Druckfrisch aus Tempelhof!

Für Sonntag, den 20. Januar, möchten wir Ihnen einen Ausflug nach Tempelhof vorschlagen. Das expressionistische Ullsteinhaus, 1925 – 1927 nach Plänen Eugen Schmohls erbaut, ist das Wahrzeichen des Stadtteils und war jahrzehntelang das Markenzeichen des Ullsteinverlags. Obgleich heute anders genutzt, erinnert das imposante Bauwerk immer noch an die Bedeutung Berlins als Zeitungsstadt.

 

Das Tempelhof Museum widmet sich dem Bauwerk aus einer arbeits- und sozialhistorischen Perspektive heraus. Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizierten als „Ullsteiner“, das Gebäude des Ullsteinhauses war weit mehr als ein Produktionsstandort. Die aktuelle Ausstellung „Druckfrisch aus Tempelhof!“ beschäftigt sich mit der wechselvollen Geschichte des Hauses, der Belegschaft und der Unternehmerfamilie Ullstein von den 1920er Jahren bis heute. Der Historiker Philipp Holt, Kurator der Ausstellung und wissenschaftlicher Volontär am Tempelhof Museum, trifft uns am Ullsteinhaus (das leider nur eingeschränkt zugänglich ist) und führt uns anschließend durch die Ausstellung im Tempelhof Museum.

 

Stadtspaziergang und Führung sind für Mitglieder kostenfrei. Bitte melden Sie sich per Mail oder telefonisch an.

 

 

Siedlungen der Moderne in Reinickendorf. Stadtspaziergang am 01. Februar 2019

Wir laden Sie auf eine Tour durch Reinickendorf. Gemeinsam mit einem ausgewiesenen Experten, Herrn Schütter von der Unteren Denkmalschutzbehörde Reinickendorf, unternehmen wir einen ausgedehnten Spaziergang zu charakteristischen Wohnbauanlagen der späten 1920er bis frühen 1960er Jahre.

 

Wir beginnen bei einer Siedlung des experimentellen Städtebaus, dem zwischen 1959 und 1964 von Lichtfuß und Schild für die Gagfah errichteten Demonstrativbauvorhaben zwischen Holländer- und Gotthardstraße.

 

Weiter geht es zur Weißen Stadt an der Aroser Allee, die von 1929 bis 1931 von Ahrends, Bruehning und Salvisberg für die Heimstättengesellschaft Primus errichtet wurde. 2008 wurde die Weiße Stadt als eine von sechs Wohnsiedlungen der Berliner Moderne von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Die komplexe Siedlung verfügt über eine sonst nicht zugängliche Sonnenterasse, auf der wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen.

 

Die Siedlung Paddenpuhl, zwischen 1927 und 1937 von Beyer, Scherer und Dieckmann ebenfalls für die Primus-Heimstättengesellschaft errichtet, ist die letzte Station auf unserem Spaziergang. Sie steht stellvertretend für eine expressionistische Form der Moderne.

 

Unser Tour, die uns ganz nebenbei auch noch am Dorfanger Alt-Reinickendorf, dem ehemaligen Rathaus, der Schwartzkopffschen Schraubenfabrik und der Kriegsgedenkstätte vorbeiführt, endet im Bereich der Klemkestraße, wo wir uns anschließend bei Kaffee und Kuchen über die vielen Eindrücke austauschen können.

 

Die Veranstaltung ist für Mitglieder von Denk mal an Berlin e.V. kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen elektronisch an mail(at)denk-mal-an-berlin.de oder telefonisch (030-45087717).

© Ulrich Schütter

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