

 

Am 20. September 2017 luden wir zu einer Führung über das denkmalgeschützte AEG-Gelände mit Herrn Dr. Hubert Staroste vom Landesdenkmalamt Berlin ein.

 

Das ehemalige Werksgelände des Elektrokonzerns „Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft“ (AEG) ist eines der größten Berliner Industriegebiete. In den Gebäuden produzierte die AEG Glühlampen, Elektromotoren – besonders für die neu entstehende Straßenbahn – aber auch Bahn- und Hochspannungsmaterial sowie Großmaschinen.

Die besonders herausragenden Bauten stammen von dem Architekten und Industriedesigner Peter Behrens, einem Pionier der sachlich-funktionalen Gestaltung. Behrens schuf eine monumentale Bauweise, die ohne jedes Ornament auskommt und mit strengen, klar geordneten Formen den funktionalen Anforderungen der industriellen Produktion folgt. Gemeinsam mit dem Bauingenieur und Statiker Karl Bernhard entstanden 1909/10 die AEG-Hochspannungsfabrik und 1911/12 die Montagehalle für Großmaschinen. Vor allem die Konstruktion der Montagehalle hat wegweisende Bedeutung für die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Das ältere Gebäude an der Ackerstraße entstand 1894/95 durch Franz Schwechten und Paul Tropp. Seine Fassadengliederung mit Pilastern, Segmentbogenfenstern und Terrakotta-Reliefs  sowie dem kräftigen Dachabschluss stehen noch ganz in der Tradition des 19. Jahrhunderts.

 

Fotos:  © Matthias Kropp

Fachexkursion nach Wildenbruch und Altlandsberg am 9. Juli

Am Sonntag, den 9. Juli fand unsere Sommerexkursion mit unserem Kuratoriumsvorsitzenden Herrn Dr. Klaus-Henning von Krosigk statt.
Wir besichtigten den Museumspark Rüdersdorf mit seinen historischen Kalkbrennöfen und verschiedenen Industriedenkmalen, stärkten uns im Kloster Zehden, einem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster von 1266, bei einem Mittagsimbiss und besichtigten dann das ehemals kurfürstlich-königliche Barockschloss Schloss Wildenbruch. Im Anschluss besuchten wir in Altlandsberg die gartenarchäologischen Grabungen zu der von Otto von Schwerin angelegten frühbarocken Gartenanlage und die Schlosskirche und Stadtkirche mit den Schwerin-Epitaphien mit Dr. Detlef Graf von Schwerin. Nach einem Abendessen ging es zurück nach Berlin.

Anbei finden Sie einige Impressionen unserer Exkursion.

Fotos:  © Ursula Krüger

Mitgliederversammlung am 21. Juni 2017

Die Mitgliederversammlung unseres Vereins fand am Mittwoch, den 21. Juni 2017 um 15:00 Uhr im Ludwig-Hoffmann-Saal des Märkischen Museums, Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin, statt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung folgte eine Führung durch das Haus mit der federführenden Architektin bei der denkmalgerechten Wiederherstellung des Hauses, Dr. Ing. Christina Petersen. Dann besichtigten die Mitglieder mit Herrn Klaus Lingenauber vom Landesdenkmalamt und Herrn Dr. Klaus-Henning von Krosigk das Umfeld des Märkischen Museums. Bis heute markiert die von der Rungestraße und der Straße Am Köllnischen Park gebildete Spitze deutlich erkennbar die Bastion VII der 1750 abgetragenen barocken Stadtbefestigung. Hier errichtete Ludwig Hoffmann 1898 das malerische Märkische Museum, das sich in seiner Fassadengestaltung an Bauten der Backsteingotik und der Renaissance in der Mark Brandenburg anlehnt. Daneben entwarf Hoffmann unter Einbeziehung eines ehemaligen Bastionshügels einen Park mit unterschiedlichen Naturszenarien, Blickbeziehungen zum Museum und stillen Sitzplätzen an. In den 1930er Jahren kam der Bärenzwinger hinzu, in dem bis vor kurzem das lebendige Wappentier Berlins präsentiert wurde. Durch Kriegsschäden und eine umfangreiche Umgestaltung in den 1970er Jahren ist von der ursprünglichen Parkanlage kaum noch etwas vorhanden. 2009 entstand im Auftrag des Landesdenkmalamts ein Gutachten zur Restaurierung des Parks, das uns Herr Dr. Lingenauber näher erläuterte.

Anbei sehen Sie einige Impressionen der Versammlung. 

