Vorweihnachtlicher Feier im Berliner Dom am 13. Dezember 2018

Um das Jahr abschließend noch einmal zu feiern traf sich der Verein von Denk mal an Berlin mit seinen Mitgliedern und Freunden in diesem Jahr im Sophie-Charlotte-Saal im Berliner Dom.

 

Nach der stimmungsvollen Orgelandacht im Dom gewährten kundige Domführer unseren Gästen einen Einblick in die Hohenzollerngruft, der wichtigsten dynastischen Grablege Deutschlands. Als sich alle im Sophie-Charlotte-Saal versammelt hatten, begann der Abend mit dem Vortrag von der Domarchitektin, Frau Tubbesing, welche uns auf den dringenden Sanierungsbedarf der Gruft aufmerksam machte.

 

Der Abend bot den andächtigen Rahmen, um Frau Dr. Agnete von Specht nach acht verdienstvollen Jahren aus der Geschäftsführung zu verabschieden, die sich künftig verstärkt ihren eigenen wissenschaftlichen Projekten widmen wird. Dr. Detlef Graf von Schwerin überreichte ihr als Erinnerung an ihre engagierte Arbeit ein Fotoalbum, das bildreich ihr Schaffen für den Verein Revue passieren lässt.

 

Frau Dr. Ziemer stellte ihre Nachfolgerin, Frau Schlasse, vor, welche seit Anfang Oktober die anstehende Arbeit innerhalb unseres Vereins meistert.

 

Bei anregenden Gespräche, Brezeln und Wein konnte der Abend entspannt ausklingen.

 

Denk mal an Berlin wünscht allen Mitgliedern, ihren Familien und Freunden ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

© Katharina Dorn
© Katharina Dorn
© Denk mal an Berlin e.V.
© Denk mal an Berlin e.V.
© Denk mal an Berlin e.V.

Führung durch das Alte Wasserwerk in Friedrichshagen

„Jwd“ an einem Samstagvormittag: Am 8. Dezember 2018 verschlug es interessierte Mitglieder unseres Vereins an den Müggelsee. Doch der Seeblick blieb wehmütig, denn Ende Dezember 2018 wird der regelmäßige Museumsbetrieb im Alten Wasserwerk in Berlin-Friedrichshagen eingestellt. Der Verlust für den Verein Berliner Unterwelten ist groß. Seit 2014 engagierte sich der Verein für den Erhalt der historischen Anlagen, erarbeitete eine Dauerausstellung, konzipierte Führungen zur Geschichte der Berliner Wasserwirtschaft und bot einen regelmäßigen Museumsbetrieb. Künftig will der Eigentümer, die Berliner Wasserbetriebe, das Museum nur noch auf Anfrage öffnen, dem Verein Berliner Unterwelten wurde zum Jahresende gekündigt.

 

Auf unserer Führung bekamen wir einen buchstäblichen tiefen Einblick in die Geschichte der Berliner Wasserwirtschaft. Frau Heinze, ehrenamtliche Mitarbeiterin erklärte uns ausführlich die Geschichte des 1889 eröffneten Wasserwerkes und führte uns in unzugängliche, teils unterirdische Bereiche des technischen Denkmals. Besonders eindrucksvoll war die Vorführung einer früher dampfbetriebenen Pumpenanlage mit großem Schwungrad, die vom Verein Berliner Unterwelten bisher sorgsam gepflegt wurde.

 

Das in rotem Backstein errichtete neogotische Ensemble ist eine stolze Anlage direkt am Wasser. Auf einer Freifläche von insgesamt 5.000 m² zeugt das zu Beginn des 20. Jahrhunderts größte Wasserwerk Europas auf beeindruckende Weise von den architektonischen und technischen Leistungen dieser Zeit.

 

Denk mal an Berlin e.V. bedauert, dass der Verein Berliner Unterwelten diesen ausgezeichneten Museumsbetrieb nicht weiterführen kann.

