Grußwort des Staatssekretärs für Kultur und Europa Gerry Woop

Grußwort StSE anlässlich der Veranstaltung „Die gemordete Stadt ‚Dritter Akt‘“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege Denk mal an Berlin e. V. – 24. Januar 2018

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Thema ist gut gewählt, auch wenn der Titel dramatisches befürchten lässt.

Ich bin der Einladung trotzdem gerne gefolgt, da das Thema der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes unter Wahrung der denkmalpflegerischen oder baukulturellen Eigenschaften nicht nur viele Akteure der Stadt berührt, sondern für unsere Stadt ein wichtiger Identifikationsfaktor ist. Ich möchte hier auch gleich noch daran erinnern, dass wir uns mitten im „Europäischen Kulturerbejahr“ ECHY befinden.

 

Ihr sehr polemisch gewählter Titel erinnert uns an das systematische Abschlagen von Stuckfassaden im Wiederaufbau nach dem Krieg. Diesem ‚Ersten Akt‘ folgte ein ‚Zweiter‘ im Zuge der Modernisierungs- und Sanierungswelle der 1960er/70er Jahre, als ganze Altbauviertel dem Kahlschlag zum Opfer fielen, bevor Bürgerproteste im ganzen Land ein Umdenken zu Denkmalschutz und sozialer wie „behutsamer Stadterneuerung“ bewirkten. Das Europäische Denkmalschutzjahr von 1975 ist ein grandioser Meilenstein der Bewegung. Heute, befürchten viele, drohen im Zuge der Energiewende erneut Stadtbild zerstörende Schäden. Diese erkenne ich so nicht, denn: Energetische Sanierung und Baukultur müssen keine Gegensätze sein!

 

Berlin ist eine Stadt, die ihr unverwechselbares Aussehen besonders der jüngeren Geschichte verdankt. Vor allem die städtebaulichen Anlagen und die Bauten des ausgehenden 19. Jahrhunderts (Gründerzeitbauten sowie eindrucksvolle Gewerbe- und Industriebauten), aber auch die Bauten und Siedlungen der 1920er und 30er Jahre und schließlich die Bauten der Nachkriegszeit, des Wiederaufbaus, des experimentellen Wohnungsbaus (Internationale Bauausstellungen) und des großmaßstäblichen Massenwohnungsbaus prägen das Stadtbild, die Quartiere und Straßenzüge.

Jede dieser Bauphasen besitzt einen unverzichtbaren Aussagewert für die Identität der Stadt und hat in ganz unterschiedlicher Weise, durch Einzelbauten, Siedlungen oder gar ganze Viertel qualitätsvolle Lebensräume geschaffen.

Das baukulturelle Erbe Berlins ist vielgestaltig. Seine städtebaulichen und gestalterischen Qualitäten sind für die Bewahrung des vielschichtigen Berliner Stadtbildes von hoher Bedeutung.

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Grußwort von unserem Kuratoriumsvorsitzenden Dr. v. Krosigk zur Informationsveranstaltung am 24.01.2018

Begrüßungsworte anlässlich einer Veranstaltung von Denk mal an Berlin e.V.  zum Themas

„ Energetische Sanierung und Baukultur „  im Einstein-Saal  der Akademie der Wissenschaften

Mittwoch, 24. Januar 2018

 

Sehr geehrter, lieber Staatssekretär Gerry Woop

Sehr geschätzte , liebe Fachreferenten

Verehrte , liebe Frau Prof. Kahlfeldt

Liebe Frau Dr. von Specht

Liebe Freunde, Gäste und Mitglieder  unseres Berliner Denkmalfördervereins Denk mal an Berlin

 

In Vertretung des leider terminlich verhinderten  Andre´Schmitz  - der Sie alle besonders herzlich grüßen lässt und uns sehr von Herzen einen erfolgreichen Abend wünscht – darf ich Sie heute  hier im Einstein-Saal der Akademie der Wissenschaften als Vorsitzender des Kuratoriums von Denk mal an Berlin besonders herzlich begrüßen.

Viele von Ihnen wissen, das unser heutiges Thema   

 „Die gemordete Stadt *  Dritter Akt  Energetische Sanierung und Baukultur

 einen  langen Vorlauf hat, nicht zuletzt  die 2015 geplante und sehr zu Recht allseitig kritisierte  „ Kaputtsanierung“ des GESOBAU-Hauses Kavalierstraße 19 in Pankow gab den äußeren Anstoß zu einer von Denk mal an Berlin initiirten Kampagne  für eine „ behutsame Energiesanierung“. Es gelang erstaunlich schnell die Staatssekretäre  Andre´Schmitz und Gerry Woop – für dessen Kommen wir heute besonders dankbar sind – für das Thema zu interessieren und Gerry Woop frühzeitig zu einer Teilnahme  an einer Veranstaltung zu gewinnen, wo es um Ansprüche an eine behutsame Stadterneuerung  unter denkmalpflegerischen , energetischen , sozialen und ökonomischen Ansprüchen geht.

 

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Der Film "Der Wiederaufbau des Turmes der Parochialkirche" von Bertram von Boxberg

(Sie können den Film für einen Kostenbeitrag von 10 Euro in der Geschäftsstelle erwerben)

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