Fotos:  © Charlotte Berry

Führung durch das Studentendorf Schlachtensee

Am 1. Juni 2017 luden wir zu einer Führung durch das Studentendorf Schlachtensee mit Jens-Uwe Köhler, Management und Finanzvorstand des Studentendorfs, ein.
Das Studentendorf Schlachtensee (ursprünglich: Studentendorf der Freien Universität Berlin) ist ein Denkmal der Moderne. Es wurde 1957 bis 1959 erbaut, 1959 zogen die ersten Bewohner ein. Im Rahmen des Re-Education-Programms der Vereinigten Staaten war hier ein Zuhause für die zukünftige akademische Elite Deutschlands geplant. Entworfen wurden die ersten beiden Bauphasen der Anlage, die heute unter Denkmalschutz stehen, von der Architektengemeinschaft Hermann Fehling, Daniel Gogel und Peter Pfankuch (allesamt frühere Mitarbeiter von Hans Scharoun), in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Hermann Mattern. Die Anlage ist bis hin zum Mobiliar noch fast vollständig erhalten.
1991 wurde das Studentendorf Schlachtensee als Bau- und Gartendenkmal eingetragen. Seit 2003 wird das Studentendorf im laufenden Betrieb schrittweise denkmalgerecht saniert. Unterstützt wird die Instandsetzung von der Bundesregierung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Freien Universität. 2006 bestätigte die Bundesregierung dem Studentendorf den Rang eines Nationalen Kulturdenkmals.

 

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Charlotte Berry

Exkursion in die Bundestagsbibliothek am 10. Mai

Am 10. Mai 2017 luden wir zu einer Führung in die Bundestagsbibliothek im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus mit Herrn Mario Piel, dem Leiter der Parlamentsbibliothek, ein.
Entworfen wurde die Parlamentsbibliothek von dem Architekten Stephan Braunfels, dem Wettbewerbssieger in dem internationalen Realisierungswettbewerb, der mit seinen Bauten das „Band des Bundes“ maßgeblich geprägt hat. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist der dritte Parlamentsneubau und trägt seinen Namen zu Ehren der deutschen Politikerin und Frauenrechtlerin Marie Elisabeth Lüders.
Baubeginn für das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus war im Mai 1998, nach fünf Jahren Bauzeit konnte das Gebäude 2003 eingeweiht werden.
Die Bundestagsbibliothek bildet eine Einheit mit dem Paul-Löbe-Haus: beide Gebäude sind durch den „Sprung über die Spree“, einer doppelten Verbindungsbrücke vereint. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus beherbergt das wissenschaftliche Dienstleistungszentrum mit den wissenschaftlichen Fachdiensten, der Parlamentsbibliothek und den Parlamentsarchiven.

 

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Charlotte Berry

Exkursion ins Postamt Schöneberg am 27. April

Am 27.4.2017 luden wir zu einer Führung über das Gelände des ehemaligen Postamt Schöneberg und Postfuhramt West in der Schöneberger Hauptstraße 27-29 mit Frau Anja Wiese, Verfasserin des Denkmalpflegeplans für das Gelände, ein.


Die Baugeschichte des denkmalgeschützten Geländes beginnt 1901 mit der Planung und Errichtung eines repräsentativen Neubaus an der Hauptstraße – dem Kaiserlichen Postamt Schöneberg. Es folgten mehrere Anbauten im Zuge des rasant expandierenden Postdienstes: große Sortiersäle, die Errichtung eines Kesselhauses für die Dampferzeugung der Rohrpost, ein Fernsprechamt mit einem imposanten Handvermittlungssaal aus dem Jahre 1915 und zehn Jahre später bereits ein Selbstanschlussamt für die Telefonvermittlung per Relaisschaltung. Ab 1928 wurde auf dem bis dahin unbebauten Nachbargrundstück zusätzlich ein Postfuhramt mit Garagen, Einfahrt, Tankstelle und Ladestation für die von der Post betriebenen Elektrofahrzeuge errichtet.
Anhand dieser Bauabfolge lässt sich eindrucksvoll die Entwicklung der Post- und Kommunikationstechnik ablesen, zugleich aber auch die Berliner Architekturgeschichte von Neorenaissance bis zur Neuen Sachlichkeit.
Im Zusammenhang mit den laufenden Bauarbeiten wird die komplizierte, aber spannende restauratorische Aufgabe eines temporären Rückbaus vorgestellt.

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Denk mal an Berlin 

Exkursion in die ehemalige Landwirtschaftliche Hochschule am 24. März

Am Freitag, den 24. März 2017 um 14 Uhr luden wir Sie zu einer Führung durch die ehemalige Landwirtschaftliche Hochschule in Berlin Dahlem mit Blick auf den Architekten Straumer ein. Geführt wurden wir von der Architekturhistorikerin Dr. Angelika Kaltenbach und unserem Mitglied Prof. Dr. Charlotte Hecht-Buchholz, die 40 Jahre lang am Hochschul-Campus als Agrarwissenschaftlerin tätig war.