© Heike Schlasse
© Heike Schlasse
© Heike Schlasse
© Heike Schlasse

Rite de Passage – Kolloquium zum Ausstand und Einstand eines Berliner Landeskonservators

Im Herbst 2018 ging Professor Jörg Haspel nach mehr als 25 Dienstjahren als Landeskonservator in den Ruhestand. Nach Stationen in Baden-Württemberg und Hamburg leitete er das Landesdenkmalamt Berlin seit 1992. Die vergangenen 25 Jahre waren geprägt von tiefgreifenden Verwaltungsreformen, die massive Personaleinsparungen im Landesdenkmalamt zur Folge hatten, von schmerzhaften Denkmalverlusten, aber auch von wegweisenden Unterschutzstellungen und Denkmalerhaltungen. Auch für die Arbeit unseres Vereins, insbesondere für unser Jugendprojekt werkstatt denkmal hat sich Professor Haspel immer sehr stark gemacht.

 

Zur Würdigung der großen Verdienste Professor Haspels für die Denkmalpflege und zur Begrüßung des neuen Landeskonservators, Dr. Christoph Rauhut, richtete die Technische Universität und das Landesdenkmalamt am Sonntag, dem 18. November ein wissenschaftliches Kolloquium aus. Am Rande des Kolloquiums gratulierte Heike Eva Schlasse, Geschäftsführerin von Denk mal an Berlin e.V., Herrn Professor Haspel zum künftigen (Un-)Ruhestand und überreichte ihm im Namen des Vereins ein kleines Präsent und die Ehrennadel von Denk mal an Berlin.

 

Fotos: Thomas Knoll, www.ooh-foto.de

Professor Jörg Haspel und Heike Eva Schlasse am Rande des Kolloquiums in der TU Berlin
Professor Jörg Haspel und Dr. Christoph Rauhut im Gespräch mit Professor Bernhard Furrer, Stellvertretender Vorsitzender des Landesdenkmalrates
Professor Haspel erhält die Ehrennadel des Vereins

Denkmalmesse in Leipzig

Vom 8. bis 10. November 2018 konnte sich Denk mal an Berlin e.V. auf der „denkmal. Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung“ präsentieren und mit Fachleuten und einem überaus interessierten Publikum austauschen. Denk mal an Berlin e.V. war damit einer von über 550 Ausstellern auf der alle zwei Jahre stattfindenden Doppelmesse denkmal und MUTEC, die an drei Tagen über 14.000 Besucher anzog.

 

Auf unserem Stand im Infoforum haben wir viele intensive Gespräche führen dürfen, mit Experten und Laien, mit Vereinsmitgliedern und  solche, die es werden wollen. Unser längstes Projekt, das Jugendprojekt werkstatt denkmal, gab Anlass für viele anregende Gespräche. Über die Wiederherstellung von Turm und Glockenspiel der Parochialkirche, unser bisher größtes Bauvorhaben, konnten wir im Fachprogramm ein breites Publikum informieren. Auch die filmische Dokumentation von Bertram von Boxberg, die wir auf einem Bildschirm in Endlosschleife zeigten, hat Eindruck gemacht.

 

Überaus bereichernd war die Kooperation mit dem Denkmalnetz Bayern, dem wir als Vertreter des Kulturerbenetzes Berlin natürlich sehr gern einen Platz auf unserem Stand boten. Der Austausch auf persönlicher und auf Netzwerkebene klappte, anders als in der großen Politik, sehr gut. Wir danken Frau und Herrn Gerchow und Frau Wendrich für die angenehme Zusammenarbeit, wir konnten als Kulturerbenetzler viel von Euch lernen!

 

"denkmal" 2018: Die Messe vom 08. - 10.11. in Leipzig © Thomas Knoll
"denkmal" 2018: Im Gespräch mit Interessierten Messebesuchern © Thomas Knoll
"denkmal" 2018: Der Stand von Denk mal an Berlin e.V. © Thomas Knoll
"denkmal" 2018: Vortrag über die Rekonstruktion des Parochialturms © Meike Gerchow
"denkmal" 2018: Herzlicher und fachkunder Austausche mit den Kollegen vom Denkmalnetz Bayern: Meike Gerchow (re.), Hans Gerchow und Heike Schlasse (li. Denk mal an Berlin e.V.) © Meike Gerchow

Stachelschweine und Berolinas linke Wade

Schwungvoll und launig war die diesjährige Verleihung des Berolina-Preises am vergangenen Sonntag.

 

Der Förderverein Berolina, der sich seit dem Jahr 2000 für die Wiedererrichtung der gleichnamigen, seit 1944 spurlos verschwundenen Skulptur auf dem Alexanderplatz einsetzt, richtete seine diesjährige Preisverleihung im Kabarett-Theater Die Stachelschweine im Europacenter aus.

 

Erst zum dritten Mal in der Geschichte des Vereins wurde als besondere Auszeichnung die Berolina in Bronze verliehen. Die originalgetreue, 28 cm hohe Replik erhielt in diesem Jahr Hans Wall für sein besonderes Engagement für die Berliner Historie. Hans Wall hat als Vorstandsvorsitzender von Denk mal an Berlin e.V. nicht nur die Rekonstruktion des Parochialkirchturms aktiv vorangetrieben. Durch seine großzügige Unterstützung konnte auch das berühmte Glockenspiel wiederhergestellt werden.

 

Sechs Preise in Form einer kleinen Berolina in Acryl vergab Annabelle Berger, Vorsitzende des Berolina-Fördervereins, nach Ratschluss der Jury an historisch engagierte Bürger der Stadt:

 

- Dr. Oleg Peters für sein Engagement zum Erhalt des Schlosss Biesdorf,

 

- Dr. Benedikt Göbel als Historiker, Autor und Aktiver im Bürgerforum Berlin e.V.,

 

- Dr. med. H. Kleinau als Vorsitzendem des Fördervereins Kirchturm Schlosskirche Buch,

 

- Martina Sprockhoff für ihren Einsatz im historischen Nicolaiviertel,

 

- Joachim Schütz für sein Wirken rund um das Kesselhaus Herzberge und

 

- Peter Serwene von der Gesellschaft Historisches Berlin für seine Jugendarbeit.

 

 (Auf dem Bild von links nach rechts abgebildet mit der Laudatorin Frau Berger und Herrn Wall.)

 

Denk mal an Berlin e.V. gratuliert allen Ausgezeichneten von ganzem Herzen!

 

Gesangs- und Tanzeinlagen, wie die der Alt-Berliner Tanzgruppe „Berolinas linke Wade“ (benannt nach dem ehemals berühmten Treffpunkt frisch verliebter Paare auf dem Alex), umrahmten die Veranstaltung an diesem schönen Sonntagvormittag schwungvoll.

 

Fotos:© Heike Schlasse / Timo Wettig

Führung durch das Sockelgeschoss des Kreuzbergdenkmals

Bei ungewöhnlich hohen, spätsommerlichen Temperaturen trafen sich die Mitglieder von Denk mal an Berlin am 11. Oktober 2018 am Fuße des Kreuzbergdenkmals. Auf dem höchsten Punkt des Viktoriaparks wurde es auf Weisung Friedrich Wilhelms III. zwischen 1818 und 1821 als Nationaldenkmal für die Befreiungskriege errichtet. Schinkel und Strack waren die Architekten, die Skulpturen wurden unter anderem von Rauch und Tieck entworfen.

 

Doch weniger dem oberirdischen und an diesem warmen Tag gut besuchten Denkmal galt unsere Aufmerksamkeit, vielmehr waren wir an dem sonst unzugänglichen Sockelgeschoss interessiert. Ende der 1870er Jahre wurde nämlich das gesamte Denkmal mittels hydraulischer Pressen um ganze acht Meter angehoben und blieb damit die höchste Erhebung Kreuzbergs. Der so entstandene Unterbau mit seinen imposanten Gewölben und einer Fläche von 1.500 m² dient nicht nur als Winterquartier für Fledermäuse, sondern seit den 1990er Jahren auch dem Landesdenkmalamt als Lapidarium.

 

Die eingelagerten originalen Skulpturen und Reliefs, darunter der Münzfries von Schadow für die „Alte Münze“ am Werderschen Markt, erzeugen eine beinahe sakrale Atmosphäre. Frank Körner, pensionierter Bauleiter im Kreuzberger Hochbauamt, konnte uns nicht nur die Geschichte dieses kathedralischen Unterbaus erklären, sondern sorgte mit viel Fachwissen und augenzwinkernden Anekdoten auch dafür, dass die zwei Stunden in der Eiseskälte wie im Flug vergingen.

 

Fotos: © Thomas Knoll / ooh-foto.de

Quast-Exkursion in das Havelland 18.09.2018

 

Am 18. September 2018 führte uns die “Quast-Exkursion“ ins brandenburgische Havelland. Ferdinand von Quast ist nicht nur Namensgeber für den vom Land Berlin vergebenen Denkmalpreis, mit dem auch Denk mal an Berlin e.V. schon 2010 ausgezeichnet wurde, sondern er hat als erster preußischer Landeskonservator auch tiefe Spuren im Brandenburgischen Raum hinterlassen.

 

Doch zunächst machten wir einen kurzen Zwischenstopp in der Gartenstadt Staaken (Spandau). Die nach Entwürfen Paul Schmitthenners zwischen 1914 und 1917 errichtete Gartenstadt ist heute eine der wenigen vollständig errichteten und gut erhaltenen Wohnsiedlungen in der Bundesrepublik, wie uns Frau Albert-Hermann und Herr Dr. Nellessen auf dem interessanten Rundgang erklärten.

 

Weiter ging es auf den Spuren derer von Quast: Das 1396 erstmals erwähnte Radensleben bei Neuruppin ist eng verbunden mit der Familie, die das Rittergut zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwarb. Frau Pfarrerin Feuerstack zeigte uns die kleine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, die Ferdinand von Quast in den 1860er Jahren umgestalten ließ. Herr Dr. von Krosigk machte uns auf die besondere Form der Begräbnisstelle der Familie aufmerksam, die in Form eines Campo Santo errichtet ist und damit einzigartig in der Mark Brandenburg.

 

Ein kurzer Sprint brachte uns nach Wustrau, ehemals Sitz der Familie von Zieten, wo wir uns zunächst im Gasthaus „Zur Kastanie“stärkten. Lehrreich und sympathisch war die anschließende Führung durch das Preußen-Museum, das im Jahr 2000 auf Initiative des BerlinerPrivatbankiers Ehrhardt Bödecker eröffnet wurde.

 

Am Nachmittag wurden wir schon in Garz erwartet, wo sich der Kreis der Begegnung mit der Quastschen Familie schloss: André Schmitz-Schwarzkopff zeigte uns nicht nur das aufwendig restaurierte Herrenhaus, sondern führte uns auch auf einen Rundgang durch den dazugehörigen Park. Nach einer Pause bei Kaffee und reichlich Kuchen traten wir gegen 18 Uhr gestärkt und voller tiefer Eindrücke den Rückweg nach Berlin an.

 

Fotos: © Ursula Krüger

Fachexkursion zu Schlössern und Herrenhäusern in der Uckermark 28.07.2018

Am Sonntag, den 28. Juli fand unsere Sommerexkursion mit unserem Kuratoriumsvorsitzenden Herrn Dr. Klaus-Henning von Krosigk statt.
Wir besichtigten das Schloss Boitzenburg, die größte und eindrucksvollste Schlossanlage der Uckermark , stärkten uns bei einem Mittagessen in der traditionsreichen Gaststätte "Grüner Baum", und sahen uns in Wolfshagen in dem unter Hermann von Schwerin durch Peter Josef Lenné gestalteten Park am so genannten Haussee auf einem Rundgang zahlreiche, nach der Zeit der Befreiungskriege errichtete patriotische Denkmäler an. Im Anschluss besichtigten wir das 1829 unter Reichsgraf Hermann von Schwerin-Wolfshagen errichtete und nach der Wende wieder vorbildlich restaurierte Vorwerks Bülowssiege mit seinen zahlreichen Gutsgebäuden mit Dr. Detlef und Kerrin Schwerin. Nach einem Abendessen ging es zurück nach Berlin.

 

Anbei finden Sie einige Impressionen unserer Exkursion.

Fotos:  © Thomas Knoll/Ursula Krüger

Wiederholungsführung über denkmalgeschütztes AEG-Gelände 12.07.2018

 

Am 12. Juli 2018 luden wir zu einer Führung über das denkmalgeschützte AEG-Gelände mit Herrn Dr. Hubert Staroste vom Landesdenkmalamt Berlin ein.

 

Das ehemalige Werksgelände des Elektrokonzerns „Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft“ (AEG) ist eines der größten Berliner Industriegebiete. In den Gebäuden produzierte die AEG Glühlampen, Elektromotoren – besonders für die neu entstehende Straßenbahn – aber auch Bahn- und Hochspannungsmaterial sowie Großmaschinen.

 

Die besonders herausragenden Bauten stammen von dem Architekten und Industriedesigner Peter Behrens, einem Pionier der sachlich-funktionalen Gestaltung. Behrens schuf eine monumentale Bauweise, die ohne jedes Ornament auskommt und mit strengen, klar geordneten Formen den funktionalen Anforderungen der industriellen Produktion folgt. Gemeinsam mit dem Bauingenieur und Statiker Karl Bernhard entstanden 1909/10 die AEG-Hochspannungsfabrik und 1911/12 die Montagehalle für Großmaschinen. Vor allem die Konstruktion der Montagehalle hat wegweisende Bedeutung für die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

 

Das ältere Gebäude an der Ackerstraße entstand 1894/95 durch Franz Schwechten und Paul Tropp. Seine Fassadengliederung mit Pilastern, Segmentbogenfenstern und Terrakotta-Reliefs  sowie dem kräftigen Dachabschluss stehen noch ganz in der Tradition des 19. Jahrhunderts.

 

Fotos:  © Matthias Kropp

Mitgliederversammlung 2018

Vor der Mitgliederversammlung fand eine Führung durch den Palais am
Festungsgraben statt, dessen künftige Nutzung aktuell in Presse
und Politik diskutiert wird. Das Palais wurde im Auftrag von Johann
Gottfried Donner zwischen 1751-1753 nach den Plänen von Christian
Friedrich Feldmann errichtet, ist aber im Laufe der Jahrhunderte
mehrmals umgebaut und erweitert worden. Durch Luftangriffe und
Kampfhandlungen am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Bau stark
beschädigt, konnte aber anschließend wieder instandgesetzt werden. Seit
der deutschen Wiedervereinigung wird das unter Denkmalschutz
stehende Gebäude kulturell und gastronomisch genutzt.

 

Anschließend folgte die diesjährige Mitgliederversammlung im Schleiermacherhaus, nach dem üblichen Bericht des Vorstandes sowie des Finanzberichtes wurden u.a. zwei neue Kassenprüfer gewählt.

 

 

Fotos:  © Denk mal an Berlin e.V.

Mitmach- und Infomarkt zum Europäischen Kulturerbejahr

Vom 18.06. bis zum 24.06. fand in Berlin der European Cultural Heritage Summit mit dem Motto „Sharing Heritage – Sharing Values“ statt, diese Woche galt als Höhepunkt des Europäischen Kulturerbejahres 2018.

Zum Ende des Summits fand am Sonntag (24.06.) auf dem Gendarmenmarkt der „Mitmach- und Infomarkt zum Europäischen Kulturerbejahr“ statt. Auch Denk mal an Berlin war mit einem Stand vertreten, um zusammen mit dem "Verband der Restauratoren im Handwerk" auf den drohenden Verlust der Holzkastenfenster in Berlin im Zuge der energetische Sanierung aufmerksam zu machen. Zu diesem Thema hatten wir bereits eine Informationsveranstaltung im Januar organisiert (siehe Rubrik: 2018)

 

Hier geht es zur Website des Verbandes der Restauratoren im Handwerk:

https://www.restaurator-im-handwerk.de/landesgruppe-berlin-brandenburg-leiter-restaurator-handwerk

 

Fotos:  © Denk mal an Berlin e.V.

 

 

 

Führung durch die Staatsbibliothek zu Berlin (08.05.2018)

Am 08. Mai luden wir Sie zu einer Führung durch die Staatsbibliothek zu Berlin ein, die uns unser Kuratoriumsmitglied  André Schmitz, ebenfalls Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises der Staatsbibliothek zu Berlin e.V., freundlicherweise vermittelt hat.

 

Das Haus Unter den Linden ist seit 1914 als Bibliothek in Betrieb. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, der zentrale Kuppellesesaal von Bomben getroffen. Die Kriegsschäden wurden nur teilweise beseitigt, der zentrale Lesesaal 1977 abgerissen. Von außen nicht sichtbar, hatte die Bibliothek ihre funktionale und inhaltliche Mitte verloren. 1998 beschloss der Stiftungsrat Preußischer Kulturbesitz, dass die Gesamtbibliothek dauerhaft ihre beiden Standorte nutzen wird. Damit war auch ein zukunftsfestes Unterbringungs- und Nutzungskonzept verbunden, dessen Realisierung enorme Bautätigkeit nach sich zog und weiterhin zieht: Das Haus Unter den Linden wird generalsaniert und modernisiert. Zugleich muss der Altbau des Gebäudes modernisiert und mit neuen Anlagen für IT und für die Digitalisierung der Bestände ausgestattet werden. Parallel wurden an der Stelle des durch den Krieg verloren gegangenen Lesesaals ein neuer Allgemeiner Lesesaal sowie weitere Neubauten errichtet.

 

Fotos:  © Denk mal an Berlin e.V.

Klicken Sie auf die Bilder für eine vergrößerte (und hellere) Ansicht

Führung über die Baustelle der Neuen Nationalgalerie (18.04.2018)

Am 18.04.2018 luden wir Sie zu einer Führung über die Baustelle der Neuen Nationalgalerie mit Herrn Norbert Heuler ein, der im Auftrag des Landesdenkmalamtes die Sanierung denkmalpflegerisch begleitet.

 

Die Neue Nationalgalerie, 1965-68 erbaut, ist das einzige Bauwerk des Architekten Ludwig Mies van der Rohe, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland errichtet wurde. Nach fast 50-jähriger Nutzung wird der Mies-Bau seit 2015 modernisiert und saniert.  Mit der Planung und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen ist das Büro David Chipperfield Architects beauftragt. Das von David Chipperfield im Jahr 1985 gegründete, weltweit tätige Büro mit Sitz in London, Berlin, Mailand und Shanghai hat einen besonderen Schwerpunkt auf Kulturbauten. So leitete Chipperfield unter anderem bereits den Wiederaufbau des 2009 eröffneten Neuen Museums auf der Museumsinsel Berlin. Nach seinen Entwürfen wird derzeit die James-Simon-Galerie dort errichtet.

Klicken Sie auf die Fotos für eine verbesserte Ansicht.

Fotos: © Denk mal an Berlin e.V.

Führung durch den Umlauftank der Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau der Technischen Universität am 27.03.2018

Am Dienstag, den 27. März 2018, luden wir Sie zu einer Begehung und Führung durch den Umlauftank der Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau der Technischen Universität Berlin ein.

Der  Umlauftank entstand 1975/76 nach einem Entwurf von Ludwig Leo auf der Schleuseninsel in Landwehrkanal. Er entwarf einen futuristischen, eigenwilligen Industriebau, dessen plastische Konstruktion unmittelbar aus den technischen Anforderungen entwickelt wurde. Die verschiedenen Funktionsbereiche sind durch unterschiedliche, kräftige Farbgebung gekennzeichnet. Bis 2017 konnte die Anlage mit Hilfe der Wüstenrot-Stiftung aufwändig instand gesetzt werden.

 

Fotos:  © Denk mal an Berlin e.V./ Ursula Krüger

 

 

Führung durch das Robert Koch Institut am 22.02.2018

Am Donnerstag, den 22. Februar 2018, luden wir Sie zu einer denkmalpflegerischen Fachführung durch das Robert-Koch-Institut für Mikrobiologie und Hygiene, Dorotheenstraße 96, 10117 Berlin mit dem Architekten Volker Hübner und der Kunst-historikerin Christiane Oehmig ein. Hübner & Oehmig zählt in Berlin zu den führenden Büros im Bereich Restaurierungsplanung sowie denkmalpflegerische Beratung und Begutachtung.

 

Die ehemalige Wirkungsstätte des Mediziners und Hygienikers Robert Koch (1843-1910) befindet sich in einem 1873-1877 entstandenen Gebäude, das von dem Mediziner Emil du Bois-Reymond konzipiert und von dem Architekten Paul Emmanuel Spieker errichtet wurde. Es gehört zu den wichtigsten Beispielen der Berliner Gründerzeitarchitektur. Bemerkenswert sind der im ersten Bauabschnitt entstandene Hörsaal und die Bibliothek, in der Robert Koch am 24. März 1882 seinen bahnbrechenden Vortrag über die Entstehung der Tuberkulose hielt.

 

P.S.: Klicken Sie auf die Fotos für eine vergrößerte Ansicht

Fotos: © Denk mal an Berlin e.V.

Informationsveranstaltung "Die gemordete Stadt-dritter Akt"

Am 24.01.2018 luden wir Sie zu unserer Informationsveranstaltung "Die gemordete Stadt - dritter Akt" in die Akademie der Wissenschaften ein. Wie Sie sicher wissen, beschäftigt sich unser Verein seit längerer Zeit mit dem wichtigen Thema der energetischen Modernisierung und deren Auswirkungen auf die Baukultur unserer Stadt. Auch deswegen waren wir sehr froh, dass wir den Staatssekretär für Kultur und Europa Herrn Gerry Woop für unsere Veranstaltung gewinnen konnten. Nach einer Begrüßung unseres Kuratoriumsvorsitzenden Dr. v. Krosigk und einem Grußwort von Herrn Woop folgten die Vorträge der Referenten. Anschließend diskutierten die Teilnehmer auf dem Podium untereinander und mit dem Publikum über weiterführende Fragen und Problematiken.

 

Vortrag von Prof. Petra Kahlfeldt (Powerpointpräsentation auf Fassadenretter.de unter aktuelles)

Vortrag von Prof. Dr. Harald Simons

Vortrag von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Detlef Timm 

Vortrag von Dipl. Ing. Sebastian Rost (auf Fassadenretter.de unter Aktuelles)

 

P.S.: Für eine vergrößerte Ansicht der Fotos klicken Sie bitte auf diese.

Grußwort des Staatssekretärs für Kultur und Europa Gerry Woop
Prof. Dipl. Ing. Petra Kahlfeldt, Architektin
Prof. Dr. Felix Wellnitz, Professur Gebäudesanierung und Raumklima
Prof. Dr. Harald Simons, Professur für Volkswirtschaftslehre HTWK Leipzig
Diskussion im Plenum

Benefizveranstaltung Martin-Niemöller Haus

Am 21.01. 2018 luden wir Sie herzlich zu unserer Benefizveranstaltung zugunsten des Martin-Niemöller Hauses im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin- Dahlem ein.

Unser Kuratoriumsmitglied Hans-Jürgen Schatz rezitierte Texte des US-Journalisten Varian Fry, der 1940/41 in Marseille deutschen Emmigranten zur Ausreise verhalf. Das aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker bestehende Varian Fry Quartett spielte Kompositionen von Ravel und Schostakowitsch. Anschließend lud die Kirchengemeinde zu einem Empfang ein.

 

Update: Das Martin-Niemöller Haus ist mittlerweile eröffnet. Hier ein paar Artikel:

https://leute.tagesspiegel.de/steglitz-zehlendorf/tipp/2018/06/21/48875/

https://www.morgenpost.de/berlin/article214647401/Bischof-Droege-eroeffnet-in-Dahlem-Friedenszentrum.html

André Schmitz, Katja von Damaros und Hans-Jürgen Schatz (v.l.n.r.)

useful tools: Druckansicht Seite weiterempfehlen