1920 fand für den Neubau der landwirtschaftlichen Hochschule ein Wettbewerb statt. Der Architekt Heinrich Straumer gewann den ersten Preis für seinen innovativen Entwurf, die Gebäude in Form eines Hochschul-Campus anzuordnen. In den Jahren 1921-1929 sowie 1939-1942 entstanden entlang einer Allee, dem heutigen Albrecht-Thaer-Weg, zahlreiche Institutsgebäude, die sich durch einen ländlichen Baustil auszeichnen. Bis heute ist der Campus weitgehend unverändert erhalten. Auf dem Gelände ist nun das Albrecht Daniel Thaer – Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin untergebracht.
Heinrich Straumer (1876-1937) war ein bedeutender Architekt und prägte die Berliner Denkmallandschaft maßgeblich. Zu seinen Werken zählen vor allem Wohnhäuser für das gehobene Bürgertum in Berlin-Frohnau und Berlin-Dahlem, aber auch technische Bauten. Sein bekanntestes Bauwerk ist der Berliner Funkturm. Der Campus der Landwirtschaftlichen Hochschule gehört zu seinen wohl interessantesten, aber weniger bekannten Anlagen.

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Charlotte Berry

Buchvorstellung "Leben im Denkmal"

Anbei finden Sie die Laudatio zur Buchvorstellung von "Leben im Denkmal - Berliner Bauten, Gärten und ihre Geschichten" von Wolfgang Reuss und Dietrich Worbs.

Exkursion in die Kantgaragen am 28. Februar

Am Dienstag, den 28. Februar 2017 um 15 Uhr luden wir Sie zu einer Führung durch die Kant-Garagen am  mit der Architektin Johanne    Nalbach ein, die uns über den derzeitigen Stand der Planungen ihres Büros zum denkmalgerechten Umbau der Kantgaragen informierte.

 

Die 1930 eröffnete Kant-Garage ist eines der bedeutendsten Verkehrsbauwerke der Weimarer Republik. Das im Stil der Neuen Sachlichkeit gestaltete Baudenkmal ist die einzige erhaltene Hochgarage der Zwischenkriegszeit in Berlin und Brandenburg. Eine darüber hinaus gehende architekturhistorische Ausnahmestellung begründet sich durch den ungewöhnlich authentischen Erhaltungszustand und durch die architektonische Qualität der Ausführung. Errichtet wurde die Hochgarage im Auftrag des Unternehmers Louis Serlin. Nach Umplanungen entwickelten die Architekten Hermann Zweigenthal und Richard Paulick, ein Mitarbeiter von Walter Gropius, die Gesamtgestalt. Bemerkenswert sind die beeindruckende gläserne Vorhangfassade, die über die Vorder- und Rückseite des Gebäudes gespannt ist, sowie die spektakuläre doppelgängige Wendelrampe. 1990 wurde die Kant-Garage, die den Zweiten Weltkrieg ohne größere Beschädigungen überstand, in die Berliner Denkmalliste aufgenommen. Nach konstanter Nutzung über 83 Jahre und trotz der architektur- und kulturhistorischen Bedeutung des Bauwerks, sollte sie abgerissen werden; eine Bürgerinitiative konnte dies verhindern.

 

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Charlotte Berry

Exkursion in die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin am 14. Februar 2017

Am Dienstag, den 14. Februar 2017 luden wir zu einer Führung durch die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin mit ihrem Leiter Herrn Miguel Helfrich.

 

Die Gipsformerei ist die weltweit größte Institution ihrer Art. Seit fast 200 Jahren werden hier hochwertige Kunstrepliken aus überwiegend Berliner, aber auch aus europäischen Museen angefertigt. Als Kunstmanufaktur sieht die Gipsformerei ihre Aufgabe darin, Tradition respektvoll zu behandeln und einmalige Kunstwerke nach überlieferten Fertigungsmethoden, mit sorgfältigster Handarbeit und reichem Spezialwissen zu schaffen. Nahezu 7.000 Abformungen von Originalkunstwerken aller Epochen und Weltkulturen zählen zum Bestand dieses traditionsreichen Hauses.

 

Die Gipsformerei bietet öffentliche Führungen an jedem 1. und 3. Mittwoch des Monats an.

 

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Charlotte Berry

Exkursion in die Zitadelle Spandau am 18. Januar, 14 Uhr

Am Mittwoch, den 18. Januar 2017 um 14:00 Uhr konnten wir Sie zu einer Führung durch die Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ in der Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin  mit der Museumsleiterin Andrea Theissen einladen.

 

 

Die Zitadelle Spandau zählt zu den wichtigsten noch erhaltenen Festungen der Hochrenaissance in Europa. Aus dem Mittelalter stammend, ist der Juliusturm der Zitadelle wahrscheinlich das älteste Gebäude Berlins.

 

Die Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ zeigt politische Denkmäler, die einst das Berlliner Stadtbild prägten. Die Ausstellung macht sie nun der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Zu sehen sind „entsorgte“ Denkmäler, wie ein Lenin-Kopf, der nach dem Mauerfall, demontiert und im Wald vergraben wurde, oder die noch erhaltenen Standbilder von der früheren Siegesallee im Tiergarten.

 

Anbei sehen Sie einige Impressionen unserer Exkursion. 

Fotos:  © Charlotte Berry